Klare Worte: Petrusbruder zur Pfarrer-Initiative

Wie scheinbar im deutschsprachigen Raum üblich, braucht es immer erst die Petrusbruderschaft oder eine andere traditionelle Priestergemeinschaft, um die wesentlichen Fragen anzusprechen. Wie aus dem hier verlinkten Artikel hervorgeht, stellt sich Pater Walthard Zimmer die ernstliche Frage, ob eine Messe, die von einem Unterzeichner des „Aufrufs zum Ungehorsam“ der österreichischen Pfarrer-Initiative gefeiert wird, überhaupt noch die notwendigen Kritieren erfüllt, um gültig zu sein. Er rät folgerichtig den Gläubigen im Zweifel diese Messen zu meiden, um nicht das Risiko eines Sakrilegs einzugehen und ein bloßes Stück Brot anzubeten und anstelle des Leibes Christi zu empfange:

Für P. Zimmer lässt die Aufforderung der „Pfarrer-Initiative“, Vorschriften zu missachten, welche eng mit der Natur des Sakramentes verbunden seien, Zweifel aufkommen, ob hier überhaupt noch die notwendige Intention bestehe, dass solche Messen auch Gültigkeit haben.

Es reicht nämlich eben nicht ein gültig geweihter katholischer Priester zu sein – die korrekte Intention muss (ebenso wie die Form) noch hinzukommen. Und diese Intention kann bei Priestern, die in wesentlichen Fragen mit der Kirche gebrochen haben, eigentlich nicht mehr als sicher angenommen werden. Vor allem, da sie „priesterlose Eucharistiefeiern“ fordern – was die Heilige Messe, das Opfer Jesu Christi, auf eine Stufe mit bloßen Wort-Gottes-Feiern stellt. Wer dies tut, der kann eigentlich nicht mehr an die Realpräsenz glauben und folgerichtig auch nicht die Absicht haben, eine solche Realpräsenz in der Messe „herbeizuführen“. Offensichtlich begreifen diese Priester die Messe als bloßen „Gottesdienst“, der prinzipiell gleichberechtigt neben anderen Formen des „Gottesdienstes“ stehen kann.

Auch seine sonstigen Einlassungen zu den Priester-Rebellen aus Österreich sind mehr als lesenswert. Insbesondere eine Äußerung ist mir ins Auge gefallen:

„Hier haben Priester gesprochen, die ganz genau wissen, was die Kirche lehrt, diese Lehre ablehnen und die daher eine andere Kirche wollen und nun offen aufrufen, gegen die Kirche Christi zu handeln und für die andere Kirche tätig zu werden“, schreibt P. Zimmer und betont, dass es völlig naiv wäre zu glaube, dass es hier um „unschuldig Irrende“ gehe, die man „mit Güte und Langmut“ gewinnen könne. Es sei auch naiv zu glauben, „Grund für diese Aktion sei eine irgendwie geartete Sorge um die Gläubigen„. Diese Aktivisten seien hingegen „sauer“ darüber, dass die Kirche immer noch nicht das tue, was sie wollen. Nun würde versucht, mit Gewalt Änderungen zu erzwingen. Maßnahmen wie die Suspendierung solcher Priester, die den Aufruf zum Ungehorsam unterschrieben haben, werden unvermeidlich sein.

(Hervorhebungen von Catocon)

Wenn man dies liest, stellt man sich die ernsthafte Frage, warum die Bischöfe von Österreich gegen den offenen Bruch mit der Kirche seitens hunderter Priester nicht mehr unternehmen. Sie sprechen, sie verurteilen (wenn es hoch kommt) in verschwommenen Worten. Aber wo bleibt die Handlung? Wie Pater Zimmer, so könnte sich auch z.B. Kardinal Schönborn äußern. Doch damit würde man sich ja in den Medien unbeliebt machen. Und das geht ja nicht, denn vielleicht würde das zum Austritt einiger Kirchensteuerchristen führen.

Wenn man sieht, wie lasch mit dem offenen, öffentlichen Aufruf zum Bruch mit Rom, mit der Kirche Christi, umgegangen wird, dann darf man sich nicht wundern, dass die Kirche in Schwierigkeiten ist. Wie soll Gott einer Kirche auch helfen, deren Hirten sich in Scharen von ihr abwenden? Und wer glaubt, das sei nur in Österreich so, der hat noch nie etwas vom „Dialogprozess“ gehört, der im Wesentlichen darin besteht, dass Modernisten umarmt und hofiert werden, damit die Popularität ihrer Ansichten in der Mainstream-Gesellschaft auf die deutsche Kirche abfärbt.

Doch Niedergang ist eine Frucht der Rebellion.

NACHTRAG: Die vollständige Einlassung des Paters Walthard Zimmer befindet sich auf der Seite der Petrusbruderschaft von Linz.

Ein Gedanke zu „Klare Worte: Petrusbruder zur Pfarrer-Initiative

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