Internet als Portal zur Christenverfolgung

Wer glaubt, dass das Internet im Allgemeinen und die modernen Kommunikationsmedien im Besonderen die Lage für Katholiken, die keine Stimme in den Mainstreammedien haben, verbessert, der mag kurzfristig noch Recht haben.

Doch wie etwa dieser Artikel zeigt, formieren sich die Feinde der Kirche mehr und mehr auch im Internet. Traditionelle christliche Inhalte werden sich in Zukunft, und müssen sich teilweise bei großen Internetunternehmungen wie Google und Facebook bereits heute, auf systematische Unterdrückung ihres Standpunktes gefasstmachen.

Langfristig wird das Internet ebenso wie alle Kommunikationsmedien ein Instrument der massenhaften Verbreitung des Zeitgeists sein, und abweichende Nischen werden nur toleriert, wenn sie wenigstens im Grundsatz mit der herrschenden Meinung vereinbar sind – was der traditionelle katholische Glaube niemals ist.

Es gibt keinen freien Informationsaustausch, sondern nur die Illusion eines solchen.

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5 Gedanken zu „Internet als Portal zur Christenverfolgung

  1. Dazu brauchte man heute nur die Tagesschau anmachen mit einem völlig einseitigen Bericht über die deutsche Bischofskonferenz mit einem kurzen Interview mit dem „Grüß-August“ Bischof Z. (man entschuldige den Begriff). Anschließend eine Auflistung der „Fehlleistungen“ des Hl.Vaters während seines Deutschland-Besuchs (keine öffentliche Entschuldigung für die Mißbrauchsopfer, Verweigerung einer weitergehenden Ökumene, usw.) und als unvermeidliche Krönung: Das Interview mit einem Vertreter von „Wir sind Kirche“. Die öffentlichen Medien in Deutschland sind gleichgeschaltet, aber in einer viel perfideren Art als die Nazis sich das je hätten ausdenken können.

    • wk1999,
      gleichgeschaltet ohne eine sichtbare Zentralinstanz, eine Art Selbstzensur. Das ist das wirklich perfide: Es gibt kein Propagandaministerium, und trotzdem nur Propaganda; keine Verschwörung gegen die Kirche, aber sehr viele verhalten sich genauso als ob sie Verschwörer wären. Niemand hat einen Plan, aber alle verhalten sich planvoll. Das ist das eigentliche Rätsel dieser Art von Selbstzensur und Propaganda in den Medien.

  2. Naja, das Internet war noch nie gerade das Eldorado für Christen, was nicht ganz unwesentlich damit zu tun haben könnte, daß die early adaptors nicht gerade zugleich die typisch christliche Zielgruppe ausmachen. Daß Apple an einem geschlossenen System arbeitet (gewissermaßen einem „Apple-Internet“) und Google (sowie Facebook) da nur deshalb etwas hinterherhinken, weil sie nicht zugleich auch Hardware in nennenswertem Umfang vertreiben, wird nicht nur von Christen, sondern auch von eben jenen early adaptors kritisch gesehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Kampf um die „Unterjochung“ des Internets unter ökonomische und Machtinteressen tobt unter der Oberfläche schon ein paar Jahre.

    • Alles richtig, Vincentius, aber die genannten Machtinteressen sind eben in besonderer Weise anti-katholisch. Ähnliches gilt auch für die politischen Kräfte, die an einer Regulierung des Internets interessiert sind – leider allerdings auch für die Gegner dieser Regulierung (z.B. Piraten usw.)

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