Der Götzendienst der Wissenschaft (Teil 3 von 7)

3. Opium des Volkes

Die breite Mehrheit, die gesellschaftswissenschaftliche Studien selbst gar nicht liest, und erst recht nicht verfasst, rezipiert ihre Ergebnisse in den Medien, und glaubt an diese Studien mit einer verblüffenden Naivität. Wenn die „Wissenschaft“ das sagt, dann kann das ja nicht falsch sein. Es wäre in der Tat so vermessen wie schädlich, wenn man die Existenz der DNA leugnen würde, weil man nicht selbst beweisen kann, dass es sie wirklich gibt. Wir können uns darauf verlassen, dass die Aussagen der „Wissenschaft“ hier korrekt sind, oder zumindest die brauchbarste Hypothese darstellen, die wir haben. Doch dieses Vertrauen ist hinsichtlich gesellschaftlicher Zusammenhänge völlig unangemessen, weil besagte Gesellschaftswissenschaften gar nicht über die nötigen Methoden verfügen, um den Menschen adäquat ganzheitlich zu untersuchen.

Ein solches Vertrauen ist noch aus einem weiteren Grund vollkommen unangemessen: Die Struktur der Gesellschaft ist Gegenstand strittiger Diskussion über das Sollen, nicht nur über das Sein. Allenfalls kann die materielle Wissenschaft uns etwas über das Sein erzählen. Sie kann uns sagen, wie die Dinge sind, aber nicht, wie sie sein sollen. Doch man kann nicht rein deskriptiv über die Gesellschaft sprechen, weil selbst die Worte, in denen wir sprechen, politisch-kulturell beladen sind. Jede Aussage über die Gesellschaft trägt bereits den Keim einer Wertung in sich, so dass „wissenschaftliche“ Aussagen über den Menschen und seine Gesellschaft nicht nur ohne Kenntnis des Gegenstandes getroffen werden (weil die materielle Wissenschaft über den Menschen ihren Gegenstand überhaupt nicht zureichend erfassen kann, da der Mensch eine Leib-Seele-Ganzheit darstellt), sondern für die fehlende Kenntnis des Gegenstandes eine ideologische Wertung (bewusst oder unbewusst) substituieren.

Fassen wir zusammen: Die Wissenschaft über den Menschen, die mehr will, als diesen nur rein physikalisch zu beschreiben, ist zum Scheitern verurteilt, wenn sie sich als moderne, materielle Wissenschaft versteht, da ihren Gegenstand, den Menschen, gar nicht zur Gänze, und nicht in seinem wichtigsten Teil, zu erfassen vermag. Als Ersatz für die aus diesem Grund fehlenden fundierten Kenntnisse seines Forschungsgegenstandes verwendet der Forscher, bewusst oder unbewusst, Versatzstücke aus seiner eigenen gesellschaftlichen, politischen oder religiösen Weltanschauung, durch die die unvermeidlichen Lücken geschlossen und das Ergebnis als „Wissenschaft“ verkauft werden kann.

Dieser Art „Wissenschaft“ brauchen wir keinen Glauben zu schenken, weil sie weder die beeindruckende logisch-empirische Fundierung moderner Naturwissenschaft besitzt, noch über ein solides philosophisches Fundament verfügt, das eine Reflektion über den Menschen als Menschen im Sinne des traditionellen Wissenschaftsbegriffs ermöglichen würde. Es handelt sich letztlich nur um verbrämte Ideologie, gemischt mit obsessiv gesammelten Faktenversatzstücken, die zur Rechtfertigung der Ideologie herangezogen werden. Man könnte sagen: Sie ist Opium des Volkes.

Leider können wir nicht übersehen, dass diese Art pseudowissenschaftlicher Erkenntnisse den politisch-gesellschaftlichen Diskurs in unserem Kulturkreis weitgehend dominieren. Wenn irgendein Wissenschaftler Studien zu zitieren beginnt, die seinen Standpunkt belegen, dann schenkt man ihm einen blinden, naiven, kindlichen Glauben, der, richtete er sich auf Gott und nicht auf den Wissenschaftler und seine Studien, eines Heiligen würdig wäre. Dies gilt umso mehr, je besser die Studien dem gesellschaftlichen Mainstream auf den Leib geschneidert sind, und jegliche politische Inkorrektheit mit religiöser Sorgfalt vermeiden. Im Laufe der Jahre „lernen“ die Menschen in der Gesellschaft ganz viele „neue“ Erkenntnisse, die dann jeder wie aus der Pistole geschossen abspulen kann, wenn man ihn auf das richtige Thema anspricht.

Doch auch der Verteidiger traditioneller, christlicher Gesellschaftsstrukturen argumentiert meist mit Studien, die sich auf dieselben methodischen Prinzipien stützen, und daher ebenfalls hauptsächlich seine eigenen, in diesem Falle christlichen Vorurteile stützen. Auch diesen Studien braucht man keinen Glauben schenken, wenn man nicht bereits die entsprechende Weltanschauung des Wissenschaftlers teilt, die unvermeidlich in seine Voraussetzungen einfließt, wenn er seine Forschungen durchführt.

Advertisements

Spaemann über Menschenwürde in der modernen Gesellschaft

Die folgenden Ausführungen stammen von Robert Spaemann und sind der Aufsatzsammlung „Grenzen: Zur ethischen Dimension des Handelns“ (S. 120-122) entnommen. Die Hervorhebungen und Kommentare stammen von Catocon.

„Ich möchte folgende These vertreten: Die moderne Zivilisation stellt für die Würde des Menschen eine Bedrohung dar, wie sie bisher niemals existiert hat. (Moderne ist ein schillernder Begriff. In historischem Sinne ist die Moderne eine Epoche, die etwa mit dem 17. Jahrhundert beginnt, und mehr oder weniger bis heute andauert, doch ist mit der historischen Moderne auch eine typische, charakteristische Denkart verbunden, die weitaus schwerer zu fassen ist. Spaemanns folgende Interpretation des Begriffs ist jedoch sehr instruktiv.) Die moderne Zivilisation hat dem Gedanken gleicher Minimalbedingungen für alle hinsichtlich ihrer Rechte zum Durchbruch verholfen. Sie enthält jedoch eine mächtige Tendenz zur Eliminierung des Gedankens der Würde überhaupt. Und zwar aus einem Grund, der bereits am Beispiel der Retortenbabyproduktion deutlich wird. Die zentrale Macht der modernen Zivilisation ist ein bestimmter Typus von Wissenschaft, der cartesische Typus. Kennzeichnend für diese Wissenschaft ist die radikale Reduktion ihrer Gegenstände  auf ihre Gegenständlichkeit, der Ausschluß aller Ähnlichkeit der res extensa mit der res cogitans, das Verbot des Anthropomorphismus zugunsten eines radikalen Anthropozentrismus.(Die Entwicklung dieses Wissenschaftstypus fällt historisch gesehen ins 17. Jahrhundert und geht nicht nur auf Descartes, sondern auch auf Francis Bacon zurück, dessen Satz „Wissen ist Macht“ nicht nur treffend die Mentalität der Schlange am Anfang des Buches Genesis, sondern auch jene Geisteshaltung, von der Spaemann hier schreibt, charakterisiert) Dieser hat die Herrschaft des Menschen über die Natur in bis dahin ungeahntem Ausmaß gesteigert. Der Gedanke, dies bedeute notwendigerweise ebenso die wachsende Befreiung des Menschen, setzte allerdings voraus, daß der Mensch selbst nicht zur Natur gehört. (Diese Entgegensetzung Mensch-Natur ist bereits im philosophischen Gegensatz „res cogitans“ und „res extensa“ angelegt – das eine ist die denkende Substanz, ganz und gar körperlos (und naturfern), das andere die ausgedehnte, körperliche Substanz, ein bloßer Mechanismus, ganz und gar seelen- und geistlos. Diesen Dualismus zwischen Körper und Geist oder Körper und Seele hat Descartes natürlich nicht erfunden. Auch die klassische griechische Philosophie spricht bereits davon, jedoch in einem weniger ausschließlichen Sinne. Die Seele ist die Form des Körpers in der aristotelischen Tradition, d.h. das, was den Menschen zum Menschen macht. Bei Aristoteles ist dies eine rein analytische Unterscheidung – der Mensch ist ganzheitlich, also als Einheit gedacht, und die strikte Trennung zwischen Geist oder denkender Substanz auf der einen Seite und Körper oder Materie auf der anderen Seite besteht nicht. Für Aristoteles ist die Form einer Sache nicht etwas, das neben oder zusätzlich zu ihrer materiellen Ausdehnung besteht, so als wären Materie und Form zwei Bestandteile des Gesamtdings, sondern eben das, was die Materie zu dem macht, was sie ist. Die Philosophie der frühen Neuzeit entdeckte nicht umsonst in der aristotelischen Tradition, hauptsächlich vertreten durch die Scholastik, ihren Erzfeind und wendete sich furios gegen sie.) Inzwischen aber hat die wissenschaftliche Vergegenständlichung auch den Menschen als natürliches Wesen erreicht. Und damit auch das Verbot des Anthropomorphismus. (Der Mensch darf nicht mehr als Mensch gedacht werden, sondern wird als eines unter vielen wissenschaftlichen Untersuchungssubjekten gesehen. Was im 17. Jahrhundert noch als Skandal galt, wenn man es mit Toten machte, ist im 20. Jahrhundert am lebenden Menschen zum Normalfall in vielen Staaten geworden.) Der Mensch selbst wird zum Anthropomorphismus. Menschliche Betrachtung des Menschen ist unwissenschaftlich und hat allenfalls heuristischen Wert. Biologische Anthropologie, Psychologie, Soziologie können Kunst, Sittlichkeit, Religion, ja sogar Wissenschaft selbst nur unter dem Gesichtspunkt von Überlebensstrategien deuten. („That’s what happens when you study men: you find mare’s nests. I happen to believe that you can’t study men; you can only get to know them, which is quite a different thing. – C.S. Lewis – That Hideous Strength, S.69.) Und hierbei ist, wie der berühmte Psychologe Skinner gezeigt hat, eine archaische Idee wie die der Würde nur hinderlich. In einer Welt (wie der unseren), die ihr einziges Ziel darin sieht, subjektives Wohlbefinden möglichst vieler wissenschaftlich zu organisieren( Blessed are the legend-makers with their rhyme //of things not found within recorded time. //It is not they that have forgot the Night,// or bid us flee to organized delight, //in lotus-isles of economic bliss // forswearing souls to gain a Circe-kiss //(and counterfeit at that, machine-produced, //bogus seduction of the twice-seduced // – J.R.R. Tolkien – Mythopoeia). , ist ein Gedanke unzweckmäßig, der dasjenige betont, was Wissenschaftler mit den Objekten ihrer Manipulation verbindet. Zum Beispiel so etwas wie ein gemeinsames Ethos. Das Ethos wird ja selbst zu einem zweckrational oder systemfunktional variierbaren Objekt. (Ethischer Relativismus. Moral ist, je nach Geschmacksrichtung dieser modernen Idee, entweder das Mittel, mit dem die Starken die Schwachen unterdrücken (und die Unterwanderung der herrschenden Moral gerät dadurch marxistisch zum Mittel der Befreiung), oder einfach das Resultat der Anpassung des Menschen an seinen Lebensraum (und durch die zunehmende Macht des Menschen, seinen Lebensraum zu verändern wird sie überflüssig.))Wissenschaft als Wissenschaft hat kein Ethos. Aber wenn das Ethos, das der Wissenschaftler hat, selbst zum Gegenstand von Wissenschaft wird, bedeutet das die radikale Emanzipation vom Medium des Humanen, welches die Bedingung von so etwas wie Würde ist. Niemand hat das eindrucksvoller beschrieben, als C.S. Lewis in seinen drei Vorträgen, die im Büchlein „The Abolition of Man“ (Deutsch: Die Abschaffung des Menschen. In der Tat eine der wichtigsten Schriften des 20. Jahrhunderts) bereits 1943 publiziert wurden. Nicht von ungefähr hat Skinner Lewis als den wichtigsten Gegner der Skinner-Box-Welt erkannt.

Worum es geht, will ich an zwei Beispielen erläutern. An einem alltäglichen und einem radikal utopischen. Das alltägliche: Es ist charakteristisch für die wissenschaftlich-technische Zivilisation, daß sie einerseits schwere körperliche Arbeit beseitigt, andererseits aber viele menschliche Handlungsvollzüge ihrer immanenten Sinnstruktur beraubt und damit der Möglichkeit, daß sich in ihnen menschliche Würde darstellt. (Dies ist einer der Ansatzpunkte für den Marxismus gewesen. Arbeit in Fabriken wurde zurecht als unwürdig empfunden. Der Marxismus gab vor, dieses Übel bekämpfen zu können, und dabei war er nur ein weiteres Produkt desselben Übels, dessen Symptom die „entfremdete Arbeit“ ist, die Marx beklagte.) Die zweckrationale Zerlegung von Arbeitsvorgängen in kleinste Einheiten, deren jede einzelne nichts mehr von einer sinnvollen Gestalt hat, läßt den Begriff von der Würde der Arbeit sehr abstrakt werden. (Man möge übrigens nicht glauben, dass die moderne Büroarbeit besser wäre als die Fabrikarbeit der Industrialisierungsperiode im 19. und 20. Jahrhundert. Auch hier ist der Mensch von dem Produkt seiner Arbeit vollkommen getrennt, ein sinnlos schaffendes Rädchen im Getriebe des Kollektivs, ob dieses sich nun als Konzern oder Staat bezeichnet.) Und die Weltraumfahrer, strikt eingepaßt in vorgeplante Apparaturen, genötigt, sich in einem Medium zu bewegen, das vion der ökologischen Nische weit entfernt ist, in welcher der menschliche Körper sich entwickelt hat, sie repräsentieren zwar die kollektive Emanzipation der Menschheit von ihren natürlichen Ausgangsbedingungen, aber sie können zweifellos weniger Würde darstellen als ein Beduine in seinem Zelt und unter seinesgleichen. Denn die Macht des Menschen, die sich hier realisiert, ist wesentlich eine kollektive. (Die Macht des Ameisenhaufens.) Würde dagegen ist ebenso strikt an die individuelle Person gebunden. (Noch einmal Tolkien: I bow not yet before the Iron Crown, //
nor cast my own small golden sceptre down.)

Um aber zu zeigen, was hier letzten Endes auf dem Spiel steht, gebe ich ein Beispiel, das bewußt utopisch und extrem ist, aber eben darum die Tendenz, von der ich spreche, deutlich werden läßt. (Und ob es langfristig wirklich allzu utopisch ist, sei einmal dahingestellt. Vor 50 oder 100 Jahren hätte man sehr vieles von dem, was der Mehrheit heute selbstverständlich erscheint, für utopisch gehalten. Man hätte 1900 nicht für möglich gehalten, daß es einmal zur industriellen Vernichtung von Menschenleben kommen würde, und daß allein die in Kriegen und Völkermorden durch Staatshandeln hervorgebrachte Opferzahl im dreistelligen Millionenbereich liegen würde.) Stellen wir uns eine Welt vor, in der die Reproduktion der Menschheit durch Apparaturen weitgehend sichergestellt ist. Sie ist vor allem dadurch sichergestellt, daß die Mittel für die Reproduktion der Menschheit extrem reduziert wurden und daß die Koordination ihres Verhaltens kein Problem mehr darstellt. Menschen werden nämlich in Retorten „gezeugt“, in einem künstlichen Uterus entwickelt, und wenn sie ein gewisses Reifestadium erreicht haben, werden ihre Köpfe abgetrennt, in eine Nährlösung gelegt und die Gehirne mit Drähten verbunden. Durch diese Drähte werden bestimmte Impulse geleitet, die im Bewußtsein eine dauernde Euphorie erzeugen. Subjektiv sind diese „res cogitantes“ völlig zufrieden. (Und das ist alles, worum es dem modernen Relativisten gehen kann – er erkennt ja keine objektiven Standards an) Sie vermissen auch keinen Respekt vor ihrer Würde, weil sie deren Abwesenheit ja gar nicht wahrnehmen. Einige Wissenschaftler halten dieses System aufrecht. Sie allein sind noch „Menschen“ im traditionellen Sinne, aber durch ihre Emanzipation von dem umgreifenden „Tao“ – wie Lewis es genannt hat – sind sie es in Wirklichkeit auch nicht. Sie wissen, daß das, was sie veranlaßt, Euphorie statt Schmerz zu erzeugen, nur anerzogene Vorurteile(manche Teile der postmodernen Philosophie sprechen von „Dekonstruktion“ moralischer Vorurteile. Weniger Utopie als man denken mag.) sind, und so erzeugen sie zu Forschungszwecken oder auch zum Amüsement ebenso nach Belieben Schmerz oder Verzweiflung. (Und wer sind wir, sie dafür zu kritisieren? Moral ist relativ – es gibt keine intersubjektiv verbindlichen Standards, die nicht im Diskurs immer neu demokratisch ausgehandelt werden, sagt uns die moderne Ethik. Und wenn solche Standard eben im Diskurs – oder Dialog – ausgehandelt worden sind, dann sind sie auch gültig.) Und sie sind es auch, die über das jeweilige Ende des Lebens eines Kopfes entscheiden. („Because you study [men] you want to take away from them everything which makes life worth living and not only from them but from everyone except a parcel of prigs and professors“ – C.S. Lewis – That Hideous Strength, S.69) Diese Horrorutopie wird wohl für immer Utopie bleiben. (Ja? Die meisten Dystopien werden nie in exakt dieser Form Realität – aber auch Huxleys Brave New World ist weitgehend dabei Realität zu werden – ist „am Realität werden“, wie man da sagen würde, wo ich herkomme – obwohl die spezifischen wissenschaftlichen Techniken, die er beschreibt, natürlich absurd sind.)Der Widerstand gegen diese szientistische Entwürdigung des Menschen ist sogar parallel zum Anwachsen der Bedrohung bereits gewachsen. Die Verteidigung freier Interaktionsstrukturen gegenüber wissenschaftlicher Kontrolle organisiert sich. Aber es ist bisher mehr ein diffuses Gefühl, das hier rebelliert und eine elementare Anarchie verteidigt, zum Beispiel im Bereich des Datenschutzes. (Daß etwas falsch läuft, ist inzwischen Allgemeingut, nur der Protest ist Stimmung, nicht Gedanke. Deswegen lässt er sich so leicht instrumentalisieren.) Weil man oft gar nicht genau weiß, was man eigentlich gegen wen zu verteidigen hat, gewinnt diese Verteidigung oft sogar irrationale Züge, so beim Widerstand gegen eine Volkszählung. Dies wiederum führt dazu, daß der Widerstand selbst wissenschaftlich vergegenständlicht und zum Problem der Erzeugung von „Akzeptanz“ umformuliert wird (Politik soll „vermittelt“ werden, ein Bewusstsein für von der szientistischen Elite gewünschte „Reformen“ geschaffen werden usw. Ein Paradebeispiel für diese Haltung ist die Europadebatte, die in den letzten Jahren inszeniert worden ist.), was von neuem das Ethos als umgreifendes Medium der Verständigung neutralisiert und durch Sozialpsychologie ersetzt. Der Gedanke der Würde ist indessen ein fundamental ethischer, der sich prinzipiell jeder wissenschaftlichen Vergegenständlichung entzieht.

Das heißt nicht, daß er jeder theoretischen Reflexion entzogen bleiben müßte. (Diese Reflexion ist aber philosophischer Natur, nicht im modernen Sinne wissenschaftlich – sehr wohl jedoch im Sinne des traditionellen Wissenschaftsbegriffs, bei dem die Philosophie die höchste weltliche Wissenschaft ist, die wiederum auf das Studium der Theologie vorbereitet, die als Krone der Wissenschaften gelten kann.) Wäre dies der Fall, so wäre der Würdegedanke seiner wissenschaftlichen Vergegenständlichung ohnmächtig ausgeliefert und könnte sich ihr gegenüber sozusagen nur in einer fanatischen Trotzhaltung  behaupten. Diese Trotzhaltung wäre ehrenwert (und als Schutzreflex notwendig), aber doch ein Ausdruck der Ohnmacht und eines Begründungsdefizits. Seine theoretische Begründung findet der Gedanke der Menschenwürde und ihrer Unantastbarkeit allerdings nur in einer metaphysischen Ontologie, das heißt in einer Philosophie des Absoluten. Darum entzieht der Atheismus dem Gedanken der Menschenwürde definitiv seine Begründung und so die Möglichkeit theoretischer Selbstbehauptung in einer Zivilisation. Und nicht von ungefähr haben sowohl Nietzsche wie Marx Würde als ein erst Herzustellendes und nicht als ein zu Respektierendes bezeichnet. (Dies ist eine Wurzel der Unzahl moderner Ideologien, die diese Epoche heimsuchen – vom Liberalismus über den Nationalismus, den Sozialismus, Kommunismus, Feminismus bis hin zum Ökologismus mancher Teile der modernen Umweltbewegung, soweit sie sich der „Kultur des Todes“ angeschlossen haben. Die Würde muss erst durch politische Handlungen hergestellt werden – dieser Gedanke ist fatal.)

Die Präsenz des Gedankens des Absoluten in einer Gesellschaft ist eine notwendige, nicht jedoch eine hinreichende Bedingung dafür, daß die Unbedingtheit der Würde auch jener Repräsentation des Absoluten zuerkannt wird, die „Mensch“ heißt. (Keine Würde ohne Gott, auf eine Kurzform gebracht.) Hierzu bedarf es weiterer Bedingungen, darunter der rechtlichen Kodifizierung. Eine wissenschaftliche Zivilisation bedarf – ihrer immanenten Selbstbedrohung wegen – dieser Kodifizierung mehr als jede andere.“

Soweit Robert Spaemann über die einzigartige Bedrohung der Menschenwürde durch die Moderne.

Die Fastenzeit…

…hat begonnen. Eine sehr interessante und fruchtbare Serie auf Rorate Caeli hat meine Aufmerksamkeit erregt. Der erste Teil dieser Serie wurde vor einigen Tagen so eingeleitet:

Lent is coming … soon.
In the past, you could find a traditional Lenten Mission at many parishes. Now, unless you are near a traditional parish, they are nearly extinct.
Fortunately, we are not meant to live in the past, we are meant to live in the now. And, now, we have the Internet.
Our friends at Audio Sancto have a wonderful, traditional, five-part Lenten Mission by the holy and learned Fr. Isaac Mary Relyea. While it is not short, it does go by very quickly, and is easy to follow and understand. It’s clear, concise and bold.
As the season nears, you would do well to listen to this, to pray on it and to use it to prepare for a fruitful Lent.
Hier nun zuerst die Links zu den beiden Artikeln, danach auch direkt zu den „Lenten Missions“ (Wie würde man das übersetzen? Gibt es so etwas hier in Deutschland eigentlich auch? Ich habe noch nie davon gehört.)

Time to Prepare – Part 1 (Rorate Caeli)

Time to Prepare – Part 2 (Rorate Caeli)

________________________________________________

Prelude to the Mission

On Death

On Judgement

On Hell

On Heaven

____________________________________________________

2008 Lenten Mission Part 1 – Recognizing the Signs of the Times

2008 Lenten Mission Conference 2

2008 Lenten Mission Conference 3

2008 Lenten Mission Conference 4

________________________________________________________

Ich bin selbst noch nicht dazu gekommen, mir diese ziemlich langen Audiodateien in Ruhe anzuhören, doch dies ist einer meiner Pläne für die kommende Fastenzeit. (Die erste nach meiner Erstkommunion….)  Da ich von Rorate Caeli, Audio Sancto (und den in der Regel zur Petrusbruderschaft gehörenden Priestern, die dort ihre Predigten veröffentlichen und zur Verfügung stellen) generell einen hohen Qualitätsstandard gewohnt bin, möchte ich meine Leser auf diese beiden „Lenten Missions“ ausmerksam machen.

Abschließend noch 20 Tips von Father Z für eine gute Beichte.

Übrigens: Beichten gehen!!

Anders als so mancher andere Blogger habe ich nicht die Absicht, mein Bloggen während der Fastenzeit einzustellen, doch möchte meinen Lesern von hier aus trotzdem eine gute, fruchtbringende Fastenzeit wünschen!

Aus aktuellem Anlass…

… möchte ich meine Leser auf die derzeit laufende Protestaktion gegen das krude blasphemische Theaterstück „Gólgota Picnic“ aufmerksam machen, das nun auch in Deutschland aufgeführt werden soll, nachdem es schon im letzten Jahr in Frankreich zu Protesten seitens traditionalistischer katholischer Gruppen, aber auch vieler Bischöfe gekommen war.

Die Blasphemien von Gólgota Picnic sind nicht einmal subtil oder irgendwie künstlerisch wertvoll verbrämt. Es handelt sich um offene Blasphemie auf die krudeste und dümmste Weise. Ich werde auf diesem Blog keine Beschreibung der Entsetzlichkeiten, die sich die für dieses Machwerk verantwortlichen perversen Menschenhirne ausgedacht haben, liefern, da Kreuzfährten frei von diesem Schund für alle Menschen lesbar sein sollte. Außerdem möchte ich – nicht einmal durch Zitation – an der Verbreitung dieser Blasphemien beteilgt sein. Wer dennoch Details über das Stück erfahren möchte, sei auf die beiden Links im nächsten Absatz verwiesen.

In Deutschland hat die Piusbruderschaft zu diesem Protest aufgerufen (kath.net hat hier darüber berichtet), was jedoch niemanden von diesem Protest abhalten sollte. Hier geht es nicht um theologische oder gar kirchenpolitische Streitfragen. Eine breite Front der Solidarität aller Christen  – ob katholisch oder evangelisch, ob traditionalistisch oder nicht – ist hier gefragt.

Für meinen Teil möchte ich dazu aufrufen, sich in jeder möglichen Form im Rahmen der Rechtsnormen der Bundesrepublik und des natürlichen Sittengesetzes an dem Protest gegen „Gólgota Picnic“ zu beteiligen.

Dieser Aufruf geht auch und besonders an alle anderen Blogger, die dies möglicherweise lesen. Der Protest gegen die Blasphemie braucht ein möglichst großes öffentliches Forum.

Schließlich möchte ich dazu aufrufen, für die Menschen zu beten, die an der Produktion, Aufführung, Verbreitung oder Verteidigung dieser Blasphemie beteiligt waren, damit sie umkehren, widerrufen und ihnen ihre Sünden vergeben werden.

Kontaktinformationen, die verwendet werden können, um seinem Missfallen gegen den blasphemischen Inhalt des Theaterstücks freundlich aber bestimmt Ausdruck zu verleihen, finden sich hier.

Vorsicht mit euren Wünschen…

… ihr könntet sie bekommen. Von Father Z erreicht uns folgende Bildnachricht:

Eine kleine Information für alle Menschen, die so in ihren Ideologien gefangen sind, dass ihnen der Humor verloren gegangen ist: Kein traditioneller Katholik würde jemals eine Frau auf dem Altar opfern. Diese Rolle ist, sexistisch wie wir sind, ausschließlich Männern vorbehalten (Jesus)…

In dem oben verlinkten Artikel findet sich außerdem noch Father Z’s Antwort auf die heute alle Christen bewegende Frage, wo sich denn die Rubriken für aztekische liturgische Tänzer finden und worin diese bestehen.

Woelki zur Entweltlichung

Der kürzlich in sein Amt eingeführte Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Woelki, hat sich in einem bei kath.net veröffentlichten Interview zum Thema Entweltlichung und Kirchensteuer geäußert. Da es sich bei Woelki um einen der wenigen Hoffnungsträger der katholischen Kirche im deutschen Episkopat handelt, war ich gespannt, was der Erzbischof zu diesen Themen zu sagen haben würde. Wie üblich werde ich hier einige Auszüge präsentieren, für den Rest des Interviews auf die oben zitierte Quelle verweisen und meine Kommentare und Hervorhebungen einfügen. Vorweg möchte ich allerdings sagen, dass ich von dem Interview ziemlich enttäuscht bin.

KNA: Herr Erzbischof, der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Berlin liegt inzwischen gut einen Monat zurück. Was bleibt?

Woelki: (…) Es bleibt die Erfahrung, in einem vollen Stadion mit dem Papst Gottesdienst [Warum nicht „Messe“ sagen? Gottesdienste gibt es viele.] zu feiern. Jetzt geht es darum, das, was Benedikt XVI. gesagt hat, zu studieren und für unsere Diözese fruchtbar zu machen. Aus der Vertiefung des Glaubens kann dann auch unser gesellschaftliches Engagement wachsen.

KNA: Bei seiner letzten Station in Deutschland, in Freiburg, hat der Papst für eine «Entweltlichung» der Kirche plädiert. Wie bewerten Sie die darüber in Gang gekommene Debatte?

Woelki: Ich denke, der Papst hat mit «Entweltlichung» nicht gemeint, dass wir uns aus der Welt heraushalten, sondern dass wir mit der Botschaft Jesu in die Welt hineingehen sollen. [Genau. Mit der Botschaft Jesu. Nicht mit einem Arm voll Geld und Businessinteressen. Und Porno-Angeboten vom Weltbild-Verlag.] Aber wir müssen natürlich Strukturen überprüfen, die nicht mit dem Evangelium vereinbar sind. [Um welche Strukturen handelt es sich dabei, Exzellenz?] Es ist notwendig zu untersuchen, woran wir künftig festhalten und woran nicht. [Wer übernimmt die Untersuchung? Das Gremium zur Abschaffung der Gremien? Der Entbürokratisierungsausschuss?] Dies gilt natürlich auch für das Erzbistum Berlin, auch hier sind weiter strukturelle Veränderungen notwendig. [Welche Veränderungen? Wir wünschen uns Hirten, keine Schwämme.]

KNA: Manche Kirchenkritiker [Nicht nur Kritiker. Gerade die Liebhaber der Kirche sehen mit Sorge, dass die Kirche sich erpressbar gemacht hat] sehen sich durch die Worte des Papstes in ihrer Forderung nach einer Abschaffung der Kirchensteuer bestätigt…

Woelki: Natürlich gibt es jetzt den einen oder anderen, der die Worte des Papsts so interpretiert und alte Forderungen wiederholt. In Deutschland hat sich aber das zwischen Staat und Kirche gewachsene System der Kirchensteuer bewährt – für beide Seiten. [Ich fürchte, der Erzbischof hat einen über den Durst getrunken. Oder sagen wir lieber – ich hoffe, dass bloß etwas Alkoholeinfluss diese absolut lächerliche Aussage erklärt. Das System der Kirchensteuer hat sich bewährt? Ernsthaft? Dann sind die Kirchen also voll, der Glaube lebendig, die Priesterschaft motiviert und eifrig im Spenden der Sakramente, die Schlangen an Beichtstühlen lang, das Engagement der Gläubigen hoch, die Liebe der Gläubigen zu ihrem Herrn und Erlöser sowie der von Ihm eingesetzten Kirche tief und innig, die Kirche in einer Lage voller Zukunftschancen?], Die Kirche ist in Deutschland eine wichtige gesellschaftliche Gruppe und übernimmt Aufgaben des Staates [Nur, dass es nicht die Funktion der Kirche ist, die Aufgaben des Staates zu übernehmen. Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist, auch im Bereich der Funktionen], wenn ich alleine an das große soziale Engagement [worin besteht dieses Engagement? Darin, dass man die ach so engagierte deutsche Kirche fast schon mit Gewalt von der ans HErz gewachsenen Ausstellung von Darf-Scheinen zur Tötung der Unschuldigen Kinder abhalten musste? Dass man sich im Wesentlichen dem sozialtechnokratischen Club angeschlossen hat und statt aus der Liebe Christi aus der Liebe zum staatlichen Finanztrog arbeitet?]   oder an Einrichtungen für Erziehung und Bildung denke. [Katholische Schulen? Ich würde niemals ein Kind in eine durchschnittliche katholische Schule in Deutschland schicken. (Bestimmt gibt es rühmliche Ausnahmen.) Wenn ich mein Kind sexualisieren lassen möchte, nehme ich die Odenwald-Schule. Vielen Dank. Katholische Schulen unterscheiden sich kaum von weltlichen, staatlichen Schulen, außer dass die Eltern eingelullt werden, und deswegen vom aggressiven Säkularismus und der systematischen Glaubenszerstörung besser abgelenkt werden können.] Da ist dieses Geld sinnvoll eingesetzt. [Im Kamin wäre es besser eingesetzt. Da hat man wenigstens noch ein schönes Feuer davon, nicht nur Glaubensverlust.]

KNA: Ein anderes Thema des Papstes war die Ökumene. Jetzt wirft der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge dem Papst in einem Zeitungsbeitrag vor, kein Konzept für die Ökumene zu haben. Wie stehen Sie dazu? [Kein Konzept zur Ökumene ist das bestmögliche Konzept.]

Woelki: Schon in seiner Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation hat sich Papst Benedikt XVI. große Verdienst um die Ökumene erworben [Ich fürchte, der Erzbischof hat Recht], wenn wir allein an die Erklärung zur Rechtfertigungslehre denken. [Ja, Formelkompromisse sind populär. Aber fide sola ist trotzdem häretisch.] Auch in seinen wissenschaftlichen Beiträgen hat er sich immer wieder mit dem Thema beschäftigt. Schon von daher kann man sagen, dass der Papst ein klares Konzept von Ökumene hat, allerdings nicht nur mit den Kirchen der Reformation. [„Kirchen“ der Reformation? Ist der Erzbischof etwa auch Indifferentist? Alle wandeln wir auf einem Pfade von der Erde hin zum unerkennbaren Unendlichen. Wir tappen alle im Dunkeln und keiner weiß was von der Wahrheit. Wir sind alle Suchende. Daher sind auch die „Kirchen“ der Reformation – ebenso wie die Kirche der „Neo-Reformation“, die hier scheinbar in ihrer Gründung vorbereitet wird – untereinander gleich und vergleichbar. Sie sind alle „Kirchen“. Katholizismus? Nein, danke. Nicht wahr, Herr Erzbischof Woelki?] Dem Papst genauso wichtig sind auch die ökumenischen Kontakte mit den orthodoxen und orientalischen Kirchen. Manches mag da einfacher sein, weil dort altkirchliche Strukturen vorhanden sind. [Man könnte sagen: Dort sind, im Gegensatz zu Gemeinschaften, die aus Luthers und Calvins Revolten entstanden sind, überhaupt kirchliche Strukturen vorhanden, und nicht bloß ein imperialer Gewissensindividualismus.]

KNA: Was ist für Sie die wichtigste Botschaft des Treffens zwischen dem Papst und Vertretern der evangelischen Kirche im Erfurter Augustinerkloster? [Dass ökumenische Treffen mit Vertretern der Evangelischen Sozialverbände Deutschlands sinnlos sind?]

Woelki: Benedikt XVI. hat bei dem Gespräch ausdrücklich Martin Luther und dessen Eintreten für die Authentizität des Evangeliums gewürdigt. [Ja, Martin Luther erscheint vor dem Antlitz eines Landesbischofs der Evangelischen Sozialverbände Deutschlands tatsächlich als Muster der Christlichkeit und gar der Katholizität.] Eine wichtige Botschaft war in diesem Zusammenhang auch der Ort des Treffens selbst, das heute evangelische Augustinerkloster, in dem der junge Luther seine Prägung erfuhr.

KNA: Viele Protestanten haben sich mehr erhofft … [Ja, sie haben sich erhofft, dass der Papst die Kirche auflösen und sich der lutheranischen Häresie und ihren modernistischen EnkelInnen anschließen würde. Das hätte er nämlich de facto tun müssen, um die E“K“D zufrieden zu stellen.]

Woelki: Es ist sicher auch immer eine Frage, mit welchen Erwartungen man an die Begegnung in Erfurt herangegangen ist. Vielleicht waren die Erwartungen ja auch zu hoch. Auch in der Rückschau bleibt, dass das Gespräch und das Gebet mit Vertretern der evangelischen Kirche ein vom Papst so gewünschter Schwerpunkt der Reise war, nicht nur von der zeitlichen Dauer. [So schwammig, so schwammig. Jesus ging nicht über’s Wasser – nein, er schwamm drüber!]

KNA: Können Sie schon sagen, ob das Erzbistum beim Papstbesuch in dem Kostenrahmen von rund 3,5 Millionen Euro bleiben wird? [Jetzt kommt das für die moderne Kirche der Neo-Reformation wahrhaft entscheidende: Mammon]

Woelki: Die Bilanzierung der finanziellen Seite des Papstbesuchs wird noch bis Ende des Jahres dauern. So wie es sich derzeit abzeichnet, werden wir im Kostenrahmen bleiben. Ich bin sicher, dass das Geld gut investiert ist. Ein deutscher Papst besucht vermutlich zum letzten Mal offiziell sein Heimatland, wo viele Menschen nach Sinn und Orientierung suchen. [Sie mögen ja suchen – doch wie sollen sie finden, wenn die Kirche ihre Antworten so geschickt tarnt?] Das war das auch medial angekündigte Jahrhundertereignis. [Leider erschöpft sich das öffentliche Auftreten der Kirche in Deutschland in medialen Ereignissen, aufrührerischen Aktionen gegen die Kirche und ihren Stifter Jesus Christus, dem Eintreiben finanzieller Ressourcen und dem Auftritt als Nachhut von 1789 und 1968.]

Zusammenfassung: Erzbischof Woelki gilt als einer der Hoffnungsträger der Kirche in Deutschland. Beim Papstbesuch ist er mir in Berlin positiv aufgefallen. Doch dieses Interview konnte den positiven Eindruck nicht bestätigen. Im Gegenteil: Eine schwammige Formulierung folgt der nächsten, nur unterbrochen von einem Kotau vor dem religiösen Indifferentismus der vielen verschiedenen „Kirchen“ der Reformation und einem respektvollem Kopfnicken in die Richtung der Kirchensteuer und ihres Systems der finanziellen Maulkörbe für christliche Hirten. Wenn sich der neue Erzbischof von Berlin noch fünf Jahre in dieser Art Zeitungsinterview übt, hat er wohl eine sehr gute Chance, Vorsitzender der Bischofskonferenz zu werden und die Fußstapfen von Erzbischof Zollitsch vollkommen auszufüllen.

Ein weiterer Verwalter des Niedergangs. Das ist der Eindruck, den ich von diesem Interview habe.

Wahre Kirchenreformer: Die Heiligen

Auf Johannes‘ Blog habe ich heute einen kurzen Einwand zur leidigen Reformdebatte gelesen. Ein kurzer Auszug hier, und dann auf zum Lesen:

Wahrscheinlich gibt es nur eine wirklich sichere Nummer: Das ist die unserer Heiligen. Sie sind in ganz besonderer Weise unsere Lehrer und was sie sagen und schreiben, sollte mehr Gewicht bekommen und insgesamt viel mehr Beachtung finden.

Wie wahr! Alle wirklichen großen Kirchenreformer (im Gegensatz zu den großen Reformatoren, also Schismatikern) waren Heilige. Das wird sich auch nicht ändern. Wahre Kirchenreform heißt, dass die Kirche in ihrem praktischen Handeln näher an den Willen des Herrn kommt.

Doch welche Menschen sind in ihrem Handeln am nächsten an Gottes Willen? Die, die Gottes Willen tun, statt ihres eigenen Willen Sklaven zu sein, also die Heiligen.

Treffen der Piusbrüder in Albano

Vertreter der Priesterbruderschaft St. Pius X. treffen sich heute und morgen in Albano, in der Nähe von Rom, um dort über das vor einigen Wochen vorgelegte Papier aus dem Vatikan zu beraten – die berüchtigte, und nach wie vor geheime, „Präambel“.

Der Disktriktobere der Piusbruderschaft in Deutschland, Pater Schmidberger, hat ganz besonders zum Gebet des Rosenkranzes aufgerufen; ein Aufruf, dem ich mich anschließen möchte.

Die vollständige Einheit der Piusbruderschaft mit Rom sollte in den Gebeten aller traditionellen und papsttreuen Katholiken sein. Sie ist sicherlich in meinen, und hoffentlich in denen meiner Leser.

„Liebe – und dann tue, was du willst!“

Durch Zufall stieß ich kürzlich auf eine sehr tiefgreifende Betrachtung von P. Bernwald Deneke (von der Petrusbruderschaft) zu diesem bekannten Wort des Heiligen Augustinus. Ich hatte ursprünglich vor, sie hier zu kommentieren, aber das lasse ich mal lieber – sie ist zu vielschichtig und reichhaltig, als dass ich dem etwas hinzufügen könnte.

Sie ist ziemlich lang – also etwas Zeit mitnehmen, rübergehen und lesen!

Früchte schlechter Theologie

Eine wichtige Warnung an häretische und quasi-häretische Verbandskatholiken und manche Erzbischöfe aus Südwestdeutschland… Schlechte Theologie kann schlimme Folgen haben:

A woman went to the beach with her children. Her four-year-old son ran up to her, grabbed her hand, and led her to the shore where a dead seagull lay in the sand.

“Mommy, what happened to him?” the little boy asked.

“He died and went to heaven,” she replied.

The child thought for a moment and said, “And God threw him back down?”

Gefunden auf The Ironic Catholic

Könnte auch geeignet sein, um den Zölibat für Gemeindereferentinnen durchzusetzen…