Papst Franz: Gebet und Gehorsam

Wer seit dem „Habemus Papam“ meinen Blog verfolgt hat, der weiß, dass ich mich scharf kritisch gegenüber Kardinal Bergoglio, dem jetzigen Papst Franz, geäußert habe.

Nach dieser teils scharfen Kritik möchte ich es jedoch nicht unterlassen, den Heiligen Vater genauso wie seinen Amtsvorgänger ins innige Gebet mit einzuschließen. Vor Papst Franz liegt eine schwere Aufgabe, nämlich die Führung der Kirche Gottes in einer schweren Kirchenkrise, und auch die Bewältigung dieser Krise. Bei dieser Aufgabe benötigt er dringend die Unterstützung des Gebets, auch und gerade solcher Katholiken, die seiner bisherigen kirchlichen Laufbahn sehr kritisch gegenüber stehen und ihn deswegen nicht gerade für die Idealbesetzung halten.

Selbst in guten Zeiten ist das Papstamt eine schwere Bürde für den Mann, der sie zu tragen bestellt wurde, und wir leben nicht in guten Zeiten. Bei aller schweren Kritik – die ich weiterhin für richtig und notwendig halte – bleibt er zudem das Oberhaupt aller Katholiken, dem sie Gehorsam schulden, wenn und insoweit er nichts verlangt, was dem überlieferten Glauben oder den guten Sitten widerspricht.

Hier also der klare Aufruf an alle Katholiken unabhängig von ihrer Zufriedenheit mit der Wahl des Konklaves: Betet für unseren Heiligen Vater Franz und folgt ihm in Treue und Gehorsam im Rahmen des wahren Glaubens und der Sittenlehre!

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11 Gedanken zu „Papst Franz: Gebet und Gehorsam

  1. Ich bete gerne für unseren Heiligen Vater, Papst Franziskus – aber nicht für Papst Franz!!!!
    Für mich ist „Franz“ assoziiert mit: „Gott erhalte, Gott beschütze unsern guten Kaiser Franz“
    (bin Österreicherin), mit „Kaiser Franz“ Beckenbauer, mit „Franz heißt die Kanaille“, mit dem beinahe sprichwörtlichen „Ober Franz“ etc.pp.
    Also bitte „Papst Franziskus“ – soviel Höflichkeit muß sein!!

  2. Lieber Kreuzfährte,
    der Heilige Vater nennt sich Franziskus.
    Es gibt keinen Grund, ihm in dieser Entscheidung nicht zu folgen und ihm die Achtung zu verweigern. Auf diesem Blog wirkt das vertrauliche „Franz“ umso abträglicher, als Sie bereits die Verbindung zu Franz von Papen knüpften, ein Mann, der sich aus Eitelkeit, Machtgier und Blindheit völlig überschätzte, entsprechend kläglich versagte und damit einem Massenmörder die Tür zur Macht öffnete. Ich musste bei Ihrem heutigen „Franz“ an jenen Bernhard Weiß denken, den Josef Göbbels beharrlich „Isidor“ zu nennen pflegte, um ihn öffentlich lächerlich zu machen und mit dem antijüdsichen Klischee zu bemanteln, das auch bei liberaleren Zeitgenossen damals ein Grinsen auf die Lippen brachte.

    Also: Wenn Sie mich als Leser behalten wollen, verzichten Sie bitte auf „Franz“ und anknüpfende Anspielungen.

    In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen auch raten – soweit ich in anderen Dingen Ihre Wahrnehmungen teile – halten Sie sich besser zurück mit Urteilen. Sie waren auf peinliche Weise schnell. Man muss in aller Demut dem Bedürfnis widerstehen, den Heiligen Vater zu verschubladen. Gerade weil ich Benedikt XVI. so sehr schätzte, weil mir der Neue fremd ist, gerade deshalb verzichte ich auf jedes Urteil. Wie groß ist die Gefahr, dass Sie ihm Unrecht tun und das auch noch in aller Öffentlichkeit? Vielleicht bin ich erst nach seiner ersten Enzyklika in der Lage, mich auch inhaltlich zum dem Menschen zu stellen, der jetzt das Petrusamt innehat.

    Ich bedauerte es jedenfalls, wenn ich Sie löschen müsste.

    Gottes Segen

    Charlene

    • Charlene,
      noch einmal: Franz ist weder unhöflich noch übermäßig vertraulich. Es ist ganz einfach die normale deutsche Form des lateinischen Namens Franciscus. So wie wir Benedikt gesagt haben, und nicht Benedictus, Paul und nicht Paulus etc. Papstnamen werden meist eingedeutscht und das hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun.

      In der Tat werde ich allerdings in Zukunft den Namen Franziskus verwenden, nicht weil Franz unhöflich oder respektlos gewesen wäre, und auch nicht weil der Papst sich den Namen Franziskus gegeben habe – er hat sich den lateinischen Namen Franciscus gegeben, der auf deutsch eben in der Regel mit Franz wiedergegeben wird. Ich werde Franziskus sagen, weil dies die Form ist, die die Heilige Kirche in Deutschland in ihrem liturgischen Gebet für ihn in der Messe verwendet.

      Ich selbst hätte bei aller Fairness Franz angemessener gefunden, gerade wenn der Papst doch ostentativ als ein Mann des Volkes gesehen werden möchte. Der Papst spricht ganz gut deutsch. Ich bezweifle, dass er etwas dagegen hätte, wenn man ihn – wie den Hl. Franz von Assisi – einfach bei der üblichen deutschen Entsprechung nennen würde. Aber, wie gesagt, die Kirche sagt Franziskus, und dann sage ich das auch.

      Wenn sich herausstellt, dass ich mich in meinen Ansichten geirrt habe, dann werde ich auch das nicht verbergen. Ich mag auch schnell gewesen sein – das will ich gar nicht bezweifeln. Ob ich peinlich war, ist eine Beurteilung, die ich Ihnen überlassen möchte. Die Wahrscheinlichkeit, ihm Unrecht zu tun, ist ziemlich gering, wenn man sein Werk als Erzbischof von Buenos Aires betrachtet.

      • Danke für die Antwort. Ihr Grund, Franziskus zu verwenden, ist in der Tat wesentlich treffender, als meiner. Aus Buenos Aires hörte ich sehr widersprüchliche Einschätzungen. Schauen wir, wo wir im kommenden Jahr um diese Zeit stehen. Aus Erfahrung halte ich mich mit meinem Urteil sehr zurück, denn: betreffen Informationen die Kirche, sind sie regelmäßig nicht verläßlich. Peinlich fand ich die Verbindung zu Franz von Papen. Das war unangemessen und stand im Gegensatz zu Ihrer ansonsten so sachlichen Art zu argumentieren. Ein solch weitreichender Vorwurf hätte wesentlich besser belegt werden müssen. Über das Verhältnis zwischen Urteil und Beurteilung diskutieren wir mal bei Gelegenheit.

        • Charlene,
          „Peinlich fand ich die Verbindung zu Franz von Papen.“
          In Ordnung. Das kann ich verstehen – die Äußerung war sehr polemisch… 😉

  3. Dem möchte ich mich (minus „Heiliger Vater“, denn wie war das noch einmal? „Ihr sollt auch nicht jemanden auf der Erde euren Vater nennen, denn einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel“) als nicht-Katholik anschließen.

  4. Ach ja, das mit dem Gehorsam… den schulden wir alle in erster Linie Gott. Daher sollte unsere Leitschnur nicht sein, was der Papst sagt, sondern Gottes Wort – die Bibel.

  5. Mit Freude habe ich seit geraumer Zeit den blog verfolgt – in den letzten Tagen kamen mir Zweifel. Der heutige Eintrag hat mich wieder versöhnt. Als „wankender“ Katholik kämpfe ich mit mir selber, da sind „Sprenggranaten“ aus dem inneren Kreis kontraproduktiv.

    • Dr. Egger,
      die Papstwahl war für mich ziemlich emotional beladen, weil ich Kardinal Bergoglio eben schon kannte, und wusste, was man von ihm zu erwarten haben würde – er war eben schon viele Jahre Erzbischof von Buenos Aires.
      Keinesfalls möchte ich Sie oder Ihren Glauben ins „Wanken“ bringen. Ich bin auch nur ein einfacher Blogger; schenken Sie einfach der Heiligen Kirche und ihrem Herrn Jesus Christus Ihren Glauben, und nicht mir, wenn Sie ins Zweifeln geraten… 😉
      Viel Glück und Gottes Segen!

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