Ein seltenes Lob für Homo-Aktivisten

Oft genug ist der katholische Blogger gezwungen, negativ über Homosexuelle und ihre Aktionen zu berichten. So war es auch beim Weltjugendtag in Madrid wieder zu unschönen Szenen gekommen, die teils sehr nahe an die Grenze zur Gewalttätigkeit herankamen, wenn sie sie nicht gar überschritten.

Doch es gibt scheinbar, wenn der Bericht von LifeSiteNews stimmt, auch noch Gegenbeispiele in der Homosexuellenszene – Menschen, die schlicht ihre Triebe und Neigungen ausleben, die sündigen wie wir alle, die sich ihrer Sünden nicht bewusst sind, wie viele von uns sicher auch, die ihre Augen vor ihren Sünden verschließen, wie viele von uns auch, die trotzdem fähig sind, Abweichler und Andersdenkende mit Respekt zu behandeln. Vielen Homosexuellenaktivisten kann man den durchaus berechtigten Vorwurf machen, ihre Forderungen, Methoden und Ziele seien strukturell totalitär, da sie Religions- und Meinungsfreiheit bedrohen. Hier nun ein Gegenbeispiel, das hervorgehoben zu werden verdient:

One of Spain’s leading homosexual organizations, the Spanish Confederation of Lesbians, Gays, Bisexuals, and Transgender People (COLEGAS), has issued a statement condemning “kiss-ins” and other forms of protest carried out by homosexuals against the pope and Catholics at the country’s recently-concluded World Youth Day.

The organization has issued a communiqué not only denouncing the protests, but has called for the “immediate dismissal” of the government’s delegate to Madrid, Dolores Carrión, for allowing the vulgar protests to take place.

The organization noted its differences with the Catholic Church on sexual morals and condoms, but added, “we cannot remain in silence in the face of the violent events against some pilgrims.”

“Whether or not we accept their message, they have come in peace and the public celebration of their faith,” added COLEGAS.

According to COLEGAS the homosexual protesters, who are “profusely subsidized by certain public administrations,” are actually “strongly and violently anticlerical and want to impose their unique way of seeing the world, where there is no liberty or space for religion, not only in the government, but in all facets of public life.”

(…)

Catholic news sources and blogs have complained that pilgrims were harassed by homosexuals and other anti-Catholic groups with foul language, epithets, “kiss-ins” and promises to “burn” the nation’s episcopal conference.

(Hervorhebungen von Catocon)

Soweit Life Site News. Die Frage bleibt allerdings noch, ob es sich nicht vielleicht um ein taktisches Manöver handeln könnte, um in den Augen der Öffentlichkeit gemäßigt zu erscheinen. Doch solange es keine Hinweise gibt, die dies nahelegen, sollten wir uns bei aller gebotenen Vorsicht nicht von dem allgemeinen Klima des Misstrauens anstecken lassen.

Daher gebührt den Kollegen von COLEGAS quer über den tiefen Graben der religiösen und sittlichen Differenzen ein Dank für diesen schönen Beitrag zu jener Kultur des gegenseitigen Respekts, an der vielen anderen Homo-Aktivisten wenig zu liegen scheint.

Auf dieser Basis ist der notwendige heftige Streit über die Sachfragen möglich.

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