Erzbischof Zollitsch und die Häresie: Weitere Stimmen

Nachdem ich gestern doch für die Verhältnisse dieses Blogs ziemliches Aufsehen mit meinem Artikel über die zweifelhaften Äußerungen des Erzbischofs Zollitsch über die angebliche Barmherzigkeit der Zulassung der sogenannten „Wiederverheiratet-Geschiedenen“ zur Kommunion erregt hatte, nun zu demselben Thema noch einige andere Stimmen, die mit größerer Diplomatie einen ähnlichen Standpunkt vertreten. Insbesondere die Worte des Kardinals Meisner zur Unauflöslichkeit der Ehe verdienen es zur Kenntnis genommen zu werden. Tiberius hat sie auf seinem Blog ebenfalls schon hervorgehoben, daher zitiere ich sie hier nicht nochmal separat.

Kardinal Meisner zum Thema in einem Interview im Domradio

Nuntius Jean-Claude Périsset

Gastkommentar von Matthias Meier bei kath.net

Etwas Katechismuskunde für den Erzbischof bei Pro Spe Salutis

Wie ich gerade gesehen habe, hat auch der Predigtgärtner eine Zusammenstellung von Reaktionen – teilweise dieselben, teilweise andere – vorgenommen. Auch auf ihn sei damit verwiesen.

NACHTRAG: Dieser erhellende fachlich-theologische Kommentar fasst aus meiner Sicht in großartiger und klarer Weise die Fehler zusammen, die der Einlassung von Erzbischof Zollitsch und anderen pseudobarmherzigen Neo-Reformatoren zugrunde liegen.

Advertisements

5 Gedanken zu „Erzbischof Zollitsch und die Häresie: Weitere Stimmen

  1. Vielen Dank für diese Links, sehr erhellend. Es gibt aber auch andere Stimmen, die an Dummheit und Borniertheit kaum zu ertragen sind. Auf Kathspace habe ich versucht mich mit diesen Leuten auseinanderzusetzen, wobei einer Beiträge von mir bereits nicht zulässt. Hier die Links:

    http://kathspace.com/community/MFF/blog/reformstau-in-der-katholischen-kirche/
    http://kathspace.com/community/Verage/blog/gedanken-zum-sakrament-der-ehe/

    Ich hatte mir auch erlaubt Ihren Beitrag zu Bischof Zollitsch zur Diskussion zu stellen. Es kam nur eine, relativ differenzierte Antwort zum Thema.

    http://kathspace.com/community/kilger_1999/blog/erzbischof-robert-zollitsch-und-die-haresie/

    • wk1999, die größten Apostel der „Toleranz“ sind generell solche, die sich in ihrer Ideologie so eingemauert haben, dass sie kritische Stimmen einfach ausblenden – und daher auch kritische Beiträge von „konservativer“ (d.h. weiterhin lehramtstreuer) Seite zuweilen löschen, gar nicht erst zulassen usw. Haben sie dann die Macht, so beschränken sie sehr schnell die Meinungsfreiheit – so sind dann die Äußerung falscher historischer Meinungen, Meinungen, die scharfe Kritik an Homosexuellen oder Moslems beinhalten usw. ziemlich schnell strafbar. Gerade die „intoleranten“ Reaktionäre sind aber von der Existenz einer, und zwar genau einer, absoluten, unveränderlichen Wahrheit überzeugt – sie sind keine moralischen Relativisten. Und deshalb legen sie großen Wert auf die besten Argumente, um diese Wahrheit zu finden – lassen also auch kontroverse Debatten zu, damit alle halbwegs vernünftigen Argumente gehört werden können.
      Für den konsequenten Relativisten sind alle „Wahrheitsdebatten“ letztlich nur Manifestationen von „Machtstrukturen“, die es generell „aufzubrechen“ gilt. Toleranz abweichender Meinungen braucht sich daher nur auf solche Meinungen zu erstrecken, die dem Aufbrechen besagter „Machtstrukturen“ dienlich sind. Wahrheit steht im Dienst des „Aufbruchs“ oder der „Revolution“. Der Zweck heiligt die Mittel.
      Deshalb ist es ja auch gerade so wichtig, dass wir in dieser Zeit einen Papst haben, der nicht nur ein großer Theologe ist, sondern auch ein großer Philosoph.

  2. Volle Zustimmung. Zu alledem passt übrigens ein Paulus-Wort sehr gut. Erzbischof Zollitsch hat das anscheinend schon längst vergessen:

    2 Timotheus 4,1-5:
    „Ich beschwöre dich bei Gott …. Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne in unermüdlicher und geduldiger Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden. Du aber … verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!“

  3. Pingback: Erzbischof Zollitsch legt nach | Kreuzfährten: Wahrheit statt Mehrheit

  4. Pingback: Erzbischof Zollitsch zum Dritten… | Kreuzfährten: Wahrheit statt Mehrheit

Respondete!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s