Bischof Algermissen über die Liturgie

Das unverzichtbare Internet-Informationsportal kath.net hat einen Beitrag von Bischof Heinz-Josef Algermissen (Fulda) aus der Fuldaer Bistumszeitung in voller Länge zugänglich gemacht. Er hat es verdient in voller Länge gelesen zu werden, ist er doch ein seltenes Licht der Weisheit in einem See deutscher Beliebigkeit. Ich beschränke mich hier auf einige wenige „Highlights“:

Nicht wenige sind der Meinung, die sinkenden Teilnehmerzahlen seien von unzeitgemäßen, auf jeden Fall den heutigen Menschen nicht mehr ansprechenden Gottesdienstformen verursacht. Also müsste die Liturgie mit allen zur Verfügung stehenden Kräften, Mitteln und Medien „gestaltet werden“, auf dass sich der heutige Mensch darin erkenne, nicht nur zur Sprache, sondern nach Möglichkeit auch aktiv zu Wort komme. Dass man trotz aller Anstrengungen um einen zeitgemäßen Gottesdienst der Not, in welche die Liturgie geraten ist, nicht begegnen kann, hat mittlerweile die Erfahrung gelehrt. Im Gegenteil: Je mehr man versucht, durch „zeitgemäße“ Gottesdienstgestaltung den vermeintlichen Erwartungen des modernen Menschen entgegenzukommen, um ihn auf diese Weise in die Kirche zu locken, desto mehr Plätze werden leer.

(…)

Diejenigen, die auf Grund ihres Glaubens und religiösen Engagements in Erwartung der authentischen Liturgie der Kirche ohnehin kommen, werden mit vielen dieser Gottesdienste nur noch genervt und gelangweilt, weil sie nichts anderes sind als eine öde, auf die Nerven gehende Wiederholung dieser faktischen Welt an heiliger Stätte

(…)

Liturgie muss aber faszinieren, damit die Mitfeiernden spüren: Gott ist da.

(…)

Wir müssen uns das einmal klar machen: Gott braucht unsere Gottesdienste nicht. Aber wir brauchen den Dienst Gottes für uns und zum Heil der ganzen Welt.

All dem ist voll und ganz zuzustimmen und gerade ernsthafte Konvertiten haben das gute Recht schwer enttäuscht zu sein von einer Liturgie, die sich oft kaum von anderen „Events“ unterscheidet, und bei der oft genug die erlaubten breiten Spielräume der ordentlichen Form der Messe bis zum Zerreißen ausgenutzt, wenn nicht gar ignoriert werden.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist folgende: Folgen wenigstens bei diesem Bischof den Worten auch Taten? In der Kommentarspalte des oben zitierten Artikels bei kath.net sehen dies einige nicht so. Sollten meine Leser darüber etwas wissen, so wäre ich für einen Kommentar dankbar, der die Situation erhellt. Ist Bischof Algermissen ein guter Hirte, oder ein weiterer Mitläufer?

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Ein Gedanke zu „Bischof Algermissen über die Liturgie

  1. Pingback: Nachtrag zu Bischof Algermissen | Kreuzfährten: Wahrheit statt Mehrheit

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