Heiligkeit als Lösung der Kirchenkrise

Ich möchte kurz auf diesen hervorragenden Beitrag verweisen, den ich auf „Papsttreu im Pott“ gefunden habe, einem guten Blog, dessen Autor sich besonders mit der Lage im Bistum Essen beschäftigt. Der sogenannte Dialogprozess ist in ganz Deutschland im Gange – schwerfällig, bürokratisch und von einer verbandskatholischen Elite beherrscht. Wie in anderen Bistümern auch, herrscht im Rahmen der Essener Dialogsitzungen in der Regel eine Art Krawallstimmung gegen die Kirche und ihre Dogmen und Normen. Es gibt aber auch einige Gegenstimmen – krampfhaft von Medien verschwiegen und von Gremien ignoriert. Eine davon lasse ich hier zu Wort kommen, via Papsttreu im Pott: Einige (kommentarlose) Ausschnitte:

Man sollte (und kann) aber nicht so tun, als wäre die Kirche eine reine Demokratie und die Mehrheit bestimmt, was gemacht wird und was nicht. Göttliches Recht und das Naturrecht setzen uns Menschen klare Grenzen. Weil man in der Politik dagegen verstößt (Abtreibung, Euthanasie, PID etc.) und sich nicht darum schert, kann die Kirche es aber nicht genauso machen. Gott ist der Herr in seiner Kirche und nicht wir Menschen.

Ich befürchte zutiefst, dass dieser Dialogprozess noch tiefere Gräben in der Kirche unseres Landes aufreissen wird, weil man meint, man könnte alles ändern, wenn man nur eine Mehrheit dafür zusammenbekommt. Dies ist aber nicht so!!! Enttäuschung und daraus resultierende Handlungen, die der Einheit der Kirche schaden werden, sind da doch wohl vorprogrammiert, oder???

(…)

Die erste und wichtigste (weil wirkmächtigste) Reform schlage ich hier jedem einzelnen Katholiken unseres Bistums und darüber hinaus vor:
Ich bekehre mich und orientiere mich täglich immer mehr an der Offenbarung (Schrift, Überlieferung), die das Lehramt der Kirche uns vorgelegt hat. Ich gehe öfter in den Gottesdienst (sogar an Werktagen, das geht!) und empfange häufiger die Sakramente, vor allem das der Buße. Ich orientiere mein Gewissen an der vorgelegten Offenbarung und handele stets nach ihm in völliger Übereinstimmung mit meinem Glauben. So habe ich die Chance, mehr positiv von meinem Glauben auszustrahlen und meine (u.a. nichtgläubigen) Mitmenschen können an meinem Leben ablesen, wie ein Katholik glaubt, wovon er überzeugt ist und wie es sein Handeln bestimmt.
Wenn wir dies alle täten, würden wir uns wundern, wieviel sich in der Kirche positiv verändern würde. Mir hat mal ein Nichtgläubiger gesagt: „Ich kann Euch Katholiken nicht glauben! Ihr lebt wie alle anderen auch. Wo kann ich das, was Ihr zu glauben vorgebt, in Eurem Leben verwirklicht sehen, ja ablesen? Wo ist Euer gutes Beispiel?“ Ich war betroffen! Genau das ist es!
Nur das kann wahre Reform sein:
Nicht Angleichung an die Welt, sondern täglich immer mehr versuchen, Christus nachzufolgen und ihm gleichförmig zu werden! Gott gibt dazu die Gnade, wenn wir nur wollen.

(Hervorhebungen von Catocon)

Die ersten Christen in den frühen Jahrhunderten bekehrten ihre Umwelt nicht nur durch ihren Glauben – sie predigten und lehrten selbstverständlich – doch erst durch die Umsetzung ihres Glaubens konnten sie andere wirklich tiefgreifend überzeugen.

Die Lösung der Kirchenkrise? Werdet heilig!

(Jetzt habe ich doch noch etwas kommentiert…)

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