Kontrastprogramm

Als Kontrastprogramm zu unserem Erzbischof Zollitsch und seinen nationalkirchlichen Sonderwegen hier ein Verweis auf die Lage in Uganda. Ein kurzer Auszug:

He also added that despite over 1,000 young men preparing for the priesthood in the country’s five seminaries last year alone, there is still a shortage of priests in many parts of the country.

Forty five percent of Uganda’s population of 33 million, he explained, is Catholic.

Etwas Mathematik: 45% von 33 Millionen sind 14,85 Millionen Katholiken in Uganda – bei über 1000 Priesteramtskandidaten sind das: 1 Seminarist auf 14850 Katholiken. Bezogen auf 25 Millionen Katholiken in Deutschland bedeutet dies theoretisch eine Zahl von 1684 Priesteramtskandidaten. Wie viele haben wir in Wirklichkeit? Auf nicht ganz eine Million Katholiken im Bistum Essen wären das etwas über 67 Seminaristen. In Wirklichkeit haben wir, wenn ich mich recht entsinne, 18.

Außerdem hat man in Uganda immer noch Priestermangel – d.h. die dortigen Gläubigen empfangen die Sakramente, gehen zur Messe, beanspruchen den Priester sozusagen ständig in seiner Kernfunktion. Welcher Kontrast!

Abschlussfrage: Wie viele Bischöfe in Uganda glauben, die Zulassung von Ehebrechern zwecks Entweihung des Allerheiligsten Sakraments sei „eine Sache der Barmherzigkeit“, wie so mancher deutsche Erzbischof?

Bescheidener Vorschlag: Alle kirchlichen Gelder aus Deutschland, die derzeit für den Dialogprozess und krampfhaften Verbandsökumenismus ausgegeben werden, sollten von der Bischofskonferenz den Priesterseminaren in Uganda und anderen afrikanischen Ländern zur Verfügung gestellt werden, die mit dem ganzen Geld etwas Sinnvolles anzufangen wissen – wie zum Beispiel ihre Kapazitäten für den Andrang an Berufenen zu erweitern.

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2 Gedanken zu „Kontrastprogramm

    • In der Tat, wk1999. Kennen Sie zufällig eine gute Schätzung, wie viele Gläubige regelmäßig die Messe bei der Petrusbruderschaft bzw. Piusbruderschaft in Deutschland besuchen? (Dann könnte man auch wieder eine schöne Vergleichsrechnung aufmachen, wie oben im Artikel zu Uganda.) Aber auch ohne solche Zahlen kann man tatsächlich sagen, dass die traditionellen Priestergemeinschaften keinen Nachwuchsmangel haben, und noch viel mehr erreichen könnten, wenn man ihnen von Diözesanseite nicht so viele Steine in den Weg legen würde – was ja auch Pater Maußen in dem Beitrag auf Gloria.tv (etwas verklausuliert) gesagt hat.

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