Tridentinische Messe: „He is going to his castle“

Wie sich regelmäßige Leser meines Blogs sicher erinnern werden, habe ich am Christkönigsfest (nach dem traditionellen Kalender) erstmals eine tridentinische Messe besucht, und meine durch theologische Vorüberlegungen hohe Meinung von dieser enorm reichen und schönen Liturgie hat sich bestätigt. Inzwischen kann ich überhaupt nicht mehr verstehen, warum man diesen Ritus so grundlegend reformieren musste. Kleinere Reformen, wie es sie im Laufe der langen Geschichte immer gegeben hat – aber doch nicht eine so gründliche Liturgiereform, die kaum noch einen Stein auf dem anderen lässt!

Ein weiterer Erlebnisbericht einer Erstteilnahme an der Tridentinischen Messe an demselben Christkönigssonntag, allerdings in englischer Sprache, findet sich auf diesem Blog.

Father Z hat den Artikel offenbar auch gefunden und einen wichtigen, etwas missverständlich formulierten Punkt deutlich gemacht, so dass auch die Lektüre seines Kommentars empfohlen sei.

Ich will an dieser Stelle unkommentiert einige kurze Auszüge aus dem Artikel präsentieren, die ich als besonders treffend empfunden habe:

As for myself, I found the Mass exceptionally beautiful. During the consecration, four altar servers knelt with lit candles. Before them were two altar servers kneeling holding the priest’s chausible. And then, before them, was the priest holding above them all, almost like at the top of a pyramid, surrounded by a cloud of incense, the consecrated Host. It was so beautiful.

(…)

There is nothing wrong with participation (…) but it makes you focus more on physically doing something rather than on praying or meditating. It is like filling your day with work and not taking any time to quiet your soul. There is nothing wrong with work; it can be very good. But without that time to quiet the soul, it becomes much harder to really enter into prayer. And constant participation makes it easier to fall into the belief that doing something is the equivalent of drawing closer to God, even if you are doing it mindlessly. All „Martha“ and no „Mary“ makes possible the illusion that „Martha“ is all that is needed, is enough, or is as good as it gets. My thoughts after such a prayerful, meditative Mass were simply that, „Participation is overrated.“

(…)

The weekend we were there happened to be the Feast of Christ the King in the old calendar. They had a life-sized statue of Christ the King which they processed on a platform. It was so beautiful. My girls loved it! It was interesting seeing their reactions to aspects of the differences in the Mass. Cecilia was especially fascinated by the priest going up to the altar each time to speak. My favorite comment had to be by Felicity though. When it came time for the homily, the priest climbed the steps up to the pulpit. (You can see the ornate, elevated pulpit in the first picture.) Felicity looked up in awe and said, „He’s going to his castle!“ Now, when was the last time anyone in your church thought it was a castle? Does your parish look like the home of a King? I know our regular parish doesn’t. Out of the mouths of babes.

Nun doch noch ein kurzer Kommentar. Was scheint aus diesem Erlebnisbericht hervor?

– Schönheit

– Die Messe als Ort der Beruhigung der Seele, des Austretens aus der Hast des Alltags

– Anteilnahme an der Messe durch alle Sinne statt krampfhaftem „Mitmachen“

Drei sehr starke Argumente gegen die moderne Mitmachmesse, und zumindest für einen sehr eng an die Tradition und ihre Liturgie angelehnten Novus Ordo, besser noch für die Tridentinische Messe.

2 Gedanken zu „Tridentinische Messe: „He is going to his castle“

    • Vielen Dank für den Link zu dem Bericht, Pater, und ein herzliches Willkommen auf meinem kleinen Blog!
      Wo Sie gerade hier sind, möchte ich Ihnen meinen tiefempfundenen Dank für die großartigen Leistungen aussprechen, die Sie und Ihre Mitbrüder von der Petrusbruderschaft für die ganze katholische Kirche, ihren unverkürzten Glauben und besonders die traditionelle Messe leisten, die einen so wichtigen Anteil an meiner eigenen Bekehrung hatte!

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