Analyse des Aufrufs zum Ungehorsam

Eine sehr lesenswerte und gute Analyse des „Aufrufs zum Ungehorsam“ von gut 300 österreichischen Priestern findet sich derzeit auf kath.net. Der Autor dieses ursprünglich in englischer Sprache geschriebenen Kommentars, Prof. Mark Miravalle, lehrt an der Franziskanischen Universität von Steubenville in den USA – so weit ich weiß eine sehr solide, lehramtstreue Universität, von der sich die Theologiefakultäten in Deutschland einiges abschauen könnten. Jetzt jedoch einige Ausschnitte aus der Analyse (die ganze Analyse gibt es bei kath.net, oben verlinkt), eingestreute Kommentare von mir wie immer in rot.

Die Bitte um „Kirchenreform“ könnte ihren guten Platz beispielsweise in den Fürbitten haben – dies ist natürlich abhängig von der Intention, welche hinter dieser Bitte steht. [Ein ganz entscheidender Punkt: Oft genug hört man Fürbitten, die so formuliert sind, dass jeder seine eigene Meinung hineininterpretieren kann.] Ginge es beispielsweise darum, um jene Art von Bekehrung zu beten, welcher alle ernsthaften Kirchenmitglieder ständig bedürfen (angefangen mit mir selbst, weitergeführt mit jedem der 300 Unterzeichner und aller anderen Katholiken), dann würde ich einer solchen Bitte zustimmen. Doch wenn die Bitte um „Kirchenreform“ bedeutet, dass einige wenige in Sachen des unabänderlichen katholischen Glaubens und Lehre die Mehrheit ändern wollen, dann geht es darum, dass fremde Schadstoffe in den Grundcharakter der Liturgie als kirchlichen Akt der Einheit und der Liebe, beruhend auf dem Opfer, eindringen.

Der Ruf, die heilige Kommunion allen „Menschen guten Willens“ (einschließlich Nichtkatholiken, Katholiken, welche geschieden und wiederverheiratet ohne Annullierung der vorigen Ehe sind sowie den Kirchenfernen) zu geben, reflektiert ein Missverständnis sowohl der Eucharistie wie auch der Kirche. Jesus, welcher im Sakrament der Eucharistie wahrhaft gegenwärtig ist, käme in Seelen, welche im Zustand schwerer Sünde sind, was die weitere schwere Sünde des Sakrilegs auslösen würde. Möchten die Leute dies wirklich – Jesus verletzen, sich selbst verletzen?[Anscheinend ja, denn:] Priester wissen, was der gutwillige Gläubige vielleicht nicht weiß: Wenn man Jesus empfängt, bevor man seine Seele von schwerer Sünde gereinigt hat, vergrößert man nur den Schmerz der Uneinheit mit dem gesamten Leib Christi – ist es für Priester wirklich pastoral verantwortlich, das zu erleichtern und dazu zu ermutigen?[Natürlich geht es nicht wirklich um die Frage was pastoral ist oder nicht. Der „pastor“ ist der HIRTE, er FÜHRT SEINE SCHÄFCHEN. Das ist pastoral. Alles andere ist nur unverantwortlich für einen Priester, oder, wenn nicht unverantwortlich, dann vorsätzlicher Missbrauch seines Amtes, für den man sich zu verantworten hat, nicht vor uns, aber vor höheren Autoritäten.]

(…)

Wenn man auch jede Forderung einzeln untersuchen muss, ist das übergeordnete Thema doch traurig und ironisch: Hunderte von Priestern versuchen, den einzigartigen, heiligen und feierlichen Akt zu schmälern und zu unterminieren, für welchen sie geweiht worden sind und welchen die Laien niemals selbst vollziehen können: das unblutige Opfer Jesu für den Menschen, für die Kirche und für die Welt darzubringen. Die klassische Definition für einen Priester lautet: „Ausgesondert, um das Opfer darzubringen“, und dies beinhaltet den größten Dienst, welche Priester jemals für das Gottesvolk vollziehen können. Nichts beraubt das Volk Gottes mehr, als wenn ihre Priester eine solche Identitätskrise erleben.[Dessen sollten wir uns gewiss sein: Die „ungehorsamen“ Priester berauben nicht nur sich selbst, sondern eben auch und sogar besonders die ihnen anvertrauten Laien, die einfachen Gläubigen, denen Wahrheit, Sakramente und der Glaube vorenthalten werden]

Was könnte einen solchen tragischen Akt priesterlicher Selbstverneinung und priesterlichen Ungehorsams durch 300 intelligente katholische Kleriker verursacht haben? Hier könnten Motive aus der Aufklärung – Descartes, Kant – wieder auftauchen, welche in religiösen Angelegenheiten die Vernunft über den Glauben stellen, oder sogar Schleiermachers Primat der subjektiven religiösen Erfahrung über die kirchliche Institution. Außerdem klingt die gefährliche Nähe zu den Thesen Luthers an und zur individuellen Bibelinterpretation anstelle des Glaubens in Schrift, Tradition und dem päpstlichen Lehramt für die gesamte katholische Kirche. [Die Wurzeln liegen, wie ich immer wieder an anderer Stelle erwähnt habe, sehr tief. Nicht bloß 1968, nicht bloß 1789, sondern mindestens 1517.]

(…)

Was ist katholischer Gehorsam? Es ist der einfache Akt, „ja“ zu sagen zur göttlichen Lehre,welche durch das von Gott eingesetzte Papsttum gewährleistet wird. Letztlich brauche ich nicht allzuviel Demut, um sagen zu können, dass die 2.000 Jahre alte Kirche Jesu Christi, welche durch den Heiligen Geist in Angelegenheiten des Glaubens und der Moral vom Irrtum bewahrt wird, mehr über die Wahrheit, das Leben und die Liebe Jesu weiß als ich. [Sehr hochmütig ist derjenige, der, selbst in rein menschlichen Dingen, seinen eigenen erhabenen Intellekt, seine immense persönliche Weisheit, über die gesammelten Erfahrungen und Einsichten zweier Jahrtausende stellt. Wie viel mehr gilt dies für jemanden, der dasselbe mit dem unfehlbaren Lehramt der Kirche unseres Herrn tut?]

(…)

Gehen Sie zu Jesus im Allerheiligsten Sakrament. Bringen Sie ihm alle Ihre Fragen, Verwirrungen, Konflikte und Verletzungen. Lassen Sie ihm Zeit, Ihnen zu antworten – er wird antworten! [Das ist der entscheidende Punkt. Das müssen die ungehorsamen Priester mit offenem Herzen tun. Aber das müssen NICHT NUR sie tun. WIR ALLE bedürfen der Reinigung, des Gebets, der Sakramente, und besonders in der heutigen Zeit des Zweifelns an der Realpräsenz die Anbetung des Eucharistischen Herrn. Wer das „Brot“ anbetet, der glaubt an die Realpräsenz – denn anders wäre es wirklich bloß Brot, und nicht der Herr selbst. ]

Liebe väterliche Priester, wir beten für Sie, dass Sie das „Fiat“ [es geschehe] von Gottes intelligentestem und mitfühlendstem Geschöpf nachahmen, nicht jenes „non serviam“ [ich diene nicht] eines anderen hochintelligenten, aber tragisch irrigen Geschöpfes. [Das ist die Entscheidung, vor der die ungehorsamen Priester, aber auch wir alle, stehen.] Möge Maria, Mutter aller Völker und ganz speziell Mutter aller Priester, Sie in das Herz der Kirche zurückführen, in Ihre wahre Heimat. [Amen.]

Warum haben wir solche Theologen nicht in Deutschland – oder vielmehr, warum so wenige? Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich dieselbe wie die Antwort auf eine andere, ganz ähnliche Frage: Warum solche Ungehorsamsaufrufe (1) stattfinden, (2) solchen Zuspruch unter Priestern finden, und (3) nicht ernsthaft bekämpft werden von Seiten der zuständigen Bischöfe.

Erzbistum Hamburg: Okkultismus ausprobieren?

Das Erzbistum Hamburg hat, wie viele Leser sicher schon gehört haben werden, einen „Okkultismuskoffer“ mit allerlei Anschauungsmaterial zusammengestellt, mit dem man gehörig experimentieren kann, um wichtige Erfahrungen im Rahmen der okkultistischen Tradition zu machen. Schließlich sollen wir ja pluralistisch sein und andere Religionen akzeptieren und kennenlernen und von innen heraus schätzen – auch die Menschen der okkultistischen Tradition sollten nicht länger diskriminiert werden! Zumindest ist das der Tenor der offiziellen Stellungnahme des Erzbistums zum Okkultismusskandal, wie kath.net berichtet. Zitat:

„Zur Veranschaulichung von Riten und Symbolen in den Weltreligionen steht Religionslehrererinnen und Religionslehrern sowie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pastoral neben den gängigen AV- bzw. Printmedien folgendes Anschauungsmaterial (Materialkoffer) zur kostenlosen Ausleihe bereit“

Und etwas weiter:

Zu einem guten Religionsunterricht gehört, den Schülerinnen und Schüller [sic!] die Kompetenz zu vermitteln, sich in religiösen und ethischen Fragen eine sachgerechte Meinung zu bilden. Dazu zählt neben der Fähigkeit zur rationalen Verantwortung der eigenen Glaubensentscheidung auch die argumentative Auseinandersetzung mit anderen religiösen und ethischen Positionen. Bevor die Schülerinnen und Schüler Argumente zusammenstellen und gewichten können, müssen sie die Position des anderen – auch anschaulich – kennenlernen

Ah, ja. Das Erzbistum Hamburg ist da ziemlich clever. Wir müssen die Position des anderen auch anschaulich kennenlernen? Sollen also Schüler im Religionsunterricht in Zukunft okkulte Rituale durchführen, damit sie so richtig von innen die Mentalität verstehen, die hinter diesen Akten steckt? Nicht, dass uns das noch überraschen könnte. Dasselbe geschieht schließlich an Schulen mehr und mehr mit dem „Sexualunterricht“ auch – praktische Erfahrung statt anatomischem Wissen. Mit der Argumentation des Erzbistums sind auch öffentliche Sexualakte im Biologieunterricht („um die Materie auch anschaulich zu verstehen“) gerechtfertigt.

Und wenn wir dann im Geschichtsunterricht die Menschenopfer der Maya behandeln, dann werden wir auch das wohl anschaulich, von innen, erleben müssen – wen wollen wir dann rituell ermorden?

Wo soll das enden? Die Vorstellung, man müsse bösartige, für Körper und Seele schädliche Praktiken wie sie im Okkultismus üblich sind, selbst erleben und erfahren, ist inzwischen verbreitet genug, dass sie auf der Homepage eines Erzbistums ernsthaft vertreten wird – und man damit sogar rechtfertigt, die Seelen unschuldiger Kinder im Namen des „anschaulichen Verstehens“ in Gefahr zu bringen.

Das alles kann man nur dann überhaupt nachvollziehen, wenn man annimmt, dass im Erzbistum Hamburg nicht mehr die Glaubenswahrheit von der Existenz des absoluten, personalen Bösen – des Satans – geglaubt wird. Okkulte Praktiken sind eine akute Gefahr für die menschliche Seele, und sollten daher niemals, ich wiederhole: NIEMALS, durchgeführt werden. Man sollte sich von dieser Materie lieber vollkommen fernhalten als sie „anschaulich“ durch Experimente verstehen zu wollen.

Doch das Erzbistum rechtfertigt sich ja noch weiter. So heißt es:

Das Erzbistum möchte damit in der kirchlichen Jugendarbeit „vorbeugend“ über die Gefahren von Sekten und Okkultmus aufklären. Der Inhalt der Koffer stehe aber „nicht zur freien Verfügung und zum Experimentieren“. Nur die Lehrer und hauptamtlichen Mitarbeiter könnten diesen ausleihen.

Der Ausleih des Materialkoffers Okkultismus ist ja nur Lehrern und hauptamtlichen Mitarbeitern gestattet – diese sollen dann dafür sorgen, dass den Schülern okkulte Praktiken anschaulich nahegebracht werden, ohne dass diese selbst damit experimentieren müssten. Heißt das, die Lehrer führen die „Experimente“ auf Kosten ihres Seelenheils durch, und die Kinder sollen dabei tatenlos und widerstandslos zusehen? Das ist auch nicht viel besser.

Unter der Annahme der Wahrheit des katholischen Glaubens sind die Ausreden und Beschwichtigungen des Erzbistums nichts weniger als schändlich, vermutlich aber mehr. Die Hirten dieses Bistums dulden dieses Verhalten mindestens, wenn es nicht sogar ihre ausdrückliche oder interne Zustimmung findet. Sie führen damit vorsätzlich oder fahrlässig die ihnen zum Schutze anvertrauten Seelen in den Abgrund. Wir alle wissen, wie Jesus über solche Menschen gedacht hat.

Wir alle sollten für die Seelen dieser Hirten beten, die so etwas dulden oder befürworten. Gottes Gnade sei mit ihnen – sie brauchen sie dringend.

Und was den Rest von uns betrifft – wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es diese Hirten sind, oder zumindest solche, die ähnlich denken, die derzeit die katholische Kirche in Deutschland (oder was von ihr übrig ist) führen und lenken. Das sollte uns kalt den Rücken herunter laufen…

Bischof Overbeck ist konservativ?

Jedenfalls sagt er das von sich selbst in einem aktuellen Interview. (Siehe hier oder hier)

Er wolle nichts am Zölibat ändern, am Nein zum Frauenpriestertum sowie an der Haltung zur Sexualität. «Wir müssen aber einen neuen Stil finden, das überzeugend zu sagen», so Overbeck, der als Bischof den Anfang Juli gestarteten, bundesweit angelegten Dialogprozess in der katholischen Kirche mitvorbereitete und am Auftakttreffen in Mannheim teilnahm

Das ist ihm, wenn er es sagt, jederzeit zu glauben. Und sein mutiger Auftritt vor einiger Zeit, als er in einer dieser linksdrehenden Fernsehtalkshows (War es Anne Will?) wenigstens zwei Minuten lang an der kirchlichen Lehre zur Sündhaftigkeit gelebter Homosexualität festhielt, ist ebenfalls ein Zeichen, dass seine Exzellenz so etwas wie ein Rückgrat besitzt.

Und doch… und doch…

Seine prominente Rolle beim Dialogprozess zeugt nicht gerade von Bereitschaft sich gegen den Mainstream der Gremienkatholiken und ihrer willfährigen Helfer in der Bischofskonferenz zu stellen. Und wie er vor einigen Wochen die romfeindlichen, antikatholischen Strömungen bei der Dialogrunde vor jeglicher Kritik in Schutz genommen hat und gar die Existenz tiefer Spaltungen in der deutschen katholischen Kirche leugnete, zeigt ebenso, dass Bischof Overbeck ziemlich biegsam in alle Richtungen ist. Bei dem Dialogfiasko waren hauptsächlich romfeindliche Strömungen sowie die Bischöfe anwesend. Wenn es keinerlei Anzeichen für eine Spaltung gegeben hat, Exzellenz, können wir dann davon ausgehen, dass es auch keine Spaltung gab, d.h., dass Sie sich mit den romfeindlichen Vertretern einig waren? Wir wissen es bei unserem verehrten Bischof leider nicht. Er spricht aus beiden Seiten des Mundes, er sagt was gefällt – zumindest manchmal.

Und dann wird er plötzlich wieder „konservativ“ und redet von Bindungen und Traditionen. Doch in dem gleichen Interview, in dem er sich ostentativ hinter die Lehre der Kirche und gar hinter die Tradition stellt, erklärt er, man müsse: „einen neuen Stil finden, das überzeugend zu sagen“ – worin soll dieser neue Stil bestehen, Exzellenz? Ist damit derselbe neue Stil gemeint, der zum weitgehenden Verschweigen elementarer Glaubenswahrheiten im Namen pastoralen Säuselns geführt hat? Oder meinen Sie mit „neuem Stil“, dass endlich wieder Klartext, Tacheles, geredet werden soll, dass man den Gläubigen nicht länger den Wahren Glauben vorenthalten soll? Sie sind ziemlich diffus, Exzellenz. Ich wünsche mir von einem Hirten – meinem Hirten – dass ich ihm treu ergeben folgen kann, dass er mich und meine Mitschäfchen sicher über den schmalen Grat und nicht in den Abgrund führt. Doch dazu müssen die Schäfchen wissen, wo es lang geht und woran sie sind. Dazu brauchen wir aber Klartext, wir brauchen Sicherheit.

Ich möchte dem verehrten Bischof daher einfach folgenden Aktionsplan vorschlagen, für den Fall, dass es ihm wirklich um die Stärkung von Bindungen und Traditionen geht, und nicht nur um das Binden der traditionellen Katholiken, so dass diese nicht zu sehr maulen, während die Kirche weiterhin höchstamtlich „modernisiert“ und damit demoliert wird:

1. Zelebrieren Sie ein Pontifikalamt im traditionellen Ritus in der Domkirche zu Essen.

2. Laden Sie einen Priester der absolut 100% romtreuen und kirchenrechtlich anerkannten Petrusbruderschaft ein, in der Domkirche eine wöchentliche Sonntagsmesse zu zelebrieren.

3. Entfernen Sie aus Ihrem Diözesanstab alle Personen, von denen Sie wissen, dass sie nicht romtreu sind, sondern den Irrlehren des Modernismus anhängen. Dies gilt in besonderem Maße für die Ausbilder am Priesterseminar der Diözese in Bochum (zwei der dortigen Theologieprofessoren sind etwa Unterzeichner des antikatholischen, häretischen „Memorandums“).

4. Verfassen Sie einen Hirtenbrief, der in allen Kirchen der Diözese am Sonntag verlesen werden muss, in dem Sie klar und deutlich auf die Rechte katholischer Priester und Laien hinsichtlich Summorum Pontificum und Universae Ecclesiae eingehen, und deutlich das Ansinnen des Papstes unterstützen, die traditionelle lateinische Messe allen Gläubigen zugänglich zu machen.

5. Weisen Sie alle Gemeindepriester im Bistum an, sittliche Wahrheiten zu Themen wie Verhütung, Abtreibung, Homosexualität usw. sowie theologische Grundwahrheiten wie die Realpräsenz, Erbsünde, die Gefahr der Hölle usw. in Predigten nicht länger auszusparen. Gehen Sie scharf gegen Priester vor, die weiterhin die Lehre der Kirche verwässern.

6. Erteilen Sie „Wir sind Kirche“ und anderen bekannt romfeindlichen, häretischen Gruppen Hausverbot in allen Kirchen und anhängigen kirchlichen Gebäuden der Diözese.

7. Folgen Sie der Praxis des Papstes, der Tradition und der Empfehlung des Kardinals und Prafekten der römischen Liturgiekommission Canizares, und spenden nur noch die Mundkommunion. Zelebrieren Sie ferner „ad Deum“ statt „ad populum“.

Diese einfachen Schritte könnten Sie als Bischof unternehmen. Niemand würde danach bezweifeln, dass Sie treu zum Papst und der Kirche Jesu Christi stehen. Ich bin mir bereits heute (fast) sicher, dass Sie persönlich romtreu sind, aber Ihre Handlungen zeigen bislang (anders als Ihre Worte) wenig davon.

Jedoch:

Seien wir stolz auf Sie, Exzellenz! Sie haben den Mut wenigstens zuweilen klare Worte zu sprechen, und das ist für einen gläubigen Katholiken wirklich wie eine Oase in der Wüste. Besonders für einen Konvertiten, der aus der Wüste der Welt in die Oase der Kirche geflohen ist, nur um dort hauptsächlich trockenen Sand vorfinden zu müssen.

Danke, Exzellenz, für das Rückgrat, das Sie gezeigt haben.

Gott schütze und segne Sie und gebe Ihnen die Kraft, nicht vor den Wölfen zu fliehen und treu zur Kirche und zum Papst zu stehen.

Nachtrag: Wie ich aus den Kommentaren zum Artikel von wk1999 erfuhr, hat Bischof Overbeck 2010 am Pontifikalamt in der außerordentlichen Form teilgenommen (wenn auch nicht zelebriert), das vom damaligen Erzbischof (heutigem Kardinal) Raymond Burke im Essener Dom zelebriert wurde. Dies ist ein weiteres positives Zeichen – und hat ihm sicher keine Beliebtheitspunkte bei den Modernisten eingebracht! Hier ein Link zum Video.