„Enthemmte Sexualität“ als Grundrecht?

„Enthemmte und großzügige Sexualität“ sollte als Grundrecht von Jugendlichen behandelt werden, zumindest wenn man den immer offener und expliziter auftretenden Vertretern von Plannes Parenthood glauben mag. Die International Planned Parenthood Federation ist alles in allem für mehr als eine Million Abtreibungen jährlich weltweit verantwortlich und spielt auf der internationalen Bühne eine wichtige Rolle – eine Rolle, die größtenteils aus Steuergeldern finanziert wird.

Jeder Bürger, der Wert auf die Entwicklung seiner Kinder legt, und überhaupt jeder Mensch, der ein wenig Anstand besitzt, sollte sich die Tendenzen dieser Gruppierung, die massive Unterstützung der UNO und fast aller westlicher Regierungen (einschließlich des deutschen Staates) genießt, genau anschauen. Abtreibung ist schon schlimm genug. Doch selbst dies reicht der IPPF und ihren Verbündeten noch nicht. Es geht um die totale Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen, so früh wie möglich, so gründlich wie möglich, so total wie möglich.

Dieser Artikel gibt Aufschluss über einige der hier genannten Tendenzen.

Wenn diese Entwicklungen nicht gestoppt werden können, wird die bereits heute verzweifelte Lage christlicher Eltern (und nichtchristlicher Eltern, die trotzdem ihre Kinder nicht immer früher sexualisiert sehen möchten) nicht besser, sondern schlechter werden. Und wieder einmal arbeiten Teile der Kirche kräftig mit, wie etwa dieser Artikel zeigt. Und was schon heute denkbar erscheint, kann man sich zum Beispiel hier und hier. anschauen.

Weitsichtig schrieb schon Papst Pius XI. 1929 in seiner Enzyklika über die christliche Erziehung der Jugend „Divini Illius Magistri“ über die Sexualerziehung:

65 In höchstem Grade gefährlich ist fernerhin jene naturalistische Richtung, die in unsern Tagen in das Gebiet der Erziehung eindringt in einer Frage so zarter Natur, wie es die Sittenreinheit und die Keuschheit ist. Sehr verbreitet ist der Irrtum derer, die in gefährlichem Unterfangen und mit hässlichen Ausdrücken einer sogenannten sexuellen Erziehung das Wort reden, indem sie fälschlich meinen, sie könnten die jungen Leute gegen die Gefahren der Sinnlichkeit durch rein natürliche Mittel schützen, durch eine gefährliche und verfrühte sexuelle Aufklärung für alle ohne Unterschied und sogar in der Öffentlichkeit, und was noch schlimmer ist, indem sie dieselben vorzeitig den Gelegenheiten aussetzen, um durch Gewöhnung, wie sie sagen, den Geist gegen die Gefahren abzuhärten.

66 Sie täuschen sich schwer, da sie die angeborene Schwäche der menschlichen Natur und jenes Gesetz nicht anerkennen wollen, von dem der Apostel sagt, dass es dem Gesetze des Geistes widerstreitet (46), und da sie die Erfahrungstatsachen verkennen, die beweisen, dass gerade bei den Jugendlichen die Verfehlungen gegen die Sittenreinheit nicht so sehr Folge von Nichtwissen sind, als vielmehr der Schwäche eines Willens zuzuschreiben sind, der den Lockungen ausgesetzt ist und der göttlichen Gnadenmittel entbehrt.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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