Frischer Wind in der Liturgie

Auf dem Blog „Frischer Wind“ findet sich ein interessanter Auszug aus einem Interview des Liturgikers Alcuin Reid. Hier ein Vorgeschmack:

„Wir müssen erneut einen Blick auf die im Gefolge des Konzils erarbeitete Liturgiereform werfen. Nicht als Anhänger irgendeiner Seite, sondern als gute Historiker, gute Theologen und gute Katholiken. Wenn es klar ist, dass wir wesentliche Elemente der liturgischen Überlieferung verloren oder solche eingeführt haben, die schaden, dann müssen wir die Aufrichtigkeit besitzen, das zuzugeben und das Erforderliche veranlassen.

 

Das hat eingesetzt mit dem Apostolischen Schreiben Sacramentum Caritatis und dem Motuproprio Summorum Pontificum sowie dem persönlichen Vorbild von Papst Benedikt XVI. bei seinen liturgischen Zelebrationen. Außerdem müssen wir mit Nächstenliebe und pastoralem Gespür vorgehen.

(…)

Den Rest gibt es, wie gesagt, beim Frischen Wind zu lesen.

Der oben hervorgehobene Abschnitt über das persönliche Vorbild Benedikt XVI. erscheint allerdings im Angesicht der fragwürdigen „Gestaltung“ der Messen bei seinem Besuch in Deutschland gerade im Moment etwas ironisch. Man sollte sich wohl an des Papstes persönlichem Vorbild orientieren, aber nur, wenn an der Planung der Messen keine anderen deutschen Bischöfe beteiligt waren…

Nähme sich jemand die Papstmessen vom Deutschlandbesuch zum Vorbild, so könnte er, verglichen mit dem heutigen Zustand der meisten deutschen Gemeindemessen eine Menge lernen, vor allem vom persönlichen Verhalten des Papstes. Doch sollte er mindestens von einer Imitation musikalischer Darbietungen, in jedem Sinn des Wortes laienhafter Einmischungen in die Liturgie, der Durchgenderung der Messdienerschaft und einigen anderen Details absehen, wenn er eine möglichst würdige Novus-Ordo-Messliturgie beabsichtigt.

Man könnte auch einfach sagen, dass der Novus Ordo umso besser und ehrfürchtiger zelebriert wird, je näher er am traditionellen Ritus ist. In diesem Fall sollte man als langfristiges Ziel allerdings eine Rückkehr zur traditionellen Messe als erstrebenswert ansehen, besonders wenn man über die ars celebrandi hinaus auch auf theologische Mehrdeutigkeiten im Novus Ordo blickt.

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2 Gedanken zu „Frischer Wind in der Liturgie

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