Traditionalistische Kritiker des Papstbesuchs

Hier einige kurze Verweise auf die sehr kritische Papstberichterstattung der Traditionalisten von Rorate Caeli. Wie nicht anders zu erwarten, sehen sie in der Liturgie sowie auch manchen Punkten der päpstlichen Ansprachen zu viele Konzessionen an den Modernismus. Nicht in allen Punkten lassen sich ihre Kritiken, meines Erachtens, so ohne Weiteres als Unsinn abtun. Hier nun einige Links:

Reform of the Reform apparently put on hold

Open Thread: Papst in Deutschland (die Diskussionen in der Kommentarspalte sind nicht uninteressant)

Mein Freund ist mein…

Und noch ein extrem kritischer Artikel von David Werling auf Ars Orandi:

Why does the Pope sound like a liberal?

Ich möchte betonen, dass ich keinem der Artikel in allen Punkten zustimme, auch wenn ich in manchen Punkten die Richtung der Kritik teile. Es geht mir um ein kritisches Bild des Papstbesuchs, das nicht mit den üblichen Medienklischees angefüllt ist (ach, wie unmodern der Papst doch ist…), sondern gerade dessen Anpassung an modernistische oder liberale Strömungen bemängelt.

Nachtrag: In der Kommentarspalte bin ich auf diese Analyse (vom 26.9.2011) auf Summorum-Pontificum.de hingewiesen worden, die ein schönes (und detaillierteres) Kontrastprogramm zu den obigen allzu negativen Einschätzungen liefert.

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5 Gedanken zu „Traditionalistische Kritiker des Papstbesuchs

  1. Eine präzisere (konservativ-traditionalistische) Analyse des Papstbesuch gibt es meiner Ansicht nach bei summorum-pontificum.de, mit der Überschrift „Skandal! Der Papst bleibt katholisch“.

    • Danke für den Hinweis, wk1999. Eine tatsächlich schöne Zusammenfassung der letzten Tage, die sich nicht scheut auch auf die existierenden Probleme hinzuweisen, die in Teilen den Besuch des Heiligen Vaters hätten überschatten können, wenn Benedikt sich davon hätte beeindrucken lassen.
      Ich hatte auf die obigen Artikel auch nicht als irgendwie allein gültige traditionalistische Analyse des Besuchs verwiesen, so dass ich die von Ihnen angegebene Quelle noch hinzufügen werde.
      Catovon.

  2. Eine Sache, auf die mich der Artikel in summorum-pontificum.de hingewiesen hat war, dass die Elite unserer Politiker (Lammert, Thierse, beide Mitglied im ZdK) nicht die Demut (und Würde!) hatten, beim Heiligen Vater die Mundkommunion zu praktizieren. Ich finde das beschämend.

    • Ja, wk1999. Das war nicht einmal eine „würdevolle“ oder „ehrfürchtige“ Handkommunion – wenn es denn so etwas überhaupt gibt. Dem Heiligen Vater den Leib des Herrn praktisch aus der Hand zu reißen, das ist nicht einmal bei der normalen Handkommunion akzeptabel…

  3. Um ehrlich zu sein, ich habe es nicht gesehen. Ich war einerseits selber gleichzeitig in der Hl. Messe, andererseits hatte ich mir vorgenommen, den Papst-Besuch nur am Rande zu beobachten. Der Grund: Ich habe einen sehr ausgeprägten Hang zum „Fremdschämen“, was mir eher unangenehm ist, da ich mich ziemlich ärgere. Und so wie ich meine Landsleute kenne, würde es während des Besuchs häufig Gelegenheiten dazu geben, und so war es denn auch. Unsäglich der Exit von Herrn Ströbele im Bundestag, die unpassenden Kommentare eines Herrn Lammerts nach der Rede des Heiligen Vaters, die Gestalten am Potsdamer Platz, die Abstimmung mit Luftballons über „kritische“ Themen, usw., usw. So traurig es ist, in der Hinsicht bin ich froh, dass der Heilige Vater wieder in Rom ist. Wie tief sind wir gesunken.

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