Ein Kardinalproblem der Soziallehre…

… ist, dass der inoffizielle Soziallehrer der DBK, Kardinal Marx, sie verschweigt. Seine Äußerungen muten, wie bereits vorher auf diesem Blog bemerkt, nicht immer allzu christlich an. Zu kritisieren ist nicht, dass seine Worte falsch seien, sondern dass sie die wesentlichen Fragen aussparen und selbst in den angesprochenen Themengebieten den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Die Worte des Kardinals, wie sie in diesen beiden Artikeln zitiert werden, sind, so sie denn in den gebotenen Kontext eingeflochten würden, nicht einmal notwendigerweise falsch. Sie sind nicht unbedingt falsch; für sich betrachtet sind sie sogar weitgehend richtig. Aber wer will etwa aus folgenden Worten etwas spezifisch Christliches herauslesen? (Einige Anmerkungen zu einzelnen Punkten von Catocon in roter Schrift, so rot wie die Kleidung eines Kardinals oder die Flagge eines marxistischen Landes:)

Kardinal Marx [erinnerte] daran, dass auch im Vertrag über die Europäische Union die Soziale Marktwirtschaft als ausdrückliches Ziel genannt werde. (Das mag sein. Was ist „soziale Marktwirtschaft“? Tritt der Kardinal mit politisch-gesellschaftlichen Forderungen auf, so wären präzise Definitionen und ein Bezug auf die katholische Soziallehre angemessener als der typisch politische Appell, die EU habe dies oder jenes so gewollt.) Eine solche Marktwirtschaft setze Rahmenbedingungen voraus wie Rechtsstaatlichkeit (Sicher richtig), allgemeiner Zugang zu Kultur („Zugang zu Kultur“? Soll das heißen, dass jeder ins Theater gehen kann? Wodurch – abgesehen von marktwirtschaftlichen Faktoren wie dem Preis – wird dieser „Zugang zu Kultur“ denn beschränkt?) oder Bildung (Das ist nicht richtig. Allgemeiner Zugang zu Bildung ist weder eine Voraussetzung für eine Marktwirtschaft – es kann jederzeit eine Marktwirtschaft geben, die in keiner Form allen den Schulbesuch ermöglicht, noch die Voraussetzung einer guten oder gerechten Gesellschaft. Zumindest hat die Kirche sich nie dem allgemeinen Gesellschaftsbild der heutigen Zeit angeschlossen, das staatliche Bildungszertifikate – wohlunterschieden von tatsächlicher Bildung – irgendeine besondere Relevanz für die Gerechtigkeit einer Gesellschaftsordnung haben. Zugang zu Bildung, d.h. zu echter Bildung, mag eine gewisse Bedeutung für eine gerechte Gesellschaft haben, doch das allgemeine Bildungsverständnis der heutigen Zeit, das vom Kardinal mit keinem Wort kritisiert wird, ist ausschließlich Berufsvorbereitung, und da braucht jeder eben nur Zugang zu den Berufsvorbereitungen, die er später auch braucht. Der Bauer braucht nach dieser vom Kardinal implizit geteilten und nie kritisierten Bildungsvorstellung eben kein Abitur.)

Nachdem sich in den vergangenen 20 Jahren eine Verschiebung zugunsten des Kapitals vollzogen und sich seit der Wende von 1989/90 „ein gewisser Kasino-Kapitalismus“ durchgesetzt habe, gelte es, nun wieder verstärkt „die Würde der Arbeit und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“.  (Und worin besteht die Würde der Arbeit? Worin besteht die Würde des Menschen? Und jetzt bitte nicht das übliche „Mehr Lohn für weniger Arbeit“ oder so. Auch härteste körperliche Arbeit kann würdig sein, nämlich dann, wenn sie einem würdigen und menschengemäßgen Zweck dient. Und leichte Bürotätigkeiten können aus demselben Grund vollkommen unwürdig sein. Würdige und unwürdige Arbeit kann es sowohl im Kapitalismus als auch in allen anderen Wirtschaftssystemen geben, wobei sich die Frage stellt, was der Kardinal gern an die Stelle des arg gescholtenen Kapitalismus setzen würde.

Eine weitere Frage: Wer soll denn bestimmen, was nun „in den Mittelpunkt gestellt“ wird? Sind wir inzwischen wieder bei der Kommandowirtschaft angekommen?)

Dazu gehöre, durch Bildung jedem „die Möglichkeit zu geben, das in die Gesellschaft einzubringen, was in ihm steckt“. (Wenn der Kardinal damit sagen möchte, dass es eben unterschiedliche Fähigkeiten gibt, und daher Schluss mit der Gleichmacherei im Bildungssystem, mit dem sozialistischen Einheitsschulmodell, gemacht werden soll, dann hätte er Recht. Wenn er damit, was ebenfalls oft hinter dieser Floskel steckt, meint, dass es höhere Bildung für alle geben sollte, dann irrt der Kardinal. Nicht alle Menschen besitzen die für eine sinnvolle höhere Bildung notwendigen geistigen Fähigkeiten, und diesen Menschen das Gefühl zu vermitteln, sie müssten diesen oder jenen Abschluss machen, wird ihnen nicht helfen, selbst wenn sie dadurch vielleicht etwas mehr Geld verdienen.) Hierbei sei „gerade auf die zu achten, die schwach sind“. Daneben forderte Kardinal Marx, dass „Familienzeit und Arbeit in ein besseres Verhältnis“ gebracht werden. (Und dieses Verhältnis soll worin bitte bestehen? Wenn der Kardinal fordern möchte, dass die unselige Trennung der Mütter von ihren Kindern rückgängig gemacht werden sollte, dann könnte er das sagen. Er wäre auf dem richtigen Weg. Will er damit das übliche CDU-Lied von der besseren „Vereinbarkeit“ von Familie und Beruf singen, dann wäre es für alle Beteiligten vielleicht besser, er enthielte sich einer Äußerung.) „Erwerbsarbeit als die einzige Arbeit zu betrachten, ist eine Überziehung“ (Kardinal Marx betrachtet sie nicht als die „einzige“ Arbeit; ebenso wenig wie Frau von der Leyen, von dessen Politik der Kardinal seine Inspiration zu beziehen scheint. Schade. Dabei gibt es so schöne Sozialenzykliken von Leo XIII. über Pius XI. bis zu Benedikt XVI.), so Marx. Die Pflege Angehöriger oder die Erziehung müsse daher auch stärker bei der Rente berücksichtigt werden. (Sicher eine gute Idee. Sollte man vielleicht der Bundesregierung mal sagen. Der Kardinal gäbe einen ganz guten Landes- oder Bundespolitiker von CDU oder CSU ab.)

Mit Bezug auf den wachsenden Anteil prekärer Arbeitsverhältnisse warnte Marx vor einer „Spaltung des Arbeitsmarkts in feste Arbeitsverhältnisse und unsichere Beschäftigungen“. (Es hat immer derartige Diskrepanzen gegeben, und es wird sie immer geben. Eine solche Spaltung ist nicht neu.) Aus sozialethischer Sicht müssten durch sichere Arbeitsverhältnisse Lebensperspektiven, zum Beispiel für die Gründung einer Familie, eröffnet werden. (Das Problem ist jedoch, dass in Wirklichkeit – im Gegensatz zu der Ideologie des Namensvetters Seiner Eminenz – das Sein nicht das Bewusstsein bestimmt, sondern das Gegenteil viel näher an der Wahrheit liegt. Es ist nicht der Fall, dass man bloß sichere Beschäftigungsverhältnisse bräuchte, und dadurch erst der Weg zu einer Familiengründung offen stünde. Es ist nämlich gar keine Unsicherheit hinsichtlich existenzieller Faktoren, die die Menschen von der Familiengründung abhält. Jeder Deutsche hat eine garantierte Existenzsicherung auf einem sowohl im globalen als auch im historischen Vergleich immens hohen Niveau. Familiengründung findet nicht statt, weil das inhaltliche, ideenbezogene Fundament dafür fehlt. Die Vorstellung von einem guten Leben ist heute bei den meisten Menschen anders als zu Zeiten, als sich Bischöfe noch trauten, über die Soziallehre und den Glauben der Kirche zu sprechen, ohne sie an den Zeitgeist anzupassen. Eine Familie zu gründen ist heute ein Luxusgut, das in der Priorität weit nach dem jährlichen Urlaub, der „Selbstverwirklichung“ beider Ehepartner in einer meist abhängigen Erwerbsarbeit für irgendeine gesichtslose private oder staatliche Bürokratie und dergleichen mehr kommt. Kinder sind eine Option unter vielen – nicht zuletzt auch, weil heute allgemein anerkannt ist, dass der Mensch entscheidet, wann der Sexualakt fruchtbar sein darf und wann nicht, und eben diese Entscheidung nicht mehr Gott überlassen wird, wie die Kirche lehrt, und Kardinal Marx freundlicherweise unerwähnt lässt, damit seine Popularität in den liberal-bürgerlichen Kreisen, in denen er scheinbar anzukommen wünscht, nicht sinkt.)

Schließlich plädierte Kardinal Marx für eine Stärkung des Sonntagsschutzes. (Gute Idee. Es könnte damit anfangen, dass in der Diözese des Kardinals an jedem Sonntag Messfeiern wieder Priorität haben und die unseligen „Wort-Gottes-Selbstaustobungsarbeitskreise“ an Sonntagen wegfallen. Der Sonntag kann nur geschützt werden, wenn der Zweck des Sonntags klar und unverschämt verkündet wird. Nicht irgendein diffuses „ach wir müssen uns ausruhen, weil Arbeit nicht alles ist“, sondern Dienst am Herrn. Der Sonntag ist der Tag, der für den Herrn beiseite gelegt wird, an dem alle weltliche, knechtliche Arbeit ruhen soll, um ganz für den Herrn bereit zu stehen. Das wäre echter Sonntagsschutz. Sonst könnte man auch am Montag ruhen.) „Die Arbeit soll den Menschen nicht beherrschen“, unterstrich Marx. Der Sonntag müsse ein „sichtbares Symbol“ bleiben dafür, „dass Arbeit und Alltag nicht alles sind“. (Ein „sichtbares Symbol“ soll der Sonntag also sein, dass Alltag und Arbeit nicht alles sind. Nun, das ist richtig. Aber es ist einfach nur die säkularisierte Version einer christlichen Idee.)

Der ganze Artikel könnte, von vorn bis hinten, auch von einem Atheisten berichten, der für die soziale Besserstellung der Benachteiligten kämpft. Hätte dies der Vorsitzende irgendeiner humanistisch-atheistischen Stiftung gesagt, so sollten wir ihm ein Lob dafür aussprechen. Doch diese völlig säkularisierten Worte stammen von einem Kardinal der Kirche Christi, der katholischen Kirche.

Und zwar von einem Kardinal, der von unserem Heiligen Vater ins Kardinalskollegium berufen worden ist, und damit den nächsten Papst mitwählen wird.

Wird Kardinal Schönborn, oder jemand, der so denkt wie er, vielleicht doch Papst Paul VII.?

Angesichts solch säkularisierter Haltungen, wie Kardinal Marx sie verkündet, schämt sich Martin Luther in seinem Grab gerade, weil er viel zu katholisch für Teile der heutigen deutschen Kirchenhierarchie wäre. Luther – ein konterrevolutionärer Katholik. Es kommt nur darauf an, mit wem man ihn vergleicht.

Bei den Worten des Kardinals von „Protestantisierung“ der Kirche zu sprechen, ist ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlichen und ehrenhaften Protestanten.

Wer hat das Kirchensteuer in der Hand?

Nach dem Papstbesuch geht nun die Schlacht um die korrekte Interpretation seiner Worte los. Erzbischof Zollitsch hat, laut kath.net, behauptet, der Papst habe nichts gegen die Kirchensteuer einzuwenden. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich den Erzbischof von Freiburg schon früher öfters kritisiert habe. Und auch diesmal komme ich nicht umhin, dem Erzbischof mitzuteilen, dass der Papst ganz sicher nicht der Auffassung ist, das deutsche Kirchenfinanzierungsmodell sei wunderbar und nicht reformbedürftig.

Ob es uns gefällt oder nicht, die faktische Entscheidungsmacht trägt derjenige, der das Geld in der Hand hat. Fast 90% der Katholiken in Deutschland sind, gemessen am Kirchenbesuch schlicht kirchenfern, aber sie sind für die überwältigende Mehrheit der Kirchensteuersumme verantwortlich. Das bedeutet: In Deutschland lebt die Kirche größtenteils vom Geld derjenigen, die nicht viel von der Kirche halten, die sie lieber als Zeitgeistreligion neu erfinden möchten, die wollen, dass die Kirche ihnen nach dem Mund redet, statt sie mit der Wahrheit herauszufordern.

Entweder das, oder sie sind einfach apathisch und befassen sich mit dem Thema Kirche und Glaube überhaupt nicht mehr.

Doch wenn etwa 90% des Kirchensteueraufkommens von kirchenfernen Katholiken stammt, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass dieses Geld größtenteils fortfiele, wenn die Zwangssteuer abgeschafft wird. Die nun von der Kirchensteuer befreiten kirchenfernen Katholiken wären mehrheitlich nicht an freiwilligen Spenden interessiert, und selbst wenn, so wäre die Hauptbegünstigte sicher nicht die Kirche, sondern diverse säkulare Hilfsorganisationen, die in der Gunst der Mehrheit stehen.

Es ist also nicht zu übersehen, dass der Lebensstil der heutigen Hauptamtlichen (und auch der geweihten Priester) massiv bedroht wäre, sobald die Kirchensteuer abgeschafft würde. Ebenso müssten auch die ganzen „karitativen“ Gruppen (deren katholisches Profil entweder ziemlich blass ist oder ganz geleugnet wird) kürzer treten. Die Kirche müsste sich wieder auf ihr Kerngeschäft beschränken, überschüssiges Personal abbauen, das derzeit noch mit der endlosen Produktion von Dokumenten und Gremiensitzungen beschäftigt gehalten werden kann, sich radikal entbürokratisieren und verschlanken. Vielleicht wäre es sogar wieder möglich, eine Kirche zu erreichen, die sich weniger an Umfragen ausrichtet als am Evangelium (doch das wäre wohl arg utopisch).

Wenn der Papst von Ent-Weltlichung spricht, davon, dass die Kirche sich weniger weltlichen Besitztümern verpflichtet wissen müsse, dann hat er vollkommen Recht. In dieser Hinsicht können wir von den Katholiken anderer Kontinente sehr viel lernen. Doch nicht nur exzessive Besitztümer charakterisieren die Welt, sondern auch eine ganz gewisse Mentalität, die ich schon oft an dieser Stelle mit dem Begriff „Zeitgeist“ charakterisiert habe, eine Mentalität, der neuesten Mode hinterherzulaufen, weil sie neu ist, nicht weil sie wahr und gut ist. Sowohl Besitztümer, Reichtümer, die finanzielle Basis der Kirche, als auch ihre Verwurzelung im bequemen Chefsessel der höflichen Gesellschaft mit ihren kleinen politisch korrekten Dogmen und Orthodoxien müssen dringend erschüttert werden.

Dies ruft den Widerstand der Hüter des Status Quo auf den Plan – welche sich natürlich als „fortschrittlich“ sehen, während sie zugleich jede wirkliche Reform eifrig blockieren. Die Hüter des Jetztzustands sehen sich selbst immer als fortschrittlich, weil sie glauben, dass die Geschichte in ihre Richtung läuft. Wahre Revolutionäre sind immer unbeliebt, nicht respektabel, und werden von der Mehrheit und Elite immer belächelt, wenn nicht verachtet oder zuweilen gar verfolgt. Wahre Revolutionäre sind anfangs immer unpopulär und in der höflichen Gesellschaft inakzeptabel – bis ihre Ideen Verbreitung gefunden haben, bis sie sich durchgesetzt haben. Erst dann werden sie respektabel.

Das ist der Weg jeder friedlichen Revolution in der Weltgeschichte – erst unpopulär, belächelt, verfolgt, dann mehr und mehr akzeptabel, dann selbstverständlich. Nicht umgekehrt. Wer dem Zeitgeist hinterhereilt, der wird ihn niemals einholen, er wird immer hinter der Zeit sein, er wird immer unmodern bleiben. Nur wer unabhängig vom Zeitgeist und den Ansichten von Mehrheit und Elite mit Überzeugung die Wahrheit spricht, der kann vielleicht überzeugen. Und dann wird er (im nachhinein) als Reformer oder Revolutionär gesehen.

Heute halten die meisten Menschen die Ideen der Französischen Revolution für gut, richtig und selbstverständlich. Doch das war nur möglich, weil die Revolutionäre von 1789 eben NICHT sich dem herrschenden System von Adel, Privilegien, Königtum und Kirche angepasst haben. Sie sind nicht dem Zeitgeist hinterher gelaufen, also konnten sie einen neuen Zeitgeist schaffen, dem dann die ANDEREN hinterherzueilen unternahmen.

Dasselbe gilt auch für die 1968er. „Freie Liebe“ und all die anderen Parolen waren 1968 noch längst nicht akzeptabel. Sie richteten sich gegen den damaligen bürgerlichen Zeitgeist, und konnten so einen neuen Zeitgeist schaffen, hinter dem heute die Bürgerlichen herlaufen, ohne ihn jemals einzuholen.

Egal was man von den Zielen der Revolution oder ihren zuweilen unmoralischen Methoden halten mag – und ich halte nicht viel von beiden – sie konnten nur Erfolg haben, weil sie sich widerborstig dem Zeitgeist entgegengestellt haben, um einen neuen Zeitgeist zu schaffen.

Von dieser Methode kann man lernen.

Die Kirche kann nur dann wieder gesellschaftlich relevant werden, wenn sie der Gesellschaft eine Alternative zum derzeitigen besinnungslosen Wettlauf um Geld, Macht, Spaß und Sex entgegenstellt. Und dann werden die von den leeren Versprechen der Welt Enttäuschten einen Zufluchtsort haben, an dem sie eine Heimat finden können.

Um aber dieses Niveau an Unabhängigkeit gegenüber der Welt zu erreichen, darf die Kirche keinerlei Verquickungen mit einem Staat haben, der mehr und mehr zum Knecht der radikalen Elemente des Säkularismus wird. Ebenso darf sie nicht von den Bevölkerungsschichten abhängen, die letztlich keine Loyalität zur katholischen Kirche haben, sondern nur zu einem verweltlichten Idealbild ihrer medial angeheizten Vorstellungskraft. Nur eine unabhängige Kirche kann die Welt verändern, und nur eine entweltlichte Kirche kann unabhängig sein.

Doch wie soll sich die Kirche in Deutschland entweltlichen, solange sie finanziell am Tropf der vollkommen verweltlichten Mehrheit hängt?

Erzbischof Zollitsch realisiert das wahrscheinlich auch – dumm ist er ja nicht. Das lässt dann allerdings sein Verhalten in einem anderen, weniger positiven, Licht erscheinen.

Der Trugschluss der Islamkritiker

Anlässlich der nun schon ein paar Wochen zurückliegenden Attentage in Norwegen möchte ich in dem folgenden Essay kurz einige Gedanken zur sogenannten „Islamisierung“ Europas zusammentragen.

Gern wird nun von interessierter Seite behauptet, Breivik sei ein „christlicher Fundamentalist“ gewesen, und manche gehen sogar so weit zu behaupten, Breiviks Taten zeigten, wie gefährlich traditionsverbundene Gruppen in der katholischen Kirche seien, obwohl Breivik nicht einmal Katholik war. (Matthias Matussek nimmt zu dieser absurden These hier Stellung.)

Die Instrumentalisierung der Akte von Einzeltätern, durch die unliebsame politische Bewegungen als Ganze diskreditiert werden sollen, ist aus meiner Sicht grundsätzlich abzulehnen, es sei denn es gibt wirklich zwingende Beweise für einen Ursachenzusammenhang. Viele Islamkritiker behaupten, solche Beweise gebe es für den Zusammenhang zwischen Islam und Terrorismus. Wie dem auch sei, für den Zusammenhang zwischen traditionellem Christentum und Terrorismus gibt es praktisch keine Beweise. Selbst Breiviks Taten können dazu nicht dienen, da er von sich selbst gar nicht behauptete, ein gläubiger Christ zu sein – eingestandenermaßen benutzte er das Christentum nur, um seine anti-islamischen Ideen mit einer kulturellen Unterfütterung zu versehen.

Doch ich habe bislang zu den Attentaten geschwiegen, und werde auch jetzt den Streit über die Ursachen anderen überlassen. Ich möchte vielmehr an dieser Stelle eine Unterscheidung kenntlich machen, die in der öffentlichen Debatte generell untergeht. Es geht mir grob gesagt um die Unterscheidung von „kulturellen“ und „religiösen“ Christen, die Breivik in seinem Manifest selbst trifft, und in der er sich den „kulturellen“ Christen zuordnet. Es gibt einige, in Europa derzeit aufstrebende, Parteien und Gruppen, die den Islam als gefährlich ablehnen und die Einwanderung von Moslems stoppen oder gar umkehren wollen. Aufgrund der höheren Geburtenraten der Moslems, so geht das Argument, drohe ohnehin schon eine schleichende Islamisierung der Gesellschaft. Generell läuft das Argument darauf hinaus, dass wir die westliche Kultur schützen müssen. Doch warum ist aus dieser Sicht die „westliche Kultur“ so bedeutsam? Nun, betrachtet man die gesellschaftlichen Positionen dieser Islamgegner, so findet man, dass sie im Wesentlichen gescheiterte 68er sind. Sarrazin ist ein SPD-Politiker, und seine Lösungsvorschläge in „Deutschland schafft sich ab“ beinhalten die üblichen Forderungen nach mehr Staat, früherer staatlicher Kontrolle über den Nachwuchs usw. Ähnliches gilt für Geert Wilders in Holland und generell für eine Strömung der Islamkritiker. Sie stören sich am Vormarsch des Islam hauptsächlich, weil er die „Errungenschaften“ der westlichen Kultur gefährdet. Und diese Errungenschaften sind oft: Freie Abtreibung, Homo-Ehe, sogenannte Frauenemanzipation, religiöser Indifferentismus usw. Sie sind „kulturelle“ Christen, weil sie im Christentum ein nützliches Symbol für den geeinten Kampf der Europäer gegen den Islam und seine Förderer in Europa sehen.

Diese Islamkritiker nehmen die „Fortschritte“ der letzten 50 Jahre als gut und richtig hin, erkennen aber, dass diese Fortschritte durch die multikulturelle Gesellschaft bedroht werden könnten, sobald religiös und gesellschaftspolitisch konservative Moslems durch zunehmenden Bevölkerungsanteil Einfluss auf Wahlen gewinnen. Außerdem argumentieren sie oft wirtschaftspolitisch, d.h. gegen Zuwanderung „in die Sozialsysteme“, um diese „Sozialsysteme“ vor dem Zusammenbruch zu schützen, sie zu bewahren. Es handelt sich um gesellschaftspolitisch zumindest gemäßigt progressive Anhänger eines umfassenden Wohlfahrtsstaates, für die die strikte Form der Trennung von Kirche und Staat (wie in der kemalistischen Türkei oder in Frankreich) das Ziel ist. Klingt nicht gerade nach traditionalistischen Katholiken, oder?

Und damit komme ich zu der zweiten Gruppe unter den Islamkritikern: Religiöse Konservative lehnen den Islam oft mit an der Oberfläche ähnlichen Beweggründen ab. Auch sie sind gegen Masseneinwanderung aus islamischen Ländern, für die Bewahrung der „jüdisch-christlichen Kultur“. Doch haben sie oft ganz andere Motivationen. In der Regel handelt es sich um entschlossene Gegner der modernen Wohlfahrtsstaaten, der angeblichen Fortschritte der letzten 50 Jahre im gesellschaftlichen Bereich usw.

Sie erkennen das Hauptproblem nicht so sehr in der Einwanderung von Moslems (selbst wenn sie diese oft auch beschränken möchten), sondern in dem gesellschaftlichen Kollaps im Westen, genau in dem Säkularismus, mit dem die erste Gruppe der Islamkritiker (z.B. Wilders) kooperieren will.

Die Unterscheidung lässt sich vielleicht in kurzen Worten so zusammenfassen: Die einen Islamkritiker sehen den „modernen Westen“ durch „rückschrittliche“ islamische Traditionalisten bedroht, und wollen daher eine Allianz zwischen Säkularisten und Christen unter dem Banner eines „kulturellen“ Christentums schaffen, mit der sich dann der islamische Einfluss auf Europa reduzieren ließe. Die anderen Islamkritiker sehen den „traditionellen Westen“ durch „fortschrittliche“ Säkularisten bedroht, und verweigern daher eine Allianz zwischen Säkularisten und Christen. Stattdessen stehen sie für eine Wiedergeburt eines authentischen, religiösen Christentums, das dann als Nebeneffekt auch das Problem der „Islamisierung“ lösen würde – denn religiöse Christen würden sicher nicht (wie „kulturelle“ Christen) 1,4 Kinder pro Frau zeugen und dadurch die demographische Entwicklung der Islamisierung erst plausibel erscheinen lassen.

Auf der einen Seite des Lagers der Islamkritiker stehen also säkularisierte, „kulturelle“ Christen an der Seite „säkularisierter“ Moslems (wie Ayaan Hirsi Ali) und überzeugter Atheisten, die den modernen Westen vor der Welle der Moslems schützen wollen (und daher die Multikulturalisten als Hauptfeind sehen, die in dieser Ideologie nur als Verräter erscheinen können, da sie ja die „Schleusentore“ geöffnet haben, durch die die Moslems jetzt ins Land kommen können) – doch eine traditionelle christliche Gesellschaft würden sie als abscheulich sehen, und würden sie fast ebenso entschlossen bekämpfen, wie eine traditionelle islamische Gesellschaft.

Viele dieser Islamkritiker befürworten einige „traditionalistische“ Positionen aus pragmatischen Erwägungen heraus – möglicherweise lehnen einige von ihnen die Abtreibung ab, um dadurch das Volk nicht noch zahlenmäßig weiter zu schwächen, oder befürworten die katholische Hierarchie, um sich ihrer Symbole und Traditionen als Identifikationsmerkmal und kulturellen Einigungsfaktor bedienen zu können. Aber sie vertreten diese „traditionellen“ Positionen nicht, weil sie sie wirklich für wahr halten, sondern weil sie nützlich sind. Damit unterscheiden sie sich von den Traditionalisten ganz erheblich. Abtreibung ist moralisch verwerflich, ja. Aber nicht, weil sie das demographische Problem verstärkt, sondern weil sie die Tötung unschuldigen Menschenlebens bedeutet – also aus demselben Grund, aus dem Breiviks Attentat auf das Jugendlager verwerflich war. Die katholische Hierarchie ist gut, und wir sollten reformkatholischen Angriffen auf sie widerstehen, ja. Aber nicht, weil sie sich als kulturelle Identifikationsfigur oder Basis für einen anti-islamischen Kreuzzug nutzen ließen, sondern weil sie von unserem Erlöser Jesus Christus eingerichtet worden ist, um die Seelen zum Heil zu führen.

Selbst wenn die oberflächlichen Ziele also ähnlich zu sein scheinen, die dahinter stehende Motivation traditioneller, religiöser Islamkritiker ist nicht vergleichbar mit derjenigen ihrer säkularisierten, „kulturchristlichen“ Brüder.

Breivik gehört nun eindeutig zu den säkularisierten Islamkritikern. Traditionalistische oder fundamentalistische Christen wären nicht Mitglied bei den Freimaurern, sie glaubten wirklich an Gott und an die Gottessohnschaft, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi usw. Wenn es also überhaupt einen Zusammenhang zwischen Attentat und Islamkritikern gibt, dann  wäre dieser eben nicht bei den religiösen Traditionalisten, sondern bei den Säkularisten zu suchen.

Ich bin allerdings davon überzeugt, dass man selbst hier keinen allzu engen Zusammenhang konstruieren kann. Dass Breivik Islamkritiker beider Denkrichtungen zitiert, kann nicht als relevant gewertet werden. Er zitiert auch Angela Merkel. Ist diese jetzt Mitschuld an den Attentaten? Schon der Gedanke ist lächerlich. Und nirgendwo haben Wildern, Broder, Sarrazin und andere Islamkritiker zu Gewalt und Terror aufgerufen. (Im Gegenteil: Wilders hat von solchen Drohungen und Aufrufen abgesehen, obwohl gegen ihn seit Jahren regelmäßig Morddrohungen eingehen und er deshalb unter Polizeischutz leben muss). Wilders, Sarrazin und andere säkularisierte Islamkritiker sind nicht als „geistige Brandstifter“ zu werten, da sie keine Brände gelegt haben, und auch nicht zum Legen von Bränden aufrufen. In ihren Schriften und Worten findet sich nichts, was man auch nur ernsthaft in diese Richtung interpretieren könnte. Ich werfe ihnen keine Mitschuld vor, und es ist ungerecht es zu tun.

Trotzdem haben sie nicht Recht. Das Problem ist nicht der Islam und nicht die Islamisierung. Wenn man sich ernsthaft mit dem Islamismus beschäftigt, so stellt man fest, dass er ein relativ junges Phänomen ist. Er ist im Wesentlichen als Antwort auf die Verwestlichung islamischer Staaten entstanden (und hat diese ziemlich erfolgreich zurückdrängen können, etwa im Iran, was auch immer man über die verwerflichen Methoden sagen mag).

Das Problem ist auch nicht in erster Linie der Multikulturalismus oder die Masseneinwanderung. Sie sind beide die Folge anderer Entwicklungen. Das Problem sind nicht die vielen Moslems, sondern die wenigen Christen. Wenn wir wirklich die westliche Kultur verteidigen oder wiederherstellen wollen, dann müssen wir zunächst zwei wichtige Fragen beantworten:

(1) Was genau ist die „westliche Kultur“ die wir erhalten wollen? Ist es der religiös indifferente Sumpf der Dekadenz und des Libertinismus der letzten 50 Jahre? Oder ist es der traditionelle christliche Glaube mitsamt seiner Sittenlehre?

(2) Im Anschluss daran: Worin bestehen die Ursachen der heutigen Krise.

Ich persönlich sehe nichts Erhaltenswertes in dem dekadenten Sumpf, der sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr des Westens bemächtigt hat. Und ich glaube nicht, dass die Ursachen der Krise bei den Moslems oder im Multikulturalismus zu suchen sind. Es ist eine Tatsache: Derzeit ist der Westen ohne massive Zuwanderung überhaupt nicht überlebensfähig – denn die übersättigten Wohlstandskinder sind zu sehr auf ihre persönliche Selbstverwirklichung und Triebbefriedigung ausgerichtet, um überhaupt fähig zu Familien mit mehreren Kindern zu sein. Und selbst die wenigen Kinder, die die Europäer noch haben, lernen in Schulen praktisch nichts, wachsen immer seltener bei ihren beiden leiblichen Elternteilen auf (und selbst wenn, sehen sie sie nur spät abends), bekommen keine religiösen und moralischen Überzeugungen mehr vermittelt, haben deshalb in einer immer früher über sie hereinbrechenden, dekadenten, moralfreien Massenkultur kaum eine Chance zu anständigen Menschen heranzuwachsen, und selbst wenn es ihnen gelingt, die schlimmsten Perversionen von sich fernzuhalten, werden sie niemals die Schätze authentischer westlicher Kultur kennenlernen, da man sie ihnen vorenthält. Für sich genommen ist der Westen nicht überlebensfähig. Er ist abhängig von Einwanderern, bei allen Problemen, die das mit sich bringt. Sie sind seine einzige Hoffnung, solange der Westen nicht den Irrtum seiner modernistischen Wege einsieht.

Mutter Teresa hat einmal gesagt (ich paraphrasiere): Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind töten kann, was kann man dann an einer Zivilisation noch retten? Und die implizierte Antwort war natürlich: Nichts. Recht hat sie.

Wenn die derzeitigen Tendenzen in der Gesellschaft sich wie erwartet fortsetzen, werden wir irgendwann eine Situation erreichen, in der der verbliebene „einheimische“ Bevölkerungskern einer großen ethnisch diversen Minderheit mit sehr vielen Moslems gegenübersteht, und ringsherum die Gesellschaft auseinanderfällt. Das ist der ideale Nährboden für einen Volksverführer. Vielleicht werden die einheimischen Wutbürger dann wieder einmal ihre fremden Nachbarn in spezielle Lager ohne Wiederkehr schicken. In diese Richtung driftet der Westen nahezu unaufhaltsam. Er braucht immer mehr Einwanderer, um seine sozialen Einrichtungen und seine Wirtschaft am Laufen zu halten, doch langfristig werden auch die Einwanderer die Europäer nicht retten können, weil Masseneinwanderung ganz andere Probleme mit sich bringt. Irgendwann kommt die große Krise – vielleicht morgen, vielleicht erst in 10 oder 20 Jahren – und dann explodiert das ganze Gebräu der letzten Jahrzehnte.

Dann wird Catocon an der Seite der Einwanderer stehen. Verglichen mit den moralischen Werten und dem größtenteils heidnisch-okkulten Glauben des modernen Westens („Kultur des Todes“) wäre eine islamische Gesellschaft ein Segen. Doch Gott möge verhindern, dass es jemals soweit kommt, denn eine Wiedergeburt des traditionellen Westens wäre bei weitem vorzuziehen.

Dass eine Abwehr der „Islamisierung“ den Triumph des Westens bedeuten würde, statt nur seinen ungehinderten Zusammenbruch, das ist der fatale Trugschluss der Islamkritiker.

Vom Geräusch aus Luthers Grab

Immer wieder hört man aus traditionsverbundenen Kreisen innerhalb der Katholischen Kirche, es habe eine Protestantisierung der Liturgie und des Glaubenslebens stattgefunden. Und das ist sicher auch richtig – vor allem wenn man den Protestantismus nimmt, wie er sich heute in Europa darstellt. Und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass der Begriff „Protestantisierung“, so treffend er in vielen Zusammenhängen auch ist, zwei Aspekten nicht wirklich gerecht werden kann.

1. Wirklich gläubige Protestanten

Es gibt sie, vor allem in den freikirchlichen, konservativen Gruppierungen. Sie haben zwar nicht die Fülle der katholischen Überlieferung (und die meisten können wenig dafür, da sie die Wahrheit nie beigebracht bekommen haben, und ihnen nie ein guter Grund gegeben wurde, ihre Irrtümer zu überdenken), aber sie folgen oft treu der Überlieferung, die sie haben. Sie ist fehlerhaft, aber sie bemühen sich um ein gutes Christenleben. Das ist mehr als man von 90% der Katholiken, mindestens 80% der Gremienkatholiken und vielen Priestern und Bischöfen sagen kann. Als ich 2007 erstmals positiv mit einem ernsthaften Christentum per Internet in Berührung kam, waren es amerikanische „Southern Baptists“, die mich zuerst in ihren Bann zogen. Ohne diesen Einfluss hätte ich wahrscheinlich niemals zum Glauben gefunden. Sie boten mir etwas, das ich bei den deutschen Katholiken noch immer nicht gefunden habe: Sie glaubten wirklich und scheuten sich auch nicht es zu bekennen. Dafür bin ich ihnen dankbar.

2. Martin Luther

Wann immer ich mir den Zustand der katholischen Kirche (und auch der diversen protestantischen Religionsgruppen) anschaue, meine ich diffus ein Geräusch aus der Richtung des Luther-Grabs zu hören: Er hat sich im Grabe umgedreht! Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einen unfehlbaren Weg gegeben hätte, die Reformation zu verhindern: Man hätte zurück in die Zeit reisen und Luther Einblick in die Folgen seiner Aktivitäten gewähren müssen. Hätte man Luther gesagt, sein Schisma werde zu homosexuellen PastorInnen in evangelischen Pfarrhäusern, nahezu totaler Apathie unter nahezu allen Gläubigen und einer Spaltung des Protestantismus in mehr als 20000 Denominationen führen, wäre er sofort aufgebrochen und sich selbst geißelnd, barfuß, nach Rom gewandert, um dort auf Knien um Vergebung zu bitten!

Konklusion:

Ja, Protestantisierung trifft die Aktivitäten der heutigen Neo-Reformatoren und Modernisten in der Kirche auf den Kopf. Und wenn man sich mit dem letzten Konzil und den Folgen beschäftigt, so findet man heraus, dass viele bewusst eine Protestantisierung der Liturgie (und zumindest in der Praxis auch der Theologie) angestrebt haben. Daher hat der Begriff „Protestantisierung“ seinen historischen Sinn. Doch da der heutige Mainstream-Protestantismus völlig säkularisiert ist, sollte man vielleicht Martin Luther in Frieden in seinem Grabe ruhen lassen und den Prozess der Kirchendeformation als „Verweltlichung“ bezeichnen. Man tut ihm wirklich Unrecht, wenn man ihn mit Menschen wie Margot Käßmann, Hans Küng und den diversen Gremienkatholiken vergleicht.