Hinweis zur Religionsfreiheit

Ein ziemlich verworrenes und umstrittenes Thema in der innerkirchlichen Debatte vor, während und nach dem II. Vaticanum ist die Religionsfreiheit. Da mir derzeit die nötige Ruhe fehlt, um mich an diesem Blog eingehender mit dieser, kürzlich auch im hiesigen Kommentarbereich aufgetauchten, Fragestellung zu beschäftigen, äußere ich mich lieber gar nicht als ohne Sachverstand. In der Zwischenzeit möchte ich den geneigten Leser jedoch auf einen sehr interessanten wissenschaftlichen Aufsatz in englischer Sprache zu eben diesem Thema aufmerksam machen („What is the Catholic doctrine of religious liberty?“), der hier eingesehen werden kann.

Thomas Pink, Professor für Philosophie am King’s College in London, beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern es eine Kontinuität hinsichtlich des Verhältnisses zwischen individuellen Gläubigen und Ungläubigen, der Kirche und dem Staat, besonders was ein angebliches oder tatsächliches Recht auf Religionsfreiheit betrifft, zwischen der Zeit vor und nach dem Konzil von Trient, dem Lehramt der Päpste im 19. Jahrhundert, und dem letzten Konzil gibt. Wie man schon an der Fragestellung ablesen kann, ordnet Pink die Debatte zwischen „Traditionalisten“ und „Progressiven“ in einen wesentlich breiteren  Rahmen ein als man dies üblicherweise in der Debatte wahrnimmt.

Ein interessanter wissenschaftlicher Aufsatz, den ich durchaus empfehlen möchte, da er mir auf einem hohen theologischen und argumentativen Niveau zu stehen scheint, ob man den Schlussfolgerungen nun zustimmen möchte oder nicht. Ohne der Lektüre vorgreifen zu wollen, möchte ich hervorheben, dass seine Deutung von Dignitatis Humanae auf eine etwas gewagt erscheinende Weise im Ergebnis zu mit der „Hermeneutik der Kontinuität“ konsistenten Ergebnissen führt. Ich finde die Erklärung allerdings zu weit hergeholt und daher nicht allzu überzeugend. Doch dies möge der Leser selbst beurteilen – interessant ist sie allemal.

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Aufruhr in England und der Kirche

Fundstück beim unverzichtbaren Father Z:

In London and elsewhere in England there were riots, and there will be more upheaval there and in Europe, because those values which restrain people, which make them think about others, which instil in young people a sense of right and wrong, have been undermined.  They are imbued with relativism and its fruits, and they rampage around, doing what they feel like doing, without reference to the common good.  This has come about because parents and schools and the media have in a double effort of reckless irresponsibility, not exercised governance and discipline over their children.  In London and elsewhere they are now reaping the results.  Neighborhoods are terrorized, businesses harmed, and the fabric of society weakened, thus perpetuating the recourse to violence.

 

In the Church, there has been relatively little exercise of discipline of the Faith in schools and pulpits as far as teaching is concerned, and little oversight in some places for liturgical worship.  The lack of clear Catholic teaching or the mixed messages that come from heterodoxy in one parish and fidelity in another, even between priests in the same parish, has produced the impression that even the clearest dogmas of the Faith are up to personal choice and interpretation.  This has produced gangs which can roam nearly unchecked up and and down the streets of the Church, rampaging and intimidating and spiritually bullying the faithful, leaving them spiritually impoverished and confused.  The theological hoods, yobs, are now almost entirely beyond hope.  They do violence to the Church’s doctrine and worship, and thereby diminish the fabric of the Church wherever they are.

Ein provokativer, doch treffender Vergleich!