Kirchliche Kooperation mit Abtreibungsindustrie

In der unendlichen und unübersichtlichen Verflechtung hunderter undurchschaubarer Gremien, Gruppen, Verbände, Vereinigungen usw. fällt es oftmals dem nicht eingeweihten Katholiken gar nicht auf, wofür seine Kirchensteuer eingesetzt wird. (Nicht dass es den durchschnittlichen deutschen Katholiken interessieren würde, denn er ist religiös apathisch und quasi-agnostisch). Wenn man dann aber einmal genauer hinschaut, erkennt man so einiges. Zum Beispiel: Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft kooperiert laut dem unverzichtbaren Nachrichtenportal kath.net mit der Abtreibungsvereinigung „pro familia“ (obwohl natürlich die Tötung Unschuldiger gegen Geld nicht gerade „für“ Familien ist, sondern eher „gegen“ sie, aber so nennen sie sich etikettenschwindlerisch nun einmal).

Vielleicht wird diese Kooperation auf öffentlichen Protest hin in Zukunft abgebrochen – vielleicht nicht. Womöglich wird man sie einfach nur besser vertuschen und verstecken. Doch eines ist bereits jetzt klar. Es interessiert die deutschen Bischöfe nicht im Geringsten, ob Abtreibungen stattfinden, wie viele, und aus welchen Gründen. Sie haben sich über viele Jahre krampfhaft geweigert, das Ausstellen von Tötungslizenzen bei kirchlichen Schwangerschaftsberatungen sein zu lassen – mit dem Segen und der Lizenz der Kirche, dem Beratungsschein, konnten tausende Frauen „legal“ ihr ungeborenes Kind abschlachten lassen. Dieses Blut klebt an den Händen der deutschen katholischen Kirche, und vor allem an den Händen der Verantwortlichen, der Bischöfe.

Doch sie waschen sich nicht rein durch Reue und Buße, sondern machen immer weiter. Inzwischen dürfen sie keine Beratungsscheine für legale Abtreibung mehr ausstellen, also finanzieren und unterstützen sie die Abtreibungsindustrie auf anderen Wegen. Das wundert mich nicht. Ich befürchte, wir werden einsehen müssen, dass allerhöchsten Kardinal Meisner wirklich gegen Abtreibung ist – der deutsche Episkopat ist in dieser Frage entweder gleichgültig, oder insgeheim sogar für die „legale Abtreibung“. Der damalige Erzbischof Marx verweigerte Lebensschützern gar den Zutritt zu seiner Kirche, weil er sie für „rechtsextrem“ hielt! (Und wenn Marx über „Lebensschutz“ redet, dann denkt er im Wesentlichen an noch mehr Sozialstaat, mehr Geld für Familien usw., nicht an die legale Tötung von mindestens 8 Millionen Babys im Mutterleib – interessante Prioritätenfolge!)

Das ist schwer zu verkraften für einen Konvertiten, der in der Abtreibungsfrage selbst als er noch Atheist war, immer schon genauso dachte wie der Papst. Doch wir müssen leider sehen: Die deutschen Bischöfe sind in der Abtreibungsfrage gleichgültig, und das noch im BESTEN Fall. Die deutsche Bischofskonferenz ist leider praktisch vollständig im Bann einer quasi-sozialistischen, gesellschaftlich linksliberalen Clique, die sich nicht im Geringsten an schwerwiegendem Bruch der naturrechtlichen christlichen Moral, etwa im Lebensrecht oder bei Ehe und Familie, stört, solange es nur ihr gesellschaftliches Ansehen nicht beschädigt. Politischer Aktivismus mit starkem Linksdrall scheint wichtiger als die authentische Verkündigung des Glaubens, sofern man bei dem politisch korrekten halb pantheistisch-naturreligiösen Mischmasch überhaupt noch um einen erkennbar katholischen Glauben handelt.

Traurig, aber wahr. Martin Luther wäre so manchem deutschen Bischof definitiv zu katholisch. Mit Sicherheit würde er nicht den Heiligen Geist im Buddhismus suchen, wie die offiziell von der Bischofskonferenz getragene Gruppe „Renovabis“ in ihrer Pfingstnovene.

2 Gedanken zu „Kirchliche Kooperation mit Abtreibungsindustrie

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