Erste Reaktion – Papst Franz von Papen

Der neue Papst hat sich einen ganz neuen Namen gegeben – er will Franz sein. Der einzige Franz, auf den er sich nach meinem Wissen mit Recht beziehen kann, ist Franz von Papen, der bekanntlich durch sein Verhalten einer schrecklichen Verfolgung in Deutschland den Weg bereitet hat.

Wo sollen wir beginnen? Papst Franz von Papen ist Jesuit – wie hoch ist der Anteil der Christgläubigen unter den modernen Jesuiten? 1%? 5%?

Er ist Argentinier, und damit Südamerikaner – was wir von dort liturgisch und (befreiungs-)theologisch zu erwarten haben, ist vollkommen klar. Er ist auch nie als besonderer Gegner der häretischen Befreiungstheologie aufgetreten, auch wenn er sich natürlich aus wahltaktischen Gründen davon distanziert haben dürfte.

Er war Benedikts größter Gegenspieler im Konklave von 2005, und wird auch diesmal der Bannerträger und Topfavorit der Modernisten gewesen sein (er wird sich seit 2005 nicht verändert haben).

Laut Rorate Caeli hat er die Umsetzung von Summorum Pontificum gründlich blockiert, wie das ganze Bischofskollegium von Argentinien.

Alle, sämtlich alle, positiven Entwicklungen, die unter Papst Benedikt auf den Weg gebracht wurde, sind damit glatt hinfällig. Wir haben ihn endlich, den radikalmodernistischen Abbruchpapst…

… außer natürlich, er handelt als Papst ganz anders als bisher. Das kann man nie ausschließen.

Doch selbst wenn – wir müssen konstatieren, dass mindestens zwei Drittel der Rothüte im Konklave den radikalen Bruch mit der Tradition der Kirche explizit herbeizwingen wollten. Sonst ist nicht zu erklären, warum sie den Favoriten der Bruchhermeneutiker aus dem letzten Konklave diesmal gewählt haben.

Eine neue Ära der Kirchengeschichte scheint anzubrechen, und die Kirchenabbrecher der Welt können sich freuen.

Einer der Ihren sitzt nun auf dem Stuhle Petri.

Ein Triumph des Modernismus auf der ganzen Linie. Die glaubenstreuen Kardinäle konnten anscheinend nicht einmal mit der Unterstützung des Heiligen Geistes 38 Stimmen gegen Papst Franz von Papen auf die Beine stellen.

Heiliger Papst Pius X., bitte für uns.

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12 Gedanken zu „Erste Reaktion – Papst Franz von Papen

  1. Pingback: Habemus,- ähhh, was war das denn? | Exsurge Domine!

  2. Danke für diesen ächt katholischen Kommentar!

    Unter normalen Menschen gibt man einem neuen Amtsträger erst einmal Zeit, sich aus und in seinen Handlungen auszuweisen.

    Aber calumno ut intellegam ist hier ja offenbar Leitspruch.

    • „Unter normalen Menschen gibt man einem neuen Amtsträger erst einmal Zeit, sich aus und in seinen Handlungen auszuweisen.“
      Ein 76-jähriger Kardinal, der seit mehr als einem Jahrzehnt Kardinal und noch länger Erzbischof von Buenos Aires war, hat durchaus Zeit gehabt, sich durch seine Handlungen auszuweisen. Diese Handlungen dann zu zitieren und auf ihrer Basis eine, zugegebenermaßen emotionale Einschätzung vorzunehmen, zeugt nicht von „calumno“.
      Aber das können Sie gern anders sehen.

  3. Ja, der kurze erste Eindruck, den Franz gegeben hat, war nicht wirklich gut. Den Beitrag auf Rorate Cæli muss man allerdings etwas relativieren, der stimmt wohl so auch nicht. Insgesamt aber alles eher düster.

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