Chesterton über die Bedeutung der Familie

Kürzlich bin ich auf die folgende Passage gestoßen, während ich (mal wieder) eines der Meisterwerke eines Meisters, The Everlasting Man von G.K.Chesterton las. Auf seine unnachahmliche Weise drückt Chesterton hier wieder vieles aus, was geringere Autoren nur in angestrengter Prosa auf viele Seiten verteilt auszudrücken imstande wären. Im Anschluss eine sehr grobe Übersetzung des englischen Originaltextes aus eigener Hand.

„We can say that the family is the unit of the state; that it is the cell that makes up the formation. Round the family do indeed gather the sanctities that separate men from ants and bees. Decency is the curtain of that tent; liberty is the wall of that city; property is but the family farm; honour is but the family flag. In the practical proportions of human history, we come back to that fundamental of the father and the mother and the child.

(…)

If we are not of those who begin by invoking a divine Trinity, we must none the less invoke a human Trinity; and see that triangle repeated everywhere in the pattern of the world. For the highest event in history, to which all history looks forward and leads up, is only something that is at once the reversal and the renewal of that triangle. (…) The old Trinity was of father and mother and child and is called the human family. The new is of child and mother and father and is called the Holy Family. It is in no way altered except in being entirely reversed; just as the world which is transformed was not in the least different, except in being turned upside-down.“

— G.K. Chesterton, The Everlasting Man

Und hier eine grobe Übersetzung:

Wir können sagen, dass die Familie die Einheit des Staates ist; dass sie die Zelle ist, aus der das Gebilde besteht. Um die Familie herum sammeln sich tatsächlich die Heiligkeiten, die die Menschen von Ameisen und Bienen trennen. Anstand ist der Vorhang dieses Zeltes; Freiheit ist die Mauer dieser Stadt; Grundbesitz ist nur der Familienhof; Ehre ist nur das Familienbanner. In den praktischen Verhältnissen der Geschichte der Menschheit kommen wir auf diese Grundlage des Vaters, des Mutters und des Kindes zurück.

(…)

Wenn wir nicht zu denen gehören, die sich zu Anfang auf eine göttliche Dreifaltigkeit berufen, dann müssen wir und dennoch auf eine menschliche Dreifaltigkeit beziehen; and sehen dieses Dreieck überall im Muster der Welt wiederholt. Denn das höchste Ereignis der Geschichte, auf das alle Geschichte vorausblickt und zu dem sie hinführt, ist nur etwas, das zugleich die Umkehr und die Erneuerung dieses Dreiecks ist. (…) Die alte Dreifaltigkeit bestand aus Vater und Mutter und Kind und wird die menschliche Familie genannt. Die Neue besteht aus Kind und Mutter und Vater und wird die Heilige Familie genannt. Nichts ist verändert – nur ist es genau umgekehrt; genauso wie die transformierte Welt nicht im Geringsten anders ist, außer auf den Kopf gestellt.

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