Assisi (3/3) – Entweltlichung

Dies ist der dritte und letzte Teil einer Artikelserie über das interreligiöse Treffen in Assisi. Hier geht es zum ersten und zweiten Teil.

Entweltlichung

Bei seinem Besuch in Deutschland betonte der Papst in seiner Ansprache vor kirchlich aktiven Laien die Notwendigkeit einer „Entweltlichung“. Damit ist nicht gemeint, dass die Kirche sich nicht mehr um die Belange und Sorgen der Menschen außerhalb der Kirche kümmern soll, sondern dass sie sich nicht an die Wünsche, Irrtümer und Fehler der Welt anpasst. Sie soll sich frei von weltlichen Bindungen an staatliche Strukturen, aber auch, wie viele hinterher spekuliert haben, frei von finanziellen Reichtümern, die immer auch Abhängigkeiten mit sich bringen, wie etwa im Fall der deutschen Kirchensteuer, um ihren wesentlichen Auftrag kümmern. Und was ist dieser Auftrag?

Er ist nicht in erster Linie sozial-karitativ, sondern geistlich. Die Kirche soll den Menschen Gott näherbringen, wie man formulieren könnte. Dies geschieht durch die Vermittlung des Wahren Glaubens, die Sakramente, unter diesen besonders das Allerheiligste Sakrament des Altares, und auch durch soziale Hilfestellung, also praktische Nächstenliebe. Alle drei Wege, auf denen die Kirche Gott zu den Menschen bringt, haben gemeinsam, dass es, wenn man sie korrekt versteht, immer zuerst um die Liebe zu Gott geht. Aus dieser Liebe ergibt sich dann die Liebe zum Menschen.

Genauso, also unter den Vorzeichen der Entweltlichung, zu der der Papst aufgerufen hat, können wir die Frage nach dem Frieden wieder aufgreifen, um die es im zweiten Teil des Artikels ging. Wir hatten allerlei Unterschiede zwischen dem weltlichen und dem Frieden Christi aufgeführt, und diese am Beispiel eines Orchesters verdeutlicht. Jetzt können wir noch einen Schritt weiter gehen und den Frieden Christi als entweltlichten Frieden erkennen, also als Frieden, der sich nicht in erster Linie um den weltlichen Frieden der Menschen kümmert, sondern um die Liebe zu Gott.

Dieser wahre christliche Friede hängt eng mit der Entweltlichung zusammen. Denn wer nach diesem wahren Frieden strebt, der strebt zuerst gar nicht nach dem, was man heute unter Frieden versteht. Sein Wirken mag dem oberflächlichen Betrachter (und heute sind die meisten Betrachter oberflächlich) gar nicht als um Frieden bemüht erscheinen. Wer nach dem Frieden Christi strebt, der strebt nach Einklang seines Willens mit Gottes Willen. Die Mittel zum Frieden Christi finden sich im Gebet, in den Sakramenten, im Leben im und aus dem Glauben, wie manche es heute formulieren wollen.

Selig sind diejenigen, die Frieden stiften – aber wer sind diese Friedensstifter? Sind es die verweltlichten Diplomaten, die einen Waffenstillstand aushandeln? Sie mögen ja einen guten und wichtigen Dienst tun, aber sie können höchstens den arg defizitären weltlichen Frieden stiften, welcher ein Friede ist, der, wenn er anhält, zu Apathie, Anspruchsdenken, und, besonders wenn er noch mit materiellem Wohlstand einhergeht zur Mentalität einer „Made im Speck“ einlädt. Es ist ein materieller, aber kein geistlicher Friede, der dort von den Diplomaten ausgehandelt wird.

Die wirklichen Friedensstifter sind hingegen die Heiligen, die Frieden mit Gott gemacht haben. Sie lieben zuerst Gott, und weil sie Gott lieben, haben sie Frieden mit ihm und tun seinen Willen. Er ist die Liebe und ruft zur Nächstenliebe auf. Da die Heiligen das richtige Verhältnis zu Gott haben, sind sie auch imstande, das richtige Verhältnis zum Nächsten zu finden. Zwischen dem Heiligen und seinem nächsten herrscht daher auch bloß weltlicher Friede, sofern sich sowohl der Heilige als auch der Nächste im richtigen Verhältnis zu Gott befinden. Wenn nicht, wird der betreffende Nächste den Heiligen oft genug verfolgen. So entstehen Märtyrer.

Die wirklichen Friedensstifter, die Heiligen, sind Friedensstifter, weil sie Frieden mit Gott gemacht haben, und damit auch Frieden mit sich selbst, und Frieden mit ihrem Nächsten. Weil sie Frieden mit Gott haben, achten und bewahren sie auch die Schöpfung. Weil sie Frieden mit Gott haben, helfen sie ihren Nächsten, und verhindern so die sozialen Katastrophen, an die wir uns in einer Welt voller säkularer Besserwisser, die alle den neuesten Plan im „Kampf gegen den Hunger“ haben, natürlich schon längst gewöhnt haben.

Die wirklichen Friedensstifter sind die Heiligen, und ihr Friede ist umfassend. Doch wer sind diese Heiligen? Sind das nicht irgendwelche Menschen, die einmal hier auf Erden waren, aber heute nicht mehr sind? Die wenigen Auserwählten? Eine besondere Gruppe mit heroischer Stärke? Nein, das sind sie nicht.

Die Heiligen, das sind die Menschen, die sich entschlossen haben, Gottes Willen zu tun, und nicht ihren eigenen. Das sind die, die gesagt haben, „Dein Wille geschehe“. Heiligkeit ist nicht schwer und jeder Mensch ist zu ihr berufen. Wir müssen es nur wollen, und dann nach diesem Willen handeln. Wenn wir beten, „Dein Wille geschehe“, und es wirklich so meinen, wer kann uns dann noch auf diesem Weg zur Heiligkeit aufhalten?

Wir sind also diejenigen, die zur Heiligkeit berufen sind, und wenn wir noch nicht zu heldenhafter Tugend gelangt sind, so nur deswegen, weil wir nicht wirklich wollen, weil irgendwo in unserem Herzen noch eine Ecke ist, die „non serviam“ sagt. Doch weil wir zur Heiligkeit berufen sind, sind wir, jeder von uns, auch berufen, Friedensstifter zu sein, indem wir den Frieden Christi stiften.

Daher ist der beste Weg zum Frieden tatsächlich das Gebet, in Verbindung mit den Sakramenten und dem wahren Glauben, aber es ist kein Gebet um bloßen Waffenstillstand (so gut das für sich genommen auch sein mag). Es ist ein Gebet um den Mut zur bedingungslosen Kapitulation vor Gott.

Ein solches Friedensgebet wird es in Assisi nicht geben, weil dem kaum ein anwesender Vertreter einer Weltreligion zustimmen könnte. Daher ist das Treffen, selbst wenn alle negativen Befürchtungen, über die ich in den beiden ersten Teilen geschrieben habe, nicht eintreten sollten, nicht allzu sinnvoll.

Beten wir also um diesen Mut zur bedingungslosen Kapitulation vor Gott und zusätzlich, so es denn Gottes Wille ist, um etwas Waffenstillstand in unserer Zeit.

Thesen zur traditionellen Messe (3)

These: Der Wegfall des Stufengebets in der Neuen Messe hat maßgeblich zum Verlust der Ehrfurcht vor dem Altar, und mittelbar damit vor dem Opfer Christi, beigetragen.

In der außerordentlichen Form der Messe beten Priester und Altardiener, bevor sie überhaupt zum Altar treten, was selbst in der ehrfürchtigsten und den liturgischen Vorschriften perfekt entsprechenden Messen in der ordentlichen Form nicht der Fall ist.

Dieses Stufengebet drückt, ganz abgesehen von dem konkreten Inhalt, allein schon durch seine äußere Form, Ehrfurcht gegenüber dem Altar aus, an den man nicht herantritt, ohne sich vorher entsprechend vorzubereiten. Doch warum Ehrfurcht vor dem Altar? Weil dort auf dem Altar der Herr selbst in der Messe gegenwärtig wird. Besonders im Kontext der Messe signalisiert ein achtloser Umgang mit dem Altar auch einen achtlosen Umgang mit dem auf dem Altar zu vollziehenden Opfer. Der Priester tritt erst nach dieser betenden Vorbereitung, die mit dem Confiteor ein Bekenntnis der eigenen Schuld enthält, und damit die Unwürdigkeit des Priesters vor dem großen Geheimnis des Glaubens ausdrückt, zum Altar.

Entfällt das Stufengebet, so tritt der Priester direkt zum Altar, nachdem er in die Kirche eingezogen ist, so wie die Gläubigen auch an ihre Kirchenbänke treten, vielleicht noch (wenn man Glück hat) nach einer Kniebeuge. Der Unterschied zwischen der Herangehensweise an eine Kirchenbank und an einen Altar verschwimmt also.

Der Unterschied ist zunächst einer der äußeren Zeichen. Gern wird nun behauptet, die äußeren Zeichen seien irrelevant, weil es in Wahrheit doch auf die innere Haltung ankomme, und ob sie stimme, könne man nicht an äußeren Zeichen ablesen. Und was kann man dagegen schon sagen? Natürlich ist die innere Haltung letztlich das, worauf es ankommt. Und natürlich gibt es genügend Fälle, in denen die äußeren Zeichen korrekt vollzogen werden, ohne dass die innere Haltung dazu passt. Doch diese strenge Trennung der inneren und der äußeren Dimension übersieht einen ganz entscheidenen Punkt.

Wenn jemand innerlich vom Glauben weit entfernt ist, dann werden auch noch so viele äußere Zeichen ihn nicht innerlich verändern. Aber umgekehrt funktioniert es schon: Jede innere Haltung muss sich zwangsläufig auch in äußerem Handeln ausdrücken, weil der Zusammenhang beim Menschen zwischen Körper und Seele, außen und innen, kaum enger sein könnte. Können wir wirklich sagen „X liebt Y“, wenn X dies niemals durch körperliche Handlungen ausdrückt, wenn er sie niemals verliebt anschaut, ihr niemals Blumen schenkt, sie küsst, oder auf welche andere Weise auch immer seine Liebe sozusagen Fleisch werden lässt? Eine rein „innerliche“ Liebe ist steril und vergeht bald von allein.

Jede innere Haltung muss sich in äußeren Zeichen ausdrücken, sonst wird sie im Laufe der Jahre verdorren. Und sie will es auch. Der Liebende will seiner Geliebten Zeichen seiner Liebe entgegenbringen. Und auf die gleiche Weise will der Gläubige auch Gott Zeichen seiner Liebe entgegenbringen. Auch Gottesliebe nicht ohne Zeichen (selbst Gott liebt uns glücklicherweise nicht ohne äußere Zeichen seiner Liebe – nicht ohne die Sakramente).

Die äußeren Zeichen, in denen sich die eigentlich wichtige innere Haltung ausdrückt, sind also ein unverzichtbarer Teil der inneren Haltung.

Doch mehr noch: Auf den Menschen mit offenem Herzen wirkt der Vollzug äußerer Zeichen auch wieder auf die innere Haltung zurück. Wenn wir einen Menschen lieben, und wir ihm ein äußeres Zeichen unserer Liebe entgegenbringen, dann drücken wir damit nicht nur unsere Liebe auf eine für ihn erkennbare Weise aus, sondern wir stärken auch die Liebe in uns. Selbst wenn wir uns gerade nicht danach fühlen, sollten wir das Zeichen dennoch vollziehen, weil es uns an das erinnert, was wir fühlen sollten. Wir sollten unseren Ehepartner lieben, selbst wenn wir gerade sauer auf ihn sind. Also bringen wir ihm die äußeren Zeichen der Liebe entgegen. Meist werden wir nach kurzer Zeit feststellen, dass unser Zorn verflogen und durch eine tiefere Liebe ersetzt worden ist.

Die äußeren Zeichen sind nicht nur notwendiger Ausdruck der inneren Haltung, sondern mehr noch, Stützpfeiler, durch die die innere Haltung gestärkt, vertieft, und zuweilen sogar zurückgewonnen werden kann.

Liebe äußert sich im menschlichen Leben immer durch Rituale, und so also auch die Liebe des Menschen zu Gott (durch Gebete, besonders durch die Liturgie), aber auch Gottes zu den Menschen (besonders durch das allerheiligste Sakrament des Altares, in der Gott im perfekten Ausdruck seiner unendlichen Liebe zu uns, seinen gebrochenen Leib uns zur Speise gibt, aber auch durch die anderen Sakramente). Keine Liebe ohne Ritual, ohne äußere Zeichen ihrer Gegenwart.

Was für die Liebe gilt, trifft auch auf die Ehrfurcht zu, weil Ehrfurcht vor Gott nichts ist als ein Ausdruck der Liebe. Weil wir Gott lieben, wollen wir ihm geben, was ihm zusteht – und ihm gebührt Anbetung, also auch Ehrfurcht. Und so wie wir die besonderen Orte ehren, an denen wir mit geliebten Menschen besondere Augenblicke verbracht haben, so ehren wir auch, auf unermesslich größere Weise, die Orte, an denen wir Gott in einer ganz besonderen Weise begegnen können; der größte dieser Orte ist natürlich der Altar.

Fassen wir also zusammen: So wie äußere Zeichen nicht zusammenhanglos neben der inneren Haltung stehen, sondern vielmehr ihr notwendiger Ausdruck sind, so findet auch die Ehrfurcht vor dem Altar als Ort, an dem Gott sakramental gegenwärtig wird, ihren notwendigen Ausdruck in der speziellen Reinigung und Vorbereitung des Priesters, bevor er zum Altar treten kann.

Und mehr noch: So wie durch den Vollzug äußerer Zeichen eine von uns als richtig und notwendig erkannte innere Haltung gestärkt und zuweilen gar erst hervorgerufen werden kann, so stärkt auch das äußere Zeichen der besonderen Vorbereitung in Form des Stufengebets die innere Haltung von Respekt und Ehrfurcht vor dem Altar Gottes.

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings: Der Wegfall des Stufengebets als äußerem Zeichen schwächt die innere Haltung ebenso wie der Wegfall äußerer Zeichen etwa im Falle der Liebe unter Menschen die Liebe schwächt, und bringt sie auf lange Sicht mehr und mehr zum Verlöschen. Eine nicht mehr ausgedrückte Liebe wird nicht mehr lange bestehen, und eine nicht mehr ausgedrückte Ehrfurcht wird nicht mehr lange ehrfürchtig sein.

In wie viel größerem Maße trifft dies auf das gläubige Volk zu, das Woche für Woche in der Kirche sieht, wie dem Altar nur noch wenige, ziemlich schwache Zeichen der Ehrfurcht entgegengebracht werden, und selbst diese vielleicht noch Ehrfurcht, nicht länger aber innere Vorbereitung und Reinigung des unwürdigen Priesters vor dem heiligen Altare Gottes ausdrücken? In wie viel größerem Maße wird das gläubige Volk zu dem Ergebnis kommen, dass, wenn der Priester nicht mehr der Bitte um Reinigung und der betenden Vorbereitung bedarf, es auch selbst keinen Respekt mehr vor dem Altar zu haben braucht.

Und das führt wiederum zu einem Rückgang von Ehrfurcht und Achtung vor dem heiligen Opfergeschehen, das sich am Altare in der Messe vollzieht, denn wir bringen besonderen Orten besondere Achtung entgegen. Dies heißt aber auch: Orten, denen wir keine besondere Achtung entgegenbringen, sind für uns auch keine allzu besonderen Orte.

Menschliche Haltungen drücken sich durch äußere Zeichen aus – in allen Lebensbereichen, also auch in der Liturgie. Selbst die beste Novus Ordo Messe hat aber kein Stufengebet, und auch kein äquivalentes Zeichen der inneren Reinigung und Vorbereitung auf das Hinzutreten zum Altar.

Es mag andere gewichtige Gründe für (oder vielleicht sogar gegen?) das traditionelle Stufengebet zu Beginn der Messe geben. Doch allein der hier aufgeführte Grund ist gewichtig genug, um die Forderung nach einer Wiedereinführung des Stufengebets zu rechtfertigen, und die informierte Meinung zu vertreten, dass der Novus Ordo in diesem Punkt theologisch ärmer ist, als die traditionelle Messe.  (Doch davon mehr in einer späteren Folge dieser Artikelreihe.)

Heiligkeit als Lösung der Kirchenkrise

Ich möchte kurz auf diesen hervorragenden Beitrag verweisen, den ich auf „Papsttreu im Pott“ gefunden habe, einem guten Blog, dessen Autor sich besonders mit der Lage im Bistum Essen beschäftigt. Der sogenannte Dialogprozess ist in ganz Deutschland im Gange – schwerfällig, bürokratisch und von einer verbandskatholischen Elite beherrscht. Wie in anderen Bistümern auch, herrscht im Rahmen der Essener Dialogsitzungen in der Regel eine Art Krawallstimmung gegen die Kirche und ihre Dogmen und Normen. Es gibt aber auch einige Gegenstimmen – krampfhaft von Medien verschwiegen und von Gremien ignoriert. Eine davon lasse ich hier zu Wort kommen, via Papsttreu im Pott: Einige (kommentarlose) Ausschnitte:

Man sollte (und kann) aber nicht so tun, als wäre die Kirche eine reine Demokratie und die Mehrheit bestimmt, was gemacht wird und was nicht. Göttliches Recht und das Naturrecht setzen uns Menschen klare Grenzen. Weil man in der Politik dagegen verstößt (Abtreibung, Euthanasie, PID etc.) und sich nicht darum schert, kann die Kirche es aber nicht genauso machen. Gott ist der Herr in seiner Kirche und nicht wir Menschen.

Ich befürchte zutiefst, dass dieser Dialogprozess noch tiefere Gräben in der Kirche unseres Landes aufreissen wird, weil man meint, man könnte alles ändern, wenn man nur eine Mehrheit dafür zusammenbekommt. Dies ist aber nicht so!!! Enttäuschung und daraus resultierende Handlungen, die der Einheit der Kirche schaden werden, sind da doch wohl vorprogrammiert, oder???

(…)

Die erste und wichtigste (weil wirkmächtigste) Reform schlage ich hier jedem einzelnen Katholiken unseres Bistums und darüber hinaus vor:
Ich bekehre mich und orientiere mich täglich immer mehr an der Offenbarung (Schrift, Überlieferung), die das Lehramt der Kirche uns vorgelegt hat. Ich gehe öfter in den Gottesdienst (sogar an Werktagen, das geht!) und empfange häufiger die Sakramente, vor allem das der Buße. Ich orientiere mein Gewissen an der vorgelegten Offenbarung und handele stets nach ihm in völliger Übereinstimmung mit meinem Glauben. So habe ich die Chance, mehr positiv von meinem Glauben auszustrahlen und meine (u.a. nichtgläubigen) Mitmenschen können an meinem Leben ablesen, wie ein Katholik glaubt, wovon er überzeugt ist und wie es sein Handeln bestimmt.
Wenn wir dies alle täten, würden wir uns wundern, wieviel sich in der Kirche positiv verändern würde. Mir hat mal ein Nichtgläubiger gesagt: „Ich kann Euch Katholiken nicht glauben! Ihr lebt wie alle anderen auch. Wo kann ich das, was Ihr zu glauben vorgebt, in Eurem Leben verwirklicht sehen, ja ablesen? Wo ist Euer gutes Beispiel?“ Ich war betroffen! Genau das ist es!
Nur das kann wahre Reform sein:
Nicht Angleichung an die Welt, sondern täglich immer mehr versuchen, Christus nachzufolgen und ihm gleichförmig zu werden! Gott gibt dazu die Gnade, wenn wir nur wollen.

(Hervorhebungen von Catocon)

Die ersten Christen in den frühen Jahrhunderten bekehrten ihre Umwelt nicht nur durch ihren Glauben – sie predigten und lehrten selbstverständlich – doch erst durch die Umsetzung ihres Glaubens konnten sie andere wirklich tiefgreifend überzeugen.

Die Lösung der Kirchenkrise? Werdet heilig!

(Jetzt habe ich doch noch etwas kommentiert…)