Was ist ein Aufbruch?

Der derzeit laufende Katholikentag möchte als einen Aufbruch wagen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern gleich einen ganz neuen, zumindest wenn man seinem Motto glauben möchte. Der Heilige Vater hat in seiner Botschaft bereits einige Worte dazu verloren, wie man seines Erachtens das Wort Aufbruch verstehen muss, nämlich immer als Aufbruch in und mit der Kirche auf dem Weg, der Christus ist.

Freilich kann man das Motto des Katholikentags so interpretieren, wie der Papst es versucht. Er müht sich, wie auch sonst sehr oft, heroisch um eine kirchen- und glaubenstreue Interpretation der Formulierungen, die heute aus der Kirche kommen. Wie bei den Texten des Konzils so ist auch bei einem Motto des Katholikentags eine Interpretation, und damit eine Hermeneutik, erforderlich, damit sie in Übereinstimmung mit dem Glauben der Kirche zu verstehen sind. Denn auf den ersten Blick scheint das Wort vom „Aufbruch“ gar nicht als Motto einer sich als katholisch gebenden Veranstaltung zu passen.

Das Wort vom „neuen Aufbruch“, den man „wagen“ muss, suggeriert allerlei, aber kein konstantes Festhalten am wahren Glauben gegen alle Irrlehren, denen man ausgesetzt ist. Aufbruch ist zunächst einmal Bruch. Etwas soll „aufgebrochen“ werden, doch was? In typisch moderner Manier wird das nicht gesagt. Jeder kann sich denken, was er will und alle sind zufrieden. Der Papst imaginiert einen Aufbruch fort von der Sünde und hin zur Heiligkeit, in Einheit mit der ganzen Tradition der Kirche. Was aber versteht der durchschnittliche Besucher darunter? Was derjenige, der das Motto in den Nachrichten hört? Darauf kommt es wirklich an. Was wird der durchschnittliche Deutsche hören, wenn er mitbekommt, auf dem Katholikentag wolle man einen „neuen Aufbruch wagen“?

Er wird daran denken, dass die Verantwortlichen die Kirche modernisieren möchten, dass sie gewachsene Strukturen aufbrechen und die Kirche „demokratisieren“ wollen. Er wird glauben, da wolle jemand mit den überlieferten Dogmen aufräumen, und die Kirche von unten einführen, die sich ihren Glauben nach Gutdünken selbst ausdenkt, so wie es die EKD mit enthusiastisch ausbleibendem Erfolg seit langer Zeit vormacht.

Wenn man ohne weiter Erläuterungen vom neuen Aufbruch spricht, den man wagen möchte, dann transportiert man „Hermeneutik des Bruches“, den Wunsch eine neue Kirche zu gründen, die alles ganz anders macht als früher.

Was man transportiert ist kein Aufbruch im Sinne des Heiligen Vaters, sondern ein Abbruch.

Das sind nicht einfach leere Spekulationen. Man kann die deutsche Hierarchie tagtäglich bei diesem Zerstörungswerk beobachten. So bekräftigte Erzbischof Zollitsch vor kurzem erst wieder seine Intention, am innerkirchlichen Abbruch weiter festzuhalten und ihn nach Kräften voranzutreiben. Unbußfertige Ehebrecher im Konkubinat sollen endlich auch offiziell die Erlaubnis erhalten, dich zusätzlich zu ihren sonstigen schweren Sünden auch noch das Gericht zu essen, wenn es nach dem Willen des Erzbischofs von Freiburg geht. Und das obwohl der Kommunionempfang nur im Gnadenstande zulässig ist, also wenn man nicht in schwerer Sünde verharrt. Doch Sünde ist für den Aufbruchunternehmer der modernen Kirche ohnehin das Unwort des Jahrhunderts, also ignoriert man sie einfach und erklärt die Frage des Kommunionempfangs sogenannter „Wiederverheirateter Geschiedener“ zu einem „pastoralen“ Thema, statt nach Wegen zu suchen, wie man die schwierigen Wahrheiten verkünden kann.

Dies ist nur ein Beispiel. Der Erzbischof selbst geht natürlich nicht so weit wie seine Funktionäre, die ja kürzlich nach Priesterinnen gerufen haben und auch sonst die Kirche in Glauben und Moral komplett ab- bzw. aufbrechen wollen.

Das ist der real existierende „Aufbruch“, nämlich der Aufbruch aus dem Glauben und aus der Sittlichkeit hinein in die allgemeine Apostasie. Man könnte den Gedanken hinter dem Motto des Verbandskatholikentages also durchaus auch als „Eine neue Apostasie wagen“ umformulieren, ohne allzu viel an dem Geist zu ändern, der das Motto durchweht. Allerdings ist die Apostasie nicht neu, sondern in Deutschland schon seit einigen Jahrzehnten im Gange.

Der Papst unternimmt, wie gesagt, den heldenhaften Versuch, aus einem schrecklichen Motto noch eine gute Lehre zu ziehen, und es spricht für die geistige Kraft des Heiligen Vaters, dass ihm das sogar gelingt. Doch wir sollten uns nicht täuschen. Das, was der Papst in seinem Geleitwort zum Katholikentag gesagt hat, ist zwar richtig, aber letztlich eine groteske Verdrehung dessen, was mit dem Motto gemeint ist.

Der Papst spricht von einem Aufbruch hin zum Glauben, hin zur Kirche – gemeint ist ein Aufbruch weg vom Glauben, weg von der Wahrheit, die in der Überlieferung der Kirche zum Ausdruck kommt.

Die scheinbare Doppeldeutigkeit verbirgt mehr schlecht als recht den Geist, der hinter einem solchen Motto steht, doch die Handlungen der deutschen Kirchenfunktionäre, ob mit oder ohne Bischofsweihe, sprechen eine sehr deutliche Sprache ob der Intentionen, die mit einem solchen Motto verbunden sind.

Advertisements

16 Gedanken zu „Was ist ein Aufbruch?

  1. Wie gern würde ich in diesem Fall widersprechen, würde ich sagen, dass ist dann doch zu pessimistisch, Catocon.
    Es geht aber nicht, weil ich überzeugt bin, dass die Realität richtig geschildert ist. So erschütternd sie auch ist. Ich glaube übrigens nicht, dass der Papst sich Illusionen macht. Er tut das, was er als Oberhirte der Kirche tun kann: Er stellt dem häretischen Streben des Vorsitzenden der DBK und seinen Gefolgsleuten den Glauben unmissverständlich und eindeutig entgegen.
    Vielleicht ist meine „innere Frage“ ja naiv: Ist diesem Erzbischof nicht bewusst, dass er sich, wie wir alle, einmal vor dem Angesicht Gottes zu verantworten hat? Dass ihm dann kein theologischer Berater mehr zur Seite steht? Dass er als Bischof eine besondere Verantwortung trägt für den Glauben?
    Er ist immerhin Erzbischof der römisch-katholischen Kirche und nicht irgendeiner deutsch-katholischen Freikirche, die ihren Glauben vom Zeitgeist abhängig macht. Es scheint ihm nicht bewusst zu sein, so unglaublich das wirken mag.
    Doch er steht ja nicht allein unter seinen bischöflichen Mitbrüdern. Erzbischof Perisset, Apostolischer Nuntius in Deutschland, spricht bereits vom Schisma in Deutschland. Habe ich jedenfalls gelesen…

    • Cuppa,
      ich frage mich, wann der deutschen Bischofskonferenz eine „lehrmäßige Präambel“ vorgelegt wird, die sie unterschreiben muss, bevor sie wieder in „voller Gemeinschaft mit Rom steht“. Denn wir haben wirklich längst das faktische Schisma in einem viel größerem Ausmaß als man es der FSSPX jemals anhängen konnte.

      Doch eigentlich frage ich mich das auch wieder nicht. Ob man den katholischen Glauben hat, ist für Rom nicht mehr so bedeutsam. Der Papst hat ihn – einige der Würdenträger in der Kurie auch. Doch ob der Episkopat ihn hat ist nicht mehr so wichtig. Bis auf eine milde Verwarnung alle paar Jahre kommt da nichts, sonst könnte man die Welt ja vor den Kopf stoßen.

      Und was Erzbischof Zollitsch betrifft: Glaubst Du ernsthaft, er glaubt, es käme der Herr „zu richten die Lebenden und die Toten“? Ich kann es nicht ausschließen, aber seine Taten sprechen eine andere Sprache.

      • Catocon,
        was Erzbischof Zollitsch glaubt oder nicht ist mir ein Rätsel…
        Papst Benedikt hat die Kirche in einem fast unregierbaren Zustand von seinen Vorgängern übernommen. Die u.a. modernistischen Bischöfen fast alles durchgehen ließen, was den Unglauben anbetrifft. Die nicht gegen die Verwahrlosung der Liturgie eingriffen. Und nur d e n Erzbischof bestraften, der sich aktiv dem Verfall entgegenstellte, der gegen keine definierte Glaubenswahrheit verstieß.
        Gegen den Willen oder Widerstand der Mehrheit der Bischöfe, gut organisierter Laienfunktionäre, die bis in bischöfliche Ordinariate hineinregieren, und der Medien gibt Papst Benedikt der Tradition wieder ein Heimatrecht in der Kirche. Mir gibt das Hoffnung. Von dort wird die Erneuerung kommen. Auch wenn sie langwierig, schwierig und mühsam sein wird.

  2. Von dem Vorvorgänger des Erzbischof Zollitsch ist folgende Geschichte überliefert:
    Der Bischof Herrman Schäufele ist unbekannt, aber er war wohl ’not so amused‘ über all den nachkonziliaren Durcheinander.
    Man sagte ihm dann immer „Aber Herr Erzbischof! Die meinen es doch gut“
    Er muss dann immer im Dialekt geantwortet haben:
    „Wär ja auch schlimm, wenn sie es nicht gut meinten“
    Darin steckt ein gut Teil des Dilemas,
    Man geht davon aus, das der der Böses tut, das aus böser Absicht täte, und rumgedreht, dass die punktuelle gute Absicht sozusagen die verkehrte Tat rechtfertigen würde.
    Dabei verwechselt der der Böses tut lediglich die Kategorien, das hört sich harmlos an, aber ist in den Folgen nicht unbedingt harmlos.
    Ein harmloses Beispiel:
    Der der silberen Löffel klaut will halt silberne Löffel besitzen und sich an ihrer Schönheit freuen, das ist eine gute (sich an der Schönheit freuen) und eine neutrale (das Besitzen) Absicht.
    Böse wird das nur dadurch das er sie eben klaut.
    Würde der gleiche Mann aus den gleichen Absichten die Löffel bezahlen, wäre alles gut.

    • Ester,
      sicher, ich möchte ja gar nicht bestreiten, dass die Aufbruchunternehmer des Katholikentags nur die besten Absichten haben. Sie glauben wirklich, sie könnten Gutes tun, indem sie die Kirche durch ein neues Konstrukt zu ersetzen versuchen, das sich an die moderne Welt anpasst. Doch sie tun damit in Wahrheit nichts Gutes, und das ist alles, worauf es für die Folgen ihrer Handlungen ankommt.

  3. Im Zusammenhang mit dem Kirchentag in Mannheim wurde auch Hw. Schüller von der Pfarrerinitiative vom Spiegel interviewt. Sehr lesenswert, wenn man bedenkt, dass diese Karikatur eines katholischen Priesters gar keine Anstalten mehr macht, seine häretischen Vorstellungen zu verschleiern.

    Hier der Link dazu:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/helmut-schueller-von-aufruf-zum-ungehorsam-tritt-beim-katholikentag-auf-a-833058.html

    Ich zitiere daraus folgende Stelle:

    „SPIEGEL: Gehört dazu die Einigung von Papst und Piusbrüdern?
    Schüller: Dass zugunsten einer relativ kleinen Gruppe alles, was das 2. Vatikanische Konzil an Reformen ausgelöst hat, aufs Spiel gesetzt wird, ist wirklich beängstigend. Auch wir führen eine Dauerdebatte mit etlichen Vertretern dieser rechtskatholischen Ecke. Sie wünschen uns alles Mögliche an den Hals, vor allem aber wünschen sie, wir wären nicht Teil der Kirche. Uns geht es umgekehrt nicht so. Wir meinen, dass viele verschiedene Gruppierungen in der Kirche Platz haben können. Aber Traditionalisten dürfen nicht die Generallinie diktieren. “

    Hier ein Gegenbeispiel wie „Konzilsorganisationen“ wie z.B. das Kloster Maria Laach (bekanntes Benediktinerkloster in der Eifel, eines der Keimzellen der sogenannten Liturgiereform des VII) offen traditionalistische Strömungen in der Kirche bekämpfen. Das Trappisten-Kloster Mariawald ebenfalls in der Eifel gelegen, feiert seit einigen Jahren wieder den tridentinischen Ritus und ist damit sozusagen einer der wenigen Felsen in der Brandung im Bistum Aachen als auch und im eigenen Orden, dem ehemals wegen seiner Strenge „berüchtigten“ Trappistenorden. Das Kloster und besonders der Abt sind dadurch auch entsprechenden Anfeindungen ausgesetzt. Zuletzt wurde von Maiawald eine Initiative gestartet den Schott ins Internet zu stellen. Die Urheberrechte, liegen allerdings beim Herder-Verlag, der sich diese auch entsprechend bezahlen lässt. Als Alternative wollte man den Bomm (das Schweizer Gegenstück zum Schott) veröffentlichen. Die Urheberrechte liegen für den Bomm beim Kloster Maria Laach. Dort lehnt man, mit der Begründung, dass die Veröffentlichung des Bomm den Zielen des II. Vaticanums zuwiderlaufe, jegliche Hilfe ab. So viel zur brüderlichen Liebe gegenüber einem Kloster, das ebenfalls der Benedikt-Regel folgt.

    Das ist beileibe kein Einzelfall. Cuppa hat vollkommen Recht, es gibt einen verbissenen Widerstand gegen die Tradition bei den Bischöfen, bei vielen Klerikern und natürlich bei den Laienorganisationen und den vielen Hilfssheriffs in den Gemeinden (Pastoralreferenten, Pfarrgemeinderäte, usw.). Für mich ist es eine Frage der Zeit wenn ein Schisma offen ausbricht. Vielleicht kommt dieser Moment schneller als wir ihn erwarten.

    • wk1999,
      vielen Dank für diese Informationen und den Verweis.
      Natürlich gibt es einen verbissenen Widerstand bei den Modernisten gegen die katholische Tradition. Hier treffen zwei völlig konträre Weltsichten, ja sogar zwei gegensätzliche „Geister“ aufeinander, zwischen denen es keine inhaltliche Einigung geben kann. Pfarrer Schüller und diejenigen, die ihn faktisch nach wie vor vor den Konsequenzen seiner häretischen Tiraden schützen, werden sich aber nie ins Schisma begeben, so wie sich die Modernisten auch nie ins Schisma begeben haben. Sie sind ihrer Natur nach Unterwanderer.
      Rom hingegen ist leider (noch?) viel zu schwach, um entschlossen dagegen vorgehen zu können.

  4. Neuevangelisierung ist zum Beispiel ein Aufbruch. Ein Aufbruch der nicht stattfindet, weil ihn alle fordern, aber keiner machen will.
    Seit Jahrzehnten wid immer wieder für Deutschland, für Europa und für weiß-Gott-noch-wen eine Neuevangelisierung, ein Aufbruch in die Mission gefordert. Keiner tut was. Noch nicht einmal der Papst bei seinem Deutschlandbesuch. Der geht zu den hohen Herren im Reichstag und hält eine Vorlesung aus dem theologischen Seminar.
    Wenn er sich nur einmal, einen Nachmittag mit einer Kirchengemeinde zum Kaffee hingesetzt hätte für ein paar Stunden, hätte er mehr erfahren und mehr für den Aufbruch in die Neuevangelisierung getan, als in seiner gesamten bisherigen Amtszeit. Verpasste Chance.

    • Felix M.,
      ich weiß ja schon aus früheren Kommentaren, dass Sie Kaffeklatsch und Suppenküchen für wichtiger halten als die Verbreitung wahrer Religion und Sittenlehre, Ihr Kommentar vermag mich daher nicht mehr zu verwundern.

      • Da muss ich widersprechen, energisch!
        Der Papst hat absoluten Klartext geredet, und immer wieder mit den unmöglichsten Leuten geredet.
        Die Rede im deutschen Bundestag wurde ins Berliner Olympiastation übertragen und wie die Leute reagierten, als der Regenguss die „Großkopferten“ auf den Ehrenplätzen traf, den Plebs auf den Rängen aber verschonte, das zeigte das sie (der Plebs) Heiligen Petrus (der ja fürs Wetter zuständig ist) un dessen Nachfolger einig wussten.

  5. Pingback: Salus animarum suprema lex… | Kreuzfährten: Wahrheit statt Mehrheit

  6. Verbreitung wahrer Religion und Sittenkehren funktioniert aber anscheinend so, wie Sie sich das vorstellen und wie es die Kirche praktiziert, schlecht, um es mal beschönigend auszudrücken.
    Neuevangelisierung, das heißt auch Aufbruch, sollte auch mit Neuem, zumindest mit neuen Methoden der Evangelisierung verbunden sein, wenn sich das letzte halbe Jahrhundert herausgestellt hat, dass es so wie es gemacht wird, überhaupt nicht funktioniert.

    Es nutzt nix, drüber zu jammern, dass die Welt und ich schlecht ist und der Welt und mir Vorlesungen aus dem theologischen Seminar zu halten, oder in donnernden Predigten die Schlechtigkeit der Menschen je nach Temperament, zu bejammern oder zu verurteilen. Weder das Jammern, noch das Verurteilen bringt Mission voran.
    Was den Aufbruch in die Mission voranbringen könnte, sind Kirchenfürsten und Kirche, die Vorbilder sind und keine Idole. Aber dazu sollten sie eben wenigstens ein klein wenig von ihrer Fürstlichkeit ablegen und ein bisschen mehr Menschlichkeit zeigen. Und wo ginge das besser, als bei einem Kaffeekränzchen mit dem Papst.
    Aber der letzte Papst, der das gewagt hat, ist lange tot und die Päpste nach ihm wussten sich nicht anders zu helfen, als das Feudalsystem der absoluten Monarchie Kirche erneut zu betonieren, dass nur ja keine Veränderung zugelassen werden musste.
    Aber die Kirche hat auf veränderte Welten ja schon immer gerne völlig falsch reagiert und dabei einmal sogar den halben Laden verloren.
    Wenn jetzt wieder falsch reagiert wird, werden sie auch noch den letzten Rest des Ladens verlieren und zur obskuren Sekte schrumpfen. Schade um die Volkskirche eigentlich.

    • Felix,
      das ist ziemlich lustig. Weil nämlich die Kirche in den letzten 50 Jahren so ziemlich alles (bis auf den Glauben selbst) im Namen der pastoralen Anpassung an die Moderne („Aggiornamento“) geändert hat, um der Welt besser zu gefallen.

      Sie können schon sehr lange nicht mehr in der Kirche gewesen sein, wenn Sie wirklich glauben, da gäbe es „donnernde Predigten“ zu hören…

      Und noch was: Lieber „obskure Sekte“ als „Volkskirche der Beliebigkeit“.

      • Wenn Ihr Satz mit dem angeblichen „Aggiornamento“ wahr wäre, dann hätten Sie ein echtes Problemchen. Aber so haben Sie doch Hoffnung auf die Aufersteheung einer großartigen, mittelalterlichen Kirche, die den Menschen wieder so richtig zeigt, wo es langgeht, ob sie nun wollen oder nicht.
        Die meisten werden nicht in diese Feudalkirche wollen. Deswegen wünsche ich Ihnen viel Erlösung in Ihrer Wunschkirche, klein, aber fein und mit der Zeit immer mehr schwindendem Einfluss. Und das ist schade. Denn obskure Sekten haben wir schon genug. Eine mehr zählt da gar nicht mehr. Was wir brauchen ist eine Kirche, die auf Fragen von heute antwortet und nicht ein Verein, der Fragen aus dem vorvorigen Jahrhundert beantwortet, die sich heute niemandem mehr stellen. Deswegen nochmal: schade. Aber nicht unerträglich, so wie für Sie das gefühlte Aggiornamento.

        • Felix,
          die Frage ist doch nicht „Wie viele Mitglieder hat die Kirche?“, sondern „Lehrt sie die Wahrheit?“. Die Wahrheit ist nicht zeitabhängig.

Respondete!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s