Freiheit oder Sozialismus?

Die Ausspruch der Grünenpolitikerin Claudia Roth, zu dem ich hier bereits geschrieben habe, hat auch auf anderen Blogs Resonanz und Diskussion gefunden. In einer dieser Diskussionen wurde die recht grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob und inwiefern Demokratie überhaupt etwas Gutes sei, oder ob ihre Auswirkungen nicht auch sehr negativ interpretiert werden könnten.

Es ist wichtig, hierbei einige Unterscheidungen zu treffen, die bei einer flüchtigen Debatte nur allzu gern unberücksichtigt bleiben, um die Teilnehmer wechselnd als „Faschisten“, „Totalitaristen“, „Reaktionäre“, „Monarchisten“, „Demokratisten“ usw. zu bezeichnen, oder eigentlich eher zu beschimpfen. Wir müssen erst einmal klären, was wir mit dem Wort „Demokratie“ überhaupt meinen. Grob gesagt lassen sich mindestens drei verschiedene Bedeutungen unterscheiden.

1. Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes und besteht darin, dass das Volk entweder direkt oder durch seine gewählten Vertreter die der politischen Sphäre zugehörigen Entscheidungen trifft. In diesem Sinn ist Demokratie einfach eine von vielen Möglichkeiten, zu solchen politischen Entscheidungen zu kommen, und ebenso legitim wie andere Formen der Entscheidungsfindung, etwa durch einen König, oder eine ungewählte Ratsversammlung. Schon Aristoteles und Platon wussten aber, dass eine so verstandene Demokratie dazu tendiert, unweise, von der Leidenschaft der Massen beeinflusste Entscheidungen zu treffen, die nur selten mit dem tatsächlichen Gemeinwohl übereinstimmen. Direkte Demokratien tendieren zusätzlich noch zur Instabilität, repräsentative Demokratien sind generell etwas stabiler, und haben durch die Wahl von Repräsentanten auch eine weitere Sicherung gegen die Ochlokratie. Demokratien dieser Art möchte ich Demokratien im eigentlichen Sinne oder einfach nur Demokratien nennen.

2. Demokratie bedeutet eine Herrschaft des Volkes im obigen Sinne, bei der das Volk jedoch durch eine sorgfältig formulierte (und selbst nicht wieder vom Volk veränderbare) Verfassung in der Ausübung seiner Macht begrenzt ist, indem legislative, exekutive und judikative Gewalt getrennt und auf unterschiedlichen Wegen legitimiert werden, um die vorhandene Macht auf möglichst viele Teilnehmer zu verteilen, und dadurch die Gefahr der Regierung durch Leidenschaften zu vermeiden. Zudem stellt eine so verstandene Demokratie durch die Verfassung bestimmte Grundrechte für ihre Bürger fest, durch die der Bürger vor dem Zugriff durch das Kollektiv / den Staat geschützt werden soll. Und schließlich wird die Machtbefugnis des so begründeten demokratischen Staates auf eine streng begrenzte Kompetenzsphäre beschränkt, so dass totalitäre Gesamtzugriffe auf das Volk, auf Minderheiten usw. nicht möglich sind. Eine Demokratie in diesem Sinne nenne ich in Anlehnung an die amerikanischen Gründerväter eine „Republik“.

3. Demokratie kann aber auch noch in einem dritten Sinn verstanden werden, nämlich dass das Volk als Ganzes, als Kollektiv, alle Entscheidungen selbst trifft. Dann stünde Demokratie nicht mehr im Gegensatz zur Monarchie, sondern im Gegensatz zur individuellen Freiheit – Herrschaft des Volkes, soweit es als Kollektiv Volk ist, gegen Herrschaft des Einzelnen. Die eigentliche Macht liegt beim Kollektiv, nicht beim Individuum oder irgendeiner kleineren Gruppe innerhalb des Volkes (wie Familie, Kirche, Unternehmen…) Diese Form der Demokratie ist generell unverträglich mit Beschränkungen der Macht des Kollektivs, weil das Kollektiv diese jederzeit zurücknehmen würde. Es handelt sich um die „totale Demokratie“, um eine radikale, ideologische Übersteigerung der Demokratie im eigentlichen Sinne. Eine solche Demokratie könnte man treffend Kollektivismus nennen, entspricht aber auch dem Demokratieverständnis der Sozialisten und Kommunisten.

Die Demokratie im eigentlichen Sinn ist moralisch neutral – ihre Bewertung hängt von den Ergebnissen, den Resultaten ab. Macht eine solche Demokratie gute Politik, ist sie gut, macht sie schlechte Politik, ist sie schlecht. Meist machen Demokratien dieses Typs aufgrund der erwähnten Probleme jedoch schlechte Politik, bringen Instabilität, Chaos und Korruption hervor, und führen entweder zum Sturz der Demokratie, oder zu ihrer faktischem Umwandlung zur Ochlokratie.

Die Republik vermeidet die Schwierigkeiten der Demokratie und ist generell sehr stabil. Machtwechsel finden durch Wahlen statt, aber es gibt auch nicht aus dem Volk stammende Legitimationen, wie etwa die Verfassung, die generell sogar über dem Willen des Volkes steht. Das Volk wird an einer totalen Herrschaft gehindert. Das beste Beispiel für eine Republik waren die frühen USA, jedoch zeigt die Geschichte auch hier, dass die Republik auf lange Sicht zu einer Demokratie im eigentlichen Sinn wird, weil Verfassungen letztlich nur Worte auf Papier sind, und Papier geduldig ist. Der Damm gegen die ochlokratischen Leidenschaften kann nicht dauerhaft halten. Somit ist die Republik, so positiv sie auch sonst zu bewerten ist, nicht ohne Schwierigkeiten und auch keine endgültige Staatsform für die Ewigkeit, wie manche zu glauben scheinen.

Der Kollektivismus oder Sozialismus ist als Staatsform vollkommen ungeeignet, weil er unfähig ist, individuelle Freiheiten und die Rechte gewachsener vermittelnder Körperschaften wie Familie, Privatunternehmen und alle anderen freiwilligen Zusammenschlüsse und ganz besonders der Kirche zu respektieren. Alle Macht geht vom Volke aus. Und zwar vom Volk als Volk, als Kollektiv. Dies ist das Demokratieverständnis einer Person, die sich zu der Aussage versteigt, es dürfe keine demokratiefreien Räume geben, wie Frau Roth dies gegenüber Bischof Zdarsa im speziellen und gegen die Kirche im allgemeinen getan hat. Wo immer noch etwas ist, das nicht nach dem Willen des Kollektivs, vertreten durch seine intellektuelle Avantgarde, geregelt und geordnet ist, kann der Kollektivist nicht ruhen, er muss kämpfen, unterwandern, zerstören, bis alles eine Wüste gleich großer, staatlich zertifizierter Käfige für alle ist.

In diesem kollektivistischen Sinn ist die Demokratie sogar der Inbegriff des Totalitarismus. Totalitarismus bedeutet totale Staatsherrschaft und ist daher durchaus kein Sondermerkmal der „rechten“ Nationalsozialisten. Das Wörtchen „Sozialisten“ ist übrigens auch hier verräterisch, denn es sagt aus, wofür diese Bewegung hinsichtlich der Demokratie stand. Für ein kollektivistisches System, in dem das Volk, vertreten durch seinen per Akklamation bestätigten Führer, alles regulierte und alles gleichschaltete. Dass ein solches System meist zu schrecklichen Verbrechen wie dem Holocaust, oder auf der anderen Seite des politischen Spektrums zu den Massenmorden Stalins und Maos führt, ist bekannt. Doch selbst wenn solche Mordtaten in dem einen oder anderen totalitaristischen System ausbleiben, ändert dies nichts an der fundamentalen Verwerflichkeit dieses Systems.

Die Soziallehre der Kirche hat immer daran festgehalten, dass die Freiheit der vermittelnden Gemeinschaften, besonders der Kirche, und direkt danach der Familie, aber auch die Freiheit von Eigentümern und Unternehmern, ganz wichtig für eine gerechte Ordnung der staatlichen Gemeinschaft ist. Diese Ordnung war in der Vergangenheit in christlichen Staaten meist monarchistisch, wobei das Wort irreführend ist, denn es herrscht im Staate zwar nur einer, aber dieser eine muss sich trotzdem mit einem oft widerspenstigen Adel auseinandersetzen, und seine Machtmittel waren historisch gesehen meist so gering, dass er wenig bewirken konnte. Ein Totalitarismus ist das jedenfalls nicht.

Doch auch wenn in der Vergangenheit meist monarchisch regiert wurde, ist eine demokratische Staatsform jederzeit legitim und akzeptabel, solange es sich um eine Republik im oben definierten Sinne handelt. Auch eine eigentliche Demokratie wäre akzeptabel, aber aufgrund ihrer Instabilität meist nicht wünschenswert. Grundsätzlich muss die kirchliche Soziallehre aber den Kollektivismus ablehnen, und hat dies immer wieder ausdrücklich getan. Diese Ablehnung ist eine Ablehnung aus Prinzip, eine Ablehnung, die völlig unabhängig von den Umständen ist. Dass das Volk durch Wahlen einige Dinge selbst entscheidet, ist akzeptabel und durchaus sinnvoll. Dass das Volk als Kollektiv alle Macht haben soll, oder doch zumindest alle Macht ohne Beschränkungen von ihm ausgehen soll, ist nicht nur sinnlos, sondern auch inakzeptabel.

Das Problem an Frau Roths Äußerung ist nicht ihr Einsatz für Demokratie, sondern ihr Einsatz für eine kollektivistische oder sozialistische Demokratie, in der das Volk, vertreten durch seine Führer, über alle Macht verfügt, und daher individuelle Personen, kleinere Gebietskörperschaften wie Städte, Landkreise, Bundesstaaten, und gebietslose unabhängige Körperschaften wie Kirche, Familien, Privatunternehmen, letztlich auch Gewerkschaften, vollkommen entmachtet und unter die Knute des Kollektivs gezwungen werden. Eine solche Demokratie ist nicht nur antichristlich, antikatholisch und antikirchlich, sondern auch noch antiliberal und antifreiheitlich.

Es lohnt sich daher, einen alten Slogan wieder hervorzukramen. Wir wissen, dass Frau Roth kein Interesse am Wohlergehen der Kirche hat und mit christlichen Argumenten hinsichtlich der monarchischen Führung der Kirche nicht wird überzeugen lassen. Doch sie bekennt sich immer wieder zur Freiheit. Frau Roth muss sich fragen lassen, was sie denn nun will: Freiheit oder Sozialismus.

Die totale Demokratie als grüner Antiliberalismus

Bischof Zdarsa, der nach wie vor den Maulkorb gegen den kirchentreuen Pfarrer Oblinger  (hier seine Kolumnen bei der Jungen Freiheit) nicht aufgehoben hat, erfährt gerade, wie weit es mit der Loyalität der Säkularisten her ist, selbst wenn man ihnen in manchem durchaus entgegenkommt. Selbst wenn man katholische Pfarrer mundtot macht, die nur den Glauben der Kirche und scharfsinnige Analysen in einem konservativen Wochenblatt veröffentlicht haben, ist man noch längst kein angesehenes Mitglied der modernden Modernen.

Wenn man aus der Reihe tanzt, beginnt der Spießrutenlauf. Vielleicht wird der Bischof in Zukunft wissen, wer auf seine Seite ist, und wer eben nicht. Zu wünschen wäre es dem ganzen Bistum Augsburg.

Wie kath.net berichtet, ist nämlich der hochwürdige Bischof Zdarsa des Verrats an der totalen Demokratie schuldig, die im Moment alle zeitgeistigen Menschen dringend herbeizwingen wollen. Dort wird der Bischof zitiert:

„Kirche ist keine Demokratie. Das ist leider ein Missverständnis. Sondern wir sind ausgerichtet auf Christus. Jeder hat seine Aufgabe, seinen Dienst, und den darf er nicht durchführen aus Selbstherrlichkeit oder Machtbewusstsein, sondern im Dienst an Christus und den Gläubigen.“

An diesen Worten ist nichts auszusetzen – weder vom Standpunkt eines Katholiken noch vom Standpunkt eines liberalen Demokraten, der die selbst propagierte „Religionsfreiheit“ ernst nimmt. Die Kirche kann sich aus dieser Sicht so organisieren wie sie will, und da ja Kirche und Staat im Liberalismus strikt getrennt sein sollen, hat der Staat der Kirche nicht in ihre inneren Strukturen hereinzureden. Wenn die Kirche und der Staat getrennt sind, dann gehört der Staat nicht zur Kirche – aber die Kirche auch nicht zum Staat. Und also kann man eine demokratische Staatsordnung durchaus für wünschenswert halten – und trotzdem für die Kirche eine andere Struktur befürworten.

Genau das tut Bischof Zdarsa. Er ist kein Antidemokrat im Staate, aber gegen Demokratie in der Kirche. Denn die Kirche hat einen König, und den abzusetzen sind wir nicht befugt. Jesus Christus ist das Haupt der Kirche, und er hat einen irdischen Stellvertreter, den Papst, eingesetzt, dem damit die Vollmacht der Herrschaft zukommt. Die Unterordnung unter den König Christus ist damit fundamental für die Kirche, und ein Staat, der sich Religionsfreiheit und Liberalismus auf die Fahnen schreibt, sollte die Fähigkeit besitzen, dies zu respektieren.

Doch das ist immer weniger der Fall. Denn Claudia Roth möchte keine Religionsfreiheit und keine Trennung von Staat und Kirche, sondern eine Staatskirche. Sie kritisiert laut kath.net den Bischof:

„Wir wollen keine demokratiefreien Räume in unserer Gesellschaft.“ Als Teil einer demokratischen Gesellschaft müsse die Kirche deren Kern widerspiegeln.

Man lasse sich dieses antiliberale, freiheitsfeindliche, geradezu inquisitorisch-mittelalterliche Staatsverständnis nur einmal auf der gespaltenen Zunge zergehen. „Wir“, Königin Claudia I:, „wollen keine demokratiefreien Räume“. Alles hat sich nach „unserer“ Präferenz zu richten, weil „wir“, Königin Claudia I. ganz demokratisch der Staat sind. Die Sonnenkönigin gesteht der Kirche gnädig – dank sei ihrer durchlauchtigsten Majestät – zu noch ein „Teil einer demokratischen Gesellschaft“ zu sein, aber nur, wenn sie „deren Kern“ widerspiegelt. Also wenn sie sich nicht von der breiteren Gesellschaft unterscheidet.

Solange alle Institutionen nach dem Bilde der totalen Demokratie erschaffene Abziehbilder des demokratischen Staates, also Klone der Krone ihrer durchlauchtigsten Majestät sind, dürfen sie weiterexistieren.

Ungesagt bleibt, was geschieht, wenn sich die Gallier gegen diesen Gleichschaltungsimpuls wehren sollten.

Kardinal George hatte recht: Er wird im Bett sterben, sein Nachfolger im Gefängnis. Wenn die deutschen Katholiken nicht bald die Kurve kriegen, wird es Bischof Zdarsa ähnlich ergehen, und da kann er noch so viele Besänftigungsgesten an die Modernisierer schicken. Denn es geht ums Ganze, um den ganzen, zusammenhängenden Glauben, der per Salamitaktik amputiert werden soll. Und wer nicht für den Glauben ist, der ist gegen ihn. Und wer nicht für die totale Demokratie ist, der ist gegen sie.

Am Ende wird man sich entscheiden müssen. Der Liberalismus ist nur eine Übergangsphase. Kirche und Staat sind nun einmal ihrer Natur nach verschieden, haben unterschiedliche Aufgabenbereiche, die aber nicht vollkommen getrennt werden können. Und wenn es zum unausweichlihen Konfikt kommt, muss man entweder zusammenarbeiten, oder einander bekämpfen. Wenn der Staat bei einer Zusammenarbeit unter den Vorzeichen der liberalen Trennung von Kirche und Staat aber nicht die Autonomie der Kirche ebenso respektiert wie er es umgekehrt von der Kirche verlangt, greift der Staat einfach nach der Macht über die Kirche.

Bischof Zdarsa sollte mal privat mit den Anglikanern reden, die jetzt gerade zur Kirche zurückkehren, und aus dem brennenden Haus des Anglikanismus dank Anglicanorum Coetibus zu entkommen versuchen. Die werden ihm schon sagen, wie wunderbar die Eingliederung der Kirche in den totalen Staat ist.

Und sich dann überlegen, wie er handeln würde, wenn die Avantgarde der antikatholischen Revolution den logischen nächsten Schritt tut und ihre Rhetorik umzusetzen versucht.

Blasphemie, Stinkbomben und Robespierre

Unter dem Titel „The protesters were very young, very angry and very well dressed“ („Die Protestierenden waren sehr jung, sehr wütend und sehr gut angezogen“) berichtet Father Z über einen Protest gegen eine der typischen „provozierenden“, „avantgardistischen“ Ideen des langweiligsten, ideenlosesten künstlerischen Establishments seit Erfindung des Wagenrades.

Es ging um ein Theaterstück, in dessen Verlauf ein großes Portrait Jesu Christi mit Exkrementen beschmiert wurde, vermutlich um die große Liebe aller Beteiligten zur künstlerischen Freiheit auszudrücken.

Die Protestierenden waren nicht nur „sehr jung, sehr wütend und sehr gut angezogen“, und protestierten gegen „Christianophobie“, sondern sie setzten auch Stinkbomben ein, die wohl weniger Gestank absonderten als das Theaterstück selbst… Natürlich ist es nicht der richtige Weg, Stinkbomben ins Publikum eines gotteslästerlichen Theaterstücks zu werfen – aber passend ist es schon, oder? Der Protest war von einigen christlichen Gruppen in Frankreich organisiert worden, darunter das „Institut Civitas“, die wie erwartet von den Medien als „rechtsextrem“ und „fundamentalistisch“ bezeichnet worden sind.

Hier die Bewertung von Father Z:

You know that something has gone dreadfully wrong when young people are defending the image of Our Lord from desecration and their bishops seem to prefer to stand back and defend free speech. („Man weiß, dass etwas schrecklich falsch gelaufen ist, wenn junge Menschen das Bild Unseres Herrn vor Entweihung schützen und ihre Bischöfe es vorzuziehen scheinen, sich zurückzuhalten und die Meinungsfreiheit zu verteidigen.“)

Doch da ist noch mehr: Die Bischöfe haben sich nicht wirklich zurückgehalten, sondern sich ausdrücklich von der Protestaktion distanziert. Das wäre ja vielleicht noch verständlich, wenn man die Methoden des Protests, wie das Werfen von Stinkbomben, ablehnt. Doch das Argument der französischen Bischöfe gegen den Protest war nicht, dass sie falsche oder verwerfliche Methoden angewandt hätten, sondern dass die Kirche „weder fundamentalistisch, oder obskurantistisch, also gegen die Aufklärung“ sei.

Interessant zu erfahren. Fundamentalistisch ist die Kirche natürlich nicht. Obskurantistisch auch nicht – aber dass man in der französischen Bischofskonferenz neuerdings Anhänglichkeit an die Aufklärung, und damit an die Werte von 1789, zum Prüfstein für die moralische Bewertung einer Haltung oder Handlung macht, ist irgendwie bezeichnend. Es zeigt uns, dass ein Kardinal (ich meine, es wäre Suenens gewesen) nicht so ganz im Unrecht war, als er davon sprach, das letzte Konzil sei das „1789“ der Kirche, also das Jahr der Französischen Revolution und des ideologischen Liberalismus, gewesen.

Es ist nicht bekannt, ob der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz Robespierre heißt, und er hat auch definitiv nicht so viel Elan und Überzeugungskraft, dafür viel mehr Apathie als dieser, aber was die Weltanschauung betrifft liegen sie nicht allzu weit auseinander, wie es scheint.

Der Liberalismus mit allem was er impliziert ist allerdings von den Päpsten nie allzu positiv beurteilt worden.Ich schließe mit den Worten eines Papstes:

(23) (…) Es ist in der Ordnung, dass durch die Autorität der Gesetze auch die Irrtümer eines ausschweifenden Geistes, die das unerfahrene Volk geradezu vergewaltigen, ebenso kräftig unterdrückt werden, wie die mit offener Gewalt an den Schwächeren verübten Ungerechtigkeiten. Und dies umso mehr, da sich der weitaus größere Teil des Volkes vor diesen Scheingründen und verfänglichen Trugschlüssen, namentlich wenn sie der Leidenschaft schmeicheln, gar nicht oder doch nur sehr scher zu schützen vermag. Wird unbeschränkte Rede- und Pressefreiheit gestattet, so bleibt nicht[s] mehr heilig und unverletzt; es werden selbst die höchsten und sichersten Urteile unserer natürlichen Vernunft nicht verschont bleiben, trotzdem sie doch das gemeinsame und kostbarste Erbgut des Menschengeschlechtes bilden. Wenn so allmählich die Wahrheit verdunkelt worden ist, gewinnen leicht vielfache und verderbliche Irrtümer die Oberhand. Die Zügellosigkeit wird dabei gerade so viel gewinnen, als die Freiheit Schaden leiden muss; die Freiheit ist eben um so größer und um so gesicherter, je festere Zügel der Zuchtlosigkeit angelegt werden.

Über Fragen, in welchen Gott oder die Kirche kein letztes Wort gesprochen hat, welche Gott der freien Aussprache überlassen hat, kann jeder denken, was er will. Was er für recht hält, mag er auch aussprechen, das ist nicht von der Natur verboten, denn diese Freiheit verleitet niemals die Menschen zur Unterdrückung der Wahrheit, vielmehr verhilft sie uns oft dazu, die Wahrheit zu finden und ans Licht zu ziehen.

(…)

42 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es niemals erlaubt ist, die Gedankenfreiheit, Pressefreiheit, Lehrfreiheit, sowie unterschiedslose Religionsfreiheit zu fordern, zu verteidigen, oder zu gewähren, als seien dies ebenso viele Rechte, welche die Natur dem Menschen verliehen habe. Hätte die Natur diese Rechte verliehen, so wäre es erlaubt, Gottes Oberherrlichkeit zu bestreiten, und der menschlichen Freiheit könnten durch kein Gesetz Schranken gezogen werden. – Ebenso folgt aus dem Gesagten, dass jene Freiheiten, wenn vernünftige Gründe vorhanden sind, geduldet werden können, unter der Bedingung, dass sie nicht schrankenlos sind, auch dass sie nicht in Zügellosigkeit und Frechheit ausarten. Wo aber diese Freiheiten eingeführt sind, da sollen die Bürger sie nur Benutzen, um recht zu handeln und darüber denken, was die Kirche darüber denkt. Jede Freiheit kann nur insoweit als eine rechtmäßige betrachtet werden, als sie eine größere Möglichkeit zum sittlichen handeln bietet; sonst nie.

Soweit Papst Leo XIII. in der Enzyklika „Libertas Praestantissimum“ über die Irrtümer des Liberalismus.

Ich bitte Gott um Gnade und Milde für die blasphemischen Künstler, die für die Besudelung des Angesichts des Herrn verantwortlich sind, „denn sie wissen nicht was sie tun“, und fordere hiermit meine Leser auf, dasselbe zu tun.

P.S. Bei Father Z gibt es auch eine Umfrage unter den Lesern zum Thema. Er hat bestimmt nichts gegen eine rege Teilnahme…

Fortschritt

Ein sichtbares Zeichen des immerwährenden Kampfes für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit auf Erden.

Quelle: Andrea Tornielli

Von den Unruhen in Rom werden die meisten Leser schon gehört haben.

Denn Ihr wisst wohl, Ehrwürdige Brüder, dass der erbitterte Kampf, der zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts von den Neuerern gegen den katholischen Glauben begonnen wurde und der bis zum heutigen Tag immer heftiger wurde, darauf abzielt, jede Offenbarung abzuweisen und jede übernatürliche Ordnung zu zerstören, um allein den Erfindungen der Vernunft oder vielmehr ihren Verirrungen Eingang zu verschaffen. Dieser Irrtum, der mit Unrecht seinen Namen von der Vernunft herleitet, hat wie von selbst nicht nur die Gemüter sehr vieler Menschen, sondern auch die bürgerliche Gesellschaft weithin durchdrungen, da er dem natürlichen Geltungstrieb der Menschen schmeichelt und den Begierden jeder Art die Zügel schießen lässt. Daher wurden mit einer neuen und selbst für Heiden unerhörten Gottlosigkeit neue Staatswesen gegründet ohne jede Rücksicht auf Gott und die von ihm gesetzte Ordnung; die öffentliche Autorität, so wird unaufhörlich erklärt, habe weder ihren Ursprung noch ihre Majestät noch ihre Befehlsgewalt von Gott, sondern von der Volksmenge, welche, da sie sich jeder göttlichen Satzung ledig wähnte, nur jenen Gesetzen zu unterstehen sich herbeiließ, die sie selbst nach Gutdünken gegeben hatte. – Nachdem man die übernatürlichen Glaubenswahrheiten als vernunftwidrig bekämpft und verworfen hat, versucht man den Urheber und Erlöser des Menschengeschlechts selbst allmählich aus den Universitäten, Lyzeen, Gymnasien und aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. – Da man endlich die Belohnungen und Strafen des ewigen Lebens vergessen hat, so beschränkt sich das glühende Verlangen nach Glück auf den Bereich dieses irdischen Lebens. – Da nun diese Lehre überallhin verbreitet wurde und allenthalben diese so große Zügellosigkeit im Denken und Handeln ins Leben eindrang, ist es nicht zu verwundern, dass Leute aus dem niedersten Stande, ihrer ärmlichen Wohnung oder Werkstätte überdrüssig, über die Paläste und Güter der Reichen herzufallen verlangen; ebenso ist es nicht zu verwundern, dass im öffentlichen und privaten Leben keine Sicherheit mehr besteht und das Menschengeschlecht bereits fast am äußersten Verderben angelangt ist.

— Papst Leo XIII. (Quod Apostolici Muneris, 1878)

Fr. Zuhlsdorf über Priesterinnen per Gericht

Fr. John Zuhlsdorf, im Internet bekannt als Father Z, hat einen interessanten Artikel zu einem Thema, über das ich kürzlich ebenfalls geschrieben habe.

Es geht derzeit um die USA, wo ein Fall verhandelt wird, der den Weg für eine Klage wegen „Diskriminierung“ katholischer Frauen, die Priester werden wollen, ebnen könnte. Doch was in den USA bald vielleicht möglich ist, wird auch von den nicht gerade kirchenfreundlichen Europäern begierig aufgenommen werden.

Die neue Verfolgung wird kommen, wenn wir (jeder für sich, aber auch als Kirche und als Gesellschaft) nicht umkehren.

Katholische „Priesterinnen“ per Gericht?

Ein interessanter und besorgniserregender Fall, (Link: CNA) der derzeit vom dem amerikanischen Supreme Court verhandelt wird, hat während der mündlichen Verhandlung zu einer Debatte darüber geführt, ob der Staat die katholische Kirche zwingen könne, auch weibliche Priester zuzulassen.

Hier einige Auszüge: (Alle Hervorhebungen von mir; meine Kommentare in rot)

“The belief of the Catholic Church that priests should be male only – you do defer to that, even if the Lutherans say, look, our dispute resolution belief is just as important to a Lutheran as the all-male clergy is to a Catholic?” asked Chief Justice John Roberts, questioning Leodra Kruger, the U.S. solicitor general’s assistant who represented the Equal Opportunity Employment Commission.

“Yes,” Kruger responded. “But that’s because the balance of relative public and private interests is different in each case.” (Kein kategorischer Unterschied, sondern nur eine Sache der Balance. Doch „Balance“ ist relativ und kann sich ändern.)

“Do you believe, Miss Kruger, that a church has a right that’s grounded in the Free Exercise Clause and/or the Establishment Clause to institutional autonomy with respect to its employees?” asked Justice Elena Kagan.

We don’t see that line of church autonomy principles in the religion clause jurisprudence as such,” the federal government’s attorney replied. (Keine „institutionelle Autonomie“ hinsichtlich der Auswahl ihrer Mitarbeiter – aber was sind katholische Priester, aus der Sicht des säkularen Staates, wenn nicht „Mitarbeiter“, die die Kirche einstellt, bezahlt usw.?)

Kruger also said the ministerial exception to discrimination laws was not simply a part of the First Amendment’s guarantee of the “free exercise of religion.”

Justice Scalia then pressed Kruger on the difference between ordinary “associations” – subject to a range of anti-discrimination laws – and religious ones.

“There is nothing in the Constitution that explicitly prohibits the government from mucking around in a labor organization,” said Justice Scalia, “but there, black on white in the text of the Constitution are special protections for religion. And you say that makes no difference?”

(…)

“We think that that is a rule that is insufficiently attentive to the relative public and private interests at stake,” she said, citing “interests that this Court has repeatedly recognized are important in determining freedom of association claims.”

It was then that Breyer sprung the question of whether a woman might sue over her exclusion from the Catholic priesthood, on the same basis that Perich was suing over a religiously-grounded termination.

Kruger said the two situations were different – not categorically, (kein kategorischer Unterschied! Nur eine Sache der „Balance“.) but rather because “the private and public interests are very different in the two scenarios.” (Ja, aber das öffentliche Interesse kann sich ändern. Es gab Zeiten, da hätte niemand gedacht, es könne ein „öffentliches Interesse“ an der Umerziehung von Kindern zu Sklaven ihrer Sexualtriebe geben, doch heute ist dies allgemein akzeptiert und sogar obligatorisch.)

“The government’s general interest in eradicating discrimination in the workplace is simply not sufficient to justify changing the way that the Catholic Church chooses its priests, based on gender roles that are rooted in religious doctrine,” she said. (Hier haben wir ein Problem. Diskriminierung am Arbeitsplatz ist notwendig, richtig, und keine Gesellschaft könnte ohne sie funktionieren. Das Problem ist, dass der Unterschied zwischen normaler Unterscheidung (unterscheiden = lat. discriminare) und „ungerechter“ Diskriminierung nicht mehr wahrgenommen wird. Es ist KEINE ungerechte Diskriminierung, wenn man etwa einen Familienvater einstellt, und nicht die gleich oder besser qualifizierte unverheiratete Person – aber es IST ungerechte Diskriminierung, wenn man einen Schwarzen bloß wegen seiner Hautfarbe nicht einstellt. Im ersteren Fall gibt es einen gerechten Grund für die Unterscheidung, im zweiten Fall nicht. Solange dieser wesentliche Unterschied nicht anerkannt wird, sind alle „Argumente“, die in der Verhandlung vorgebracht worden sind, schlicht nur Scheinargumente. Wenn „Diskriminierung am Arbeitsplatz“ als Solche falsch ist – nun, die Kirche ist auch ein Arbeitsplatz, die Messe eine Arbeit, und der Priester ein Arbeiter. Also…)

(…)

She said the government’s interest in regulating Hosanna-Tabor’s hiring and firing “extends … beyond the fact that this is a retaliation, to the fact that this is not a church operating internally to promulgate and express religious belief.”

“It is a church that has decided to open its doors to the public to provide the socially beneficial service of educating children for a fee, in compliance with state compulsory education laws,” she said, drawing a sharp distinction between churches and religious ministries. (Auch hier wieder eine Scheindistinktion. Auch das katholische Priestertum ist nicht Ausdruck einer „intern operierenden Kirche, die religiösen Glauben ausdrückt“. Auch die katholischen Priester öffnen die Türe ihrer Kirchen der Öffentlichkeit, und durch die vielfältigen sozialen Dienstleistungen, an denen Priester beteiligt sind, leisten sie der weiteren Öffentlichkeit sogar einen Dienst. Auch hier gibt es wieder keinen Grund, warum unter den in Zukunft zur Verfolgung aufgrund mangelndem Duckmäusertum gegenüber der christenfeindlichen Gleichmacherei der Staatsgewalt zur Verfolgung ausersehenen christlichen Gruppen nicht auch katholische Priester sein sollten.)

Derzeit, so war das Ergebnis dieser Debatte, sieht man keinen Grund für einen solchen Eingriff, weil das „Balance von öffentlichen und privaten Interessen“ im Fall katholischer Priester anders liege, als in dem Fall, um den es in dem verlinkten Artikel geht. Doch im Prinzip scheit es keinen Grund zu geben, der einen solchen Eingriff verböte, wenn man den vor dem Supreme Court vorgebrachten Argumenten folgt.

Nachdem Irland schon einen Angriff auf das Beichtgeheimnis durchführt, und katholische Institutionen schließen müssen, weil sie nicht bereit sind, Kinder in „verheiratete“ Homo-Paare zu vermitteln, könnte es also bald soweit sein, dass die Kirche, da sie nun einmal keine Priesterinnen weihen kann, in den Untergrund zu gehen verpflichtet ist, um die Integrität ihres Priestertums zu schützen.

In den USA sind die Schutzbestimmungen für staatliche Eingriffe in die Religionsfreiheit besonders stark, aber selbst dort sind sie so aufgeweicht worden, dass das oben beschriebene Szenario so unplausibel gar nicht mehr erscheint. Und wenn in den USA, warum dann nicht hier?

Die Frage, die ich mir stelle, ist Folgende: Wenn es soweit kommen sollte, wie viele Bischöfe in Deutschland wären dann entschlossen katholisch und verweigerten der Hand, die sie füttert, die geforderte Priesterinnenquote?

Internet als Portal zur Christenverfolgung

Wer glaubt, dass das Internet im Allgemeinen und die modernen Kommunikationsmedien im Besonderen die Lage für Katholiken, die keine Stimme in den Mainstreammedien haben, verbessert, der mag kurzfristig noch Recht haben.

Doch wie etwa dieser Artikel zeigt, formieren sich die Feinde der Kirche mehr und mehr auch im Internet. Traditionelle christliche Inhalte werden sich in Zukunft, und müssen sich teilweise bei großen Internetunternehmungen wie Google und Facebook bereits heute, auf systematische Unterdrückung ihres Standpunktes gefasstmachen.

Langfristig wird das Internet ebenso wie alle Kommunikationsmedien ein Instrument der massenhaften Verbreitung des Zeitgeists sein, und abweichende Nischen werden nur toleriert, wenn sie wenigstens im Grundsatz mit der herrschenden Meinung vereinbar sind – was der traditionelle katholische Glaube niemals ist.

Es gibt keinen freien Informationsaustausch, sondern nur die Illusion eines solchen.

Kinder als Straftat

In China ist es schon soweit – wer dort mehr als ein Kind in die Welt setzt, der bekommt es mit dem Staat zu tun, denn mehrere Kinder zu haben ist dort illegal.

Ein indischer Bundesstaat, Kerala, scheint jetzt nachziehen zu wollen. Mehr als zwei Kinder sollen, in diesem Fall, nicht mehr zulässig sein. Schließlich hat man sonst ja zu viele Esser. Mehr noch: Es wäre religiösen Organisationen (also etwa der katholischen Kirche) verboten, Paaren von der Verwendung künstlicher Verhütungsmethoden abzuraten. So schreibt etwa LifeNews:

The Kerala Women’s Code Bill would impose a fine of 10,000 rupees (US$200) or three months in jail for couples having more than two children, and bar such couples from receiving social benefits from the government. The law, which is being drafted by a committee headed by former Supreme Court Justice V. R. Krishna Iyer, would also bar religious and political organizations from discouraging the use of contraceptives and other “family planning” measures.

 

Diese „other family planning measures“ werden sich wohl, wie in der Sprache der internationalen Organisationen schon länger üblich, auch auf Abtreibung beziehen.

Hier bietet sich den muslimischen und christlichen Minderheiten im indischen Bundesstaat Kerala die Chance, gemeinsam gegen diesen schrecklichen Eingriff in Elternrechte und letztlich wohl auch das Lebensrecht der Kinder zu protestieren. Glücklicherweise scheint dies auch zu geschehen. Wie erfolgreich der Kampf gegen das lebensfeindliche Gesetz sein wird, ist noch nicht absehbar.

Man täusche sich allerdings nicht: Solche Gesetze mögen in Westeuropa derzeit noch nicht existieren, aber hinter dem Deckmantel der „Sorge“ um Klima und Umwelt, garniert mit sorgfältig ausgestreuter Status- und Wohlstandsangst vor Überbevölkerung sind ähnliche Gedanken auch in Westeuropa auf dem Vormarsch.

Indien mag weit weg erscheinen, aber die hinter dem Gesetz stehende Ideologie der Kultur des Todes ist in Europa auch sehr weit verbreitet, und wird in den kommenden Jahren, sofern kein Wunder geschieht, immer mächtiger werden.

Bereits heute sind Familien mit vielen Kindern in Deutschland – selbst unter Katholiken – eine absolute Seltenheit. „Wir haben eine kinderreiche Familie.“ – „Was? Ihr habt mehr als ein Kind?“. Das ist die Mentalität in Deutschland. Ein Kind, okay. Zwei? Auch noch akzeptabel. Drei? Was habt Ihr Euch nur dabei gedacht? Vier oder mehr? Unverantwortlich!

Eine solche Mentalität bringt im Laufe der Zeit auch entsprechende Gesetze hervor. Anreize gegen Kinder gibt es genug, schon heute. Wann folgen die Gesetze? Es kann nicht mehr lange dauern.

In Indien ist es schon soweit. Beten wir alle für den Erfolg der Proteste gegen dieses kinderfeindliche, familienfeindliche, lebensfeindliche und letztlich auch christenfeindliche, ungerechte Machwerk von einem Gesetz? Ich werde es jedenfalls tun.

Pädophilie: Bloß eine alternative Sexualneigung

… das folgt zumindest logisch aus diesen Worten einer Wahlkreiskandidatin der Linkspartei in Berlin. Einige Zitate:

Ich lehne Scham als Konzept grundsätzlich ab. Sie wird Menschen anerzogen, um sich schlecht und schuldig zu fühlen. Doch kein Mensch ist schuldig, weil er nackt ist oder Sexualität ausleben möchte. Die systematische Unterdrückung kindlicher Nacktheit und Sexualität und völlig unnötige Anerziehung von Schamgefühlen ist eine extreme Menschenrechtsverletzung, die den Kindern in unserer Gesellschaft von klein auf angetan wird“

(Wenn es eine Menschenrechtsverletzung ist, Kinder nicht frühzeitig zu sexualisieren, müssen dann nicht alle gläubigen Katholiken sofort vor den Menschenrechts-Gerichtshof, wie Milosevic?)

„Die systematische Unterdrückung kindlicher Sexualität ist eine extreme Menschenrechtsverletzung“. Man lasse sich diesen einen Satz auf der Zunge zergehen.

Nun, das sehen die Pädophilen ganz ähnlich. Sie betätigen sich ja bloß als liebevolle „Geburtshelfer“ einer frühkindlichen Sexualität. Denn, wie die Kandidatin weiters behauptet:

Schließlich entwickelten Kinder und Jugendliche eigene Wertvorstellungen, und jedes Kind lebe von Geburt an als sexuelles Wesen.

Ja, jedes Kind. Von Geburt an. Wenn Sie mal mit Ihrem dreijährigen Nachbarssohn Sex haben sollten, schreiben Sie’s einfach der Emanzipation zu. Und wenn die Eltern des Sohns was dagegen haben? Nun, die Bezirkskandidatin weiß auch hier die Antwort:

Die „ungebetene Einwirkung“ der Eltern auf die Sexualität ihrer Kinder könnte diese seelisch sehr verletzen…

Die Eltern sollen sich aus Sachen heraushalten, die sie gar nichts angehen.

So ist das eben, ohne Naturrecht, ohne objektive Moral, und dafür mit Selbstverwirklichung, sexueller Revolution und Freiheit!

Ich habe bereits vor einigen Wochen über Tendenzen zur Normalisierung von Sexualität von und mit Kindern geschrieben. Mancher Leser wird sich vielleicht, trotz einiger Anhaltspunkte, die meine Befürchtungen bestätigten, noch gedacht haben, ich sei ein Pessimist. Falsch!

Freier Sex von und mit Kindern, demnächst auch in Ihrem Wahlkreis!

Einen kleinen Ratschlag, wenn Sie Kinder haben: Schicken Sie diese Kinder AUF KEINEN FALL in eine staatliche Schule, und auf kirchliche Schulen auch nur dann, wenn Sie sich persönlich vergewissern können, ob dort auf Sittenreinheit geachtet wird. Suchen Sie sich am besten kleine konservative Privatschulen (egal ob aus evangelisch-freikirchlichem oder katholischem Bereich – beide sind um Längen besser als das Standardprogramm vieler katholischer Diözesen und des Staates). Wenn Sie das Geld haben, packen Sie Ihre Sachen und gehen in ein Land, das Homeschooling (Heimunterricht) erlaubt, am besten einen US-Bundesstaat, in dem es diesbezüglich kaum Beschränkungen gibt.

Lassen Sie sich Ihre Kinder nicht von perversen Umerziehern stehlen, stehen Sie gerade für die Unschuld und die Sittenreinheit Ihres Nachwuchses!

Erzbischof Woelki beklagt Intoleranz der Linken

Wie kath.net berichtet, ist der frisch ins Amt eingeführte Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Woelki, „erstaunt“ über die Intoleranz der Linken. Anlass des Erstaunens ist scheinbar der Aufruf von mehr als der Hälfte der Politiker der Linkspartei, den Papst im Bundestag zu boykottieren. „Seit ich Erzbischof von Berlin bin, höre ich überall, dass Berlin eine offene, liberale, tolerante Stadt ist. Der Papst hat es verdient, dass man ihm in genau dieser Offenheit, mit Respekt und Toleranz begegnet“, erklärte Woelki dem oben verlinkten Bericht zufolge.

Was der sprichwörtlichen Toleranz der modernen, aufgeklärten, nicht-so-rückständigen Linken noch die Krone aufsetzt, ist dass einige der Anhänger eines Boykotts gegen den Papst noch nicht sicher sind, ob sie wirklich seiner Rede fernbleiben werden – manche wollen vielleicht auch einen Protest im Bundestag starten, vielleicht mit Kondomen am Finger, wie laut kath.net die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Was also ist mit der Toleranz der Linken? Wo ist sie? Scheinbar wird sie ja nur dann eingefordert, wenn es um das „Tolerieren“ von moralisch wie gesundheitlich unsinnigen sexuellen Aktivitäten geht – in allen anderen Bereichen ist die heutige Linke (und damit meine ich jetzt nicht nur die Mitglieder der „Linkspartei“, sondern die gesamte Linke, was faktisch alle im deutschen Bundestag vertretenen Parteien mit einschließt) extrem intolerant. Ich weiß natürlich nicht, ob Seine Exzellenz diese offensichtliche Tatsache gerade erst bemerkt hat, oder derartige Einsichten schon länger hat, aber an erster Stelle ist ihm für diese wichtige Einsicht zu gratulieren.

Dass einige linksradikale, rot-totalitäre Bundestagsabgeordnete nicht einmal den minimalen Anstand besitzen, abweichende Meinungen von anderen Staatsoberhäuptern oder religiösen Persönlichkeiten wenigstens schweigend anzuhören, um sie später zu kritisieren, folgt letztlich notwendig aus der sittlichen Verrohung, welche mit der konsequenten Umsetzung der Ideologie des moralischen Relativismus einhergeht, und wird vom Papst als „Diktatur des Relativismus“ bezeichnet. Unser Heiliger Vater kennt den Geist der Linken sehr genau, da er anständig genug ist, sich ihre Worte anzuhören, und wird daher am besten wissen, wie mit solchen ungezogenen Kindlein umzugehen ist. (Ich als Traditionalist bin allerdings der Ansicht, ihr Vater sollte ihnen einfach mal den Hintern versohlen…)

Warum kommt es zur Diktatur des Relativismus, wann immer die Linke die Macht erlangt? (Und, erneut, „Linke“ im Zusammenhang der folgenden Ausführungen bezeichnet nicht nur die Mitglieder der gleichnamigen Partei, auch wenn diese die entsprechende Ideologie gleichsam paradigmatisch verkörpern, sondern gerade auch die Linken, die sich nicht in der Linkspartei beheimatet fühlen, und manchmal weniger aggressiv dieselbe Ideologie verfolgen – dazu gehören alle im deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Denn Sozialismus und Liberalismus entspringen beide derselben ideologischen Wurzel, nämlich den Zielen der französischen Revolution, die ein sehr frühes Beispiel für die Diktatur des Relativismus im Völkermord gegen die königstreuen Bauern in der Vendée und im Wohlfahrtsausschuss, darstellt)

Die Ideologie der heutigen Linken in nichts anderes als die politische Umsetzung des Sündenfalls mit den Mitteln des Staates. Beim Sündenfall waren Adam und Eva nicht bereit, sich Gottes Willen unterzuordnen, und wollten für sich, unabhängig von Gott, ihr Glück machen. Modern formuliert wollten sie sich selbst verwirklichen, sie erstrebten die Befreiung von Autoritäten. Eva war die erste Achtundsechzigerin, Adam, indem er seine Frau ganz freiheitlich machen ließ, der erste Liberale. Ich möchte damit nicht bezweifeln, dass es in allen Zeiten wohlmeinende Sozialisten und Liberale gegeben habe. Einem Friedrich Ebert oder einem Walther Rathenau wären derartige Geschmacklosigkeiten, wie sie heute auf der Linken zum guten Ton gehören, niemals eingefallen. Doch sowohl der Liberalismus als auch der Sozialismus verengen den Menschen letztlich aufs rein Materielle, auf materiellen Wohlstand, materielle Gleichheit, materielle Rechte; damit widersprechen sie nicht nur fundamental dem katholischen Glauben (wie diverse Päpste immer wieder klargestellt haben, besonders die Enzykliken Libertas Praestantissismum und Quod Apostolici Muneris von Leo XIII. zeigen die Fehler dieser Lehren hellsichtig auf), sondern sogar dem Licht der natürlichen Vernunft, leugnen sie doch zumindest die öffentlich-gesellschaftliche Bedeutung der aus der natürlichen Vernunft erkennbaren Existenz Gottes, indem sie alle religiösen Fragen als reine Privatsache auffassen und derartige Betrachtungen aus dem Reich der Politik und der Moral zu verbannen unternehmen.

Diese Verengung aufs Materielle ist letztlich fatal, nicht nur für die Religion, sondern gerade auch für die liberale oder sozialistische Ideologie selbst. Denn woher nimmt der Liberalismus seinen Wert der Freiheit, woher der Sozialismus sein Gleichheits- und Gerechtigkeitsideal, wenn nicht aus dem Sittengesetz der natürlichen Vernunft, welches aber eben nicht materiell zu begründen ist, sondern nur unter Rückgriff auf Naturzwecke (Teleologie im klassischen aristotelischen Sinne), welche seit Beginn der Moderne in der Philosophie systematisch geleugnet werden? Letztlich gibt es außerhalb des moralischen Gesetzes weder Freiheit noch Gleichheit, und erst recht keine Brüderlichkeit, da alle moralischen Werte letztlich aus diesem gemeinsamen Schatz stammen, wie C. S. Lewis in seinem kleinen, aber immens bedeutenden Buch „The Abolition of Man“ (deutscher Titel: Die Abschaffung des Menschen) überzeugend dargelegt hat.

Ohne Rückgriff auf diese Verankerung im natürlichen moralischen Gesetz verselbständigt sich die Freiheitsidee des Liberalismus, indem sie andere wesentliche Güter ignoriert, und wird daher zur Ideologie. Ähnlich, nur in noch schlimmerem Maße, verhält es sich mit dem Gleichheitsideal des Sozialismus. Ohne die Ergänzung durch konkurrierende Prinzipien führt diese Ideologie zu der Vorstellung, man müsse durch menschliche Macht alles „gleichmachen“ – Einkommen, Geschlecht, Bildung usw.

In beiden Fällen kann Dissens nur im Rahmen der Ideologie geduldet werden. Wer gar nicht im Sinne des Liberalismus „frei“, d.h. im Wesentlichen ein ungebundener, moralisch beliebiger Produzent oder Konsument sein will, der stört im Liberalismus. Es ist eine ganz natürliche Entwicklung, dass der Liberale früher oder später fordert, gesellschaftliche Traditionen zu bekämpfen, die zwar auf natürliche Weise und ohne staatlichen Zwang gewachsen sind, aber dem Ideal des Liberalismus entgegenstehen (wie etwa die Kirche und die traditionelle Familie mit Hierarchien und lebenslangen Treuebindungen). Der Mensch muss zu seiner „Freiheit“ gezwungen werden. Der Sozialismus ist eine wesentlich krudere und gefährlichere Ideologie, da Gleichheit viel weiter geht als nur Freiheit. Gleichheit ist absolut grenzenlos – es gibt immer noch mehr Eigenschaften, die man einebnen kann, und von Natur aus treten ständig neue Ungleichheiten auf, da die Menschen von Natur aus eben nicht gleich, sondern grundverschieden sind. Sozialismus ist daher eine besonders virulente Ideologie, die besonders stark zu Intoleranz gegenüber Abweichlern neigt, auch da ihr Ziel besonders unplausibel und widernatürlich ist. Nicht zwei Menschen, die es je gegeben hat, waren „gleich“, aber der Sozialismus will tendenziell die ganze Menschheit in eine amorphe Gleichheitsmasse umformen. Ein sozialplanerischer Zoo mit gleich großen Käfigen für alle.

Und wer nicht in diese Käfige will? Nun, der ist einer dieser ekelhaften Bremser, ein Volks- oder Klassenfeind, je nach Färbung des angestrebten sozialistischen Paradieses.

Nun ist die katholische Kirche nicht bloß das stärkste, sondern sogar beinahe das einzige verbliebene Gegengewicht gegen die Ideologien des Sozialismus und des Liberalismus im „modernen Westen“. Sozialismus und Liberalismus sind Geschwister, auch wenn sie sich zuweilen im stark beschränkten heutigen politischen Diskurs wie Gegner benehmen und sich zu Gegensätzen hochstilisieren. Und die einzige ernstzunehmende Institution, die bis heute entschlossen beide Irrlehren ablehnt, ist eben die katholische Kirche. Deswegen sind intelligente Liberale und Sozialisten sich ihres echten Gegners bewusst. Die Gefahr kommt sozusagen aus Rom.

Nun leben wir in einer Zeit, in der die jahrzehntelange Arbeit von Sozialisten und Liberalen Früchte getragen hat, und fast alle Menschen einer der beiden Ideologien anhängen – was durch unser Bildungssystem, die Hauptmedien, und besonders durch den Appell an die Todsünden Hochmut, Gier und Wollust sichergestellt worden ist. Deswegen können Liberale und Sozialisten ganz offen gegen die Kirche (und die Familie) kämpfen, denn es ist keine gesellschaftliche Strömung da, die stark genug wäre, die Ideologen an ihrem Zerstörungswerk zu hindern. Die nur noch von einer kleinen Minderheit unterstützte katholische Kirche ist also nicht nur das logische Hauptziel der Angriffe der Ideologen, sondern stellt auch noch ein besonders leicht angreifbares Ziel dar.

Das Resultat ist dann der Fall von Hemmschwellen, die bei früheren Generationen von liberalen und sozialistischen Politikern aufgrund ihrer Erziehung noch verankert waren, auch wenn es in ihren jeweiligen Ideologien keinerlei Rechtfertigung für sie gab. Doch solche Hemmschwellen sind ja durch die freie Erziehung, frei von Regeln, frei von Disziplin, frei von Strafen und frei von Vernunft, längst abgeschafft worden – schließlich wollte man ja die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern nicht mit so trivialen und altmodischen Vorstellungen wie Vernunft, Sittlichkeit, Wissen oder gar Wahrheit einschränken. So macht nun heute jeder seine eigenen Regeln, je nach subjektiv empfundenem Nutzen – mit bekannten Resultaten.

Die Intoleranz der „Papstgegner“ im Bundestag und anderswo hat aber neben der grundsätzlich unmoralischen ideologischen Basis der Kritiker und dem Verfall von Erziehung und Hemmschwellen in allen Bereichen noch einen viel tieferen philosophischen Grund, durch den der Begriff von der „Diktatur des Relativismus“ erst richtig erfüllt wird – es geht um die Leugnung absoluter Wahrheit. Gern wirft man den „Absolutisten“ vor, ihre starre Haltung sei die Ursache für Kriege und Terror. Doch wenn es ein absolutes moralisches Gesetz gibt, an das die Menschen gebunden sind, das sie erkennen und durch Vernunftgebrauch einsehen können, dann gibt es objektiv wahre Richtlinien, an denen man einzelne Handlungen messen kann. Erst durch die Existenz solcher objektiver moralischer Gesetze ist die Beurteilung einer Handlung als „verwerflich“ überhaupt erst möglich. Wenn sich ganz modern und freiheitlich jeder seine eigenen Regeln macht, wer kann ihm dann etwas vorwerfen, egal was er tut? Denn seine Taten befanden sich ja in Übereinstimmung mit dem von ihm anerkannten Wertesystem. Niemandes Taten können dann jemals als wirklich falsch angesehen werden – alles ist damit zulässig. Der moralische Relativismus ist damit nicht nur falsch, sondern zerstört sich selbst. Denn der Satz „es gibt keine objektive Wahrheit“ behauptet ja von sich selbst, objektiv wahr zu sein. Über diese elementaren Selbstwidersprüche hinaus führt er jedoch grundsätzlich zu einer langsamen Abstumpfung des Gewissens, das ja nun den Versuchungen nicht mehr das unbeugsame objektive moralische Gesetz entgegenzustellen vermag, sondern nur noch subjektive, von Person zu Person verschiedene, jederzeit veränderbare Prinzipien. Das Gewissen wird damit faktisch ausgeschaltet; bloß persönliche Präferenzen sind kaum in der Lage, starken Versuchungen lange zu widerstehen.

Auch objektive Moral kann natürlich missbraucht werden. Der Unterschied ist nur, dass solcher Missbrauch nach den eigenen Prinzipien falsch ist, während der Relativist einfach seine Moral ändern kann, wenn sich seine Präferenzen verändern.

In der Praxis sind nicht alle sittlich verrohten Menschen Relativisten und nicht alle Relativisten sittlich verroht. Aber das aus dem moralischen Relativismus entstehende gesellschaftliche Klima der sittlichen Beliebigkeit, das mehr und mehr die westlichen Gesellschaften erobert, begünstigt sittliche Verrohung nicht nur aus den hier aufgeführten Gründen, sondern auch noch auf andere Weise, etwa durch den Zerfall von Bindungen an traditionelle Institutionen wie die Kirche und die Familie, was ich im Detail anderswo behanden werde.

Abschließend kann man festhalten, dass die heute herrschende gesellschaftliche Sittenlosigkeit, der Fall von noch vor kurzem als selbstverständlich betrachteten Hemmschwellen, nicht zur Entstehung der von Erzbischof Woelki beklagten Intoleranz geführt hat, sondern ihr nur zum hemmungslosen Durchbruch verhilft. Die Intoleranz selbst wird aber vom moralischen Relativismus verstärkt, da erstens Toleranz selbst vom Relativismus auch wieder nur als relativ begriffen werden kann, und zweitens da durch den Wegfall objektiver moralischer Gesetze das Gewissen entmachtet und durch flackernde persönliche Vorlieben ersetzt werden. Und wenn eine der Vorlieben eben eine Abneigung gegen die Kirche ist, dann wird man auch diese ausleben.

Erzbischof Woelki beklagt zurecht die dem Papst entgegengebrachte Intoleranz, und er wird noch erleben, dass diese sich auch gegen ihn richtet, sobald er erstmals die Lehre der Kirche wahrnehmbar in der Öffentlichkeit vertritt. Wenn sich die aktuellen gesellschaftlichen Trendlinien fortsetzen, woran ich nicht zweifle, wird diese Intoleranz noch stärker werden, und sich vielleicht irgendwann einmal in Gewaltausbrüchen gegen Menschen statt gegen Sachen oder den allgemeinen Anstand niederschlagen. Verwundern würde es jedenfalls nicht.