Erzbischof Robert Zollitsch und die Häresie

Herr Zollitsch, der Vorsitzende der Bischofskonferenz der Deutschen Nationalkirche, hat kath.net zufolge die Meinung geäußert, es werde eine „Veränderung in der katholischen Kirche beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen“ geben – zu seinen Lebzeiten, d.h. in relativ kurzer Zeit. Warum? Das sei alles eine „Frage der Barmherzigkeit“. In dem Artikel heißt es über Zollitsch:

Er frage sich manchmal, warum es nicht schneller gehe. Manche in Rom „wittern gleich den Glaubensabfall, wenn wir in Deutschland etwas kontroverser diskutieren“. In der Weltkirche zählten Deutsche besonders „überall dort, wo man meint, man brauche Geld“.

Es scheint also seine Auffassung zu sein, dass Wiederverheiratet-Geschiedene grundsätzlich zur Kommunion zugelassen werden sollten, und erwartet daher, dass es in Rom „schneller“ gehe. Es ist ja auch absurd, den Glaubensabfall in einer Kirche zu wittern, in der kaum noch jemand an etwas anderem als dem steten Strom der Kirchenzwangssteuer interessiert zu sein scheint. Nein, nein, wir glauben immer noch an unseren Herrn Mammon, ähm ich meinte natürlich Jesus Christus – man kann sich ja mal versprechen, nicht?

Schließlich, so Zollitsch, sei der geschiedene Katholik Christian Wulff ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man „barmherzig“ sein sollte, und „Wiederverheiratet-Geschiedene“ (Fachterminus: unbußfertige Ehebrecher im Konkubinat) zur Kommunion zuzulassen. Und es kann nur um die Zulassung zur Kommunion gehen, anders kann man Herrn Zollitsch nicht verstehen.

Abschließend zeigt Herr Zollitsch noch wessen Geistes Kind er wirklich ist:

Schließlich bezeichnet Zollitsch die Grünen wertschätzend als „eine Partei, in der viele Christen sich beheimatet fühlen“. Er stelle „immer wieder Übereinstimmungen mit christlichen Überzeugungen fest, da hat sich sicher einiges verändert seit den Anfängen der Grünen.“

Kommentar von Catocon:

1. Dass Herr Zollitsch persönlich um sich herum keine Anzeichen von Glaubensabfall wittert, und Rom vorwirft, man sei sozusagen nicht lässig genug im Umgang mit der Glaubenswahrheit, man rege sich viel zu leicht über ein Paar Dialoge und Kontroversen auf, man solle sich in Rom mal entspannen und die guten Bischöfe in Deutschland machen lassen, all dies zeigt sehr gut, was man in Rom mit Glaubensabfall meint. Der Fisch erkennt nicht, dass er nass ist, weil er nichts anderes kennt. Ähnlich ist es mit Herrn Zollitsch und dem katholischen Glauben. Er erkennt nicht den Glaubensabfall, weil er längst selbst nur noch dem Namen nach katholisch ist, keinesfalls aber seinen Handlungen nach. An ihren Früchten sollen wir sie messen…

2. Die ganze Formulierung „Wiederverheiratet-Geschiedene“ ist an sich schon nicht in Einklang mit der Lehre der Kirche zu bringen. Da die Ehe ein unauflösliches Band zwischen Ehemann und Ehefrau konstituiert, ist eine echte Scheidung nicht möglich. Die Unauflöslichkeit gehört zur Natur der Ehe, also kann man sie nicht auflösen. Es gibt keine „Geschiedenen“, nur Ehebrecher. Es gibt keine „Wiederverheirateten“, nur Konkubinen. Wer von seinem Ehepartner ohne seine Schuld verlassen und dann zivilrechtlich auf der Basis ungerechter Scheidungsgesetze in den meisten westlichen Ländern geschieden wird, der kann natürlich nichts dafür. Aber er ist IMMER NOCH verheiratet, da es keine Scheidung gibt. Er ist immer noch zu einem Fleisch mit seinem Ehepartner verbunden. Weitere sexuelle Beziehungen sind daher immer Ehebruch, eine schwere Sünde, und zwar auch dann, wenn es eine zivilrechtlich geschlossene „Ehe“ mit einer anderen Person gibt. Durch den Bestand dieser „Ehe“ gibt die beteiligte, zivilrechtlich geschiedene Person zu erkennen, dass sie in schwerer Sünde zu verharren und zu leben wünscht. Diesem Wunsche ist daher auch grundsätzlich bei der Zulassung zur Kommunion zu entsprechen. Für den Empfang der Kommunion im Stande schwerer Sünde gilt das Wort des Paulus.

3. Die „Zulassung von Wiederverheiratet-Geschiedenen zur Kommunion“ ist daher, in klares, einfaches Deutsch übersetzt, nichts anderes als: Die Entweihung des Leibes unseres Herrn zwecks Besänftigung absichtlich in schwerer Sünde lebender, gewohnheitsmäßiger Ehebrecher. Natürlich würde Herr Zollitsch das so nicht formulieren wollen, aber es ist nichts anderes als dies. Denn die Ehe ist wirklich unauflöslich, Ehebruch wirklich eine schwere Sünde, die Kommunion wirklich der Empfang des Leibes unseres Herrn. Vielleicht glaubt Herr Zollitsch das ja nicht. Doch das sagt uns wieder einiges über den Glaubensabfall der deutschen Bischofskonferenz, die ihn zum Vorsitzenden gemacht hat.

4. Der schwierige Teil in der Debatte um die Zulassung von „Wiederverheiratet-Geschiedenen“ und anderen in schwerer Sünde persistierenden Menschen ist nicht so sehr die inhaltliche Frage – die ist vollkommen klar. Es ist die Vermittlung dieser Wahrheit, die Einfühlungsvermögen und „pastoralen“ Umgang erfordert, aber eben ZUSÄTZLICH zu einer festen, klaren, katholischen Haltung in der Sache.

5. Doch dass Herr Zollitsch längst den Boden irgendeiner an den katholischen Glauben erinnernden Überzeugung verlassen zu haben scheint, zeigt ja schon sein Beispiel: Christian Wulff, so Zollitsch, sei ein Katholik, der „seinen Glauben lebt“ und unter der Situation leide, wie sie ist. Nun ja, man lese einmal diesen Artikel über die Umstände seiner Scheidung. Die beiden Ehepartner, die sich ewige Treue geschworen haben, sind auseinandergegangen, einvernehmlich, weil sie sich „auseinander gelebt“ hatten – mit anderen Worten, weil beiden ihre Ehe nichts mehr bedeutete, und sie sich nach jüngeren oder besseren Aussichten umsehen wollten. An dieser Scheidung ist nicht einmal etwas zu finden, das geeignet wäre eine subjektive psychologische Rechtfertigung zu konstruieren. Man wollte nicht mehr – man trennt sich. Ganz als ob es überhaupt keine Ehe gegeben hätte, ganz als ob die Versprechen vor Gott, die unauflösliche Verbindung zu einem Fleische, nichts zählten. Ganz weltlich, säkular, atheistisch halt, wie alles bei Herrn Wulff – seine Politik, seine Ansichten, sein Verhalten, sein Leben in vorsätzlichem Ehebruch, von A bis Z fernab jeder Katholizität. Seine Seele zu richten ist Gottes Sache, doch sein Verhalten zu loben und zu rechtfertigen, wie Herr Zollitsch es tut, ist geradezu antikatholisch.

6. Dieser Eindruck bestätigt sich noch, wenn man Herrn Zollitschs Einlassung über die Grünen liest. Ich kann mir gut vorstellen, dass Herr Zollitsch und der ZdK-Erfahrene grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg Kretschmann gut miteinander auskommen, und sogar, dass sie ein und dieselbe Weltsicht verbindet. Doch die radikale Homo-Ideologie, die radikale Ablehnung der traditionellen Familie, der Blutrausch bei der Abtreibung und viele Themen mehr mögen Herrn Zollitsch mit den Grünen verbinden – und betrachtet man seine ohrenbetäubende Stille zur Ermordung der Ungeborenen, erscheint das nicht einmal unplausibel – doch sie verbinden nicht die Kirche mit den Grünen, sondern trennen sie voneinander. Und selbst dort, wo es auf den ersten Blick Ähnlichkeiten zwischen Kirche und Grünen geben könnte – etwa im Naturschutz oder im Umgang mit den Armen – da findet man ebenfalls völlig entgegengesetzte Ideen: Die einen wollen totalitäre, am besten global organisierte, bürokratische Zwangsorganisationen, die alle Menschen durch den kräftigen Arm des Gesetzes dazu zwingen, die richtigen Glühbirnen zu benutzen und wenige Kinder zu haben (die ja „Klimakiller“ sind, wie die Umweltschutzmafia behauptet) – die katholische Kirche ist hingegen wie immer auf der Seite der Würde des Menschen, erkennt an, dass es zuweilen, mit sehr guter Begründung, und unter Berücksichtigung des vorrangigen Rechts der natürlichen Familie und des Prinzipis der Subsidiarität, staatliche Eingriffe geben sollte, lehnt aber den Totalitarismus sowohl in seiner roten, als auch braunen oder grünen Form generell ab. Das unterscheidet offenbar die Kirche von Herrn Zollitsch.

7. Der Eindruck entsteht, dass Herr Zollitsch sich nun gänzlich auf die Seite der Verbandskatholiken gestellt hat, die von dieser Seite praktisch geforderte Nationalkirche einzuführen beabsichtigt, und eine vollständige Kapitulation der Kirche Jesu Christi vor der Welt und ihrem Fürsten herbeisehnt. Er wird sie nicht bekommen.

8. Es läge nahe, Herrn Robert „Luther“ Zollitsch einen Halunken zu nennen. Doch dafür habe ich viel zu viel Respekt vor ehrenwerten, gottesfürchtigen Halunken, also lasse ich es sein.

Zum Abschluss noch ein schönes Zitat von Msgr. Nicola Bux:

Es gibt ohne Zweifel eine Form von schleichendem Neogallikanismus, demgemäß einige Teile der Kirche meinen, sich selbst zu genügen und von Rom unabhängig zu sein. Wer aber so denkt, ist nicht katholisch. Die Bischöfe, die dem Papst ungehorsam sind, versetzen sich selbst in eine Situation, in der sie nicht mehr verlangen können, daß ihnen die Priester und Gläubigen gehorsam sind.

Hat er Recht? Es lohnt sich, darüber einmal gründlich nachzudenken…

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26 Gedanken zu „Erzbischof Robert Zollitsch und die Häresie

  1. Sehr treffende Definition: „Die „Zulassung von Wiederverheiratet-Geschiedenen zur Kommunion“ ist daher, in klares, einfaches Deutsch übersetzt, nichts anderes als: Die Entweihung des Leibes unseres Herrn zwecks Besänftigung absichtlich in schwerer Sünde lebender, gewohnheitsmäßiger Ehebrecher.“

    Ein Sonderlob von mir, dass Sie das so auf den Punkt gebracht haben.

    • wk1999,
      danke für das Sonderlob. Mich würde interessieren, was Sie von dem Nicola Bux-Zitat am Ende des Artikels halten. Ich bin mir da nämlich nicht so ganz sicher – schulden wir dem Amt eines Bischofs nicht immer noch Respekt, und, zumindest in den Teilen, in denen es nicht gegen die Lehre der Kirche und das allgemeine Sittengesetz verstößt, auch Gehorsam?
      Catocon.

      • Ja. – Deshalb ist es auch nicht angebracht, Seine Exzellenz durchgängig als »Herrn Zollitsch« zu titulieren. (Auch wenn der Artikel inhaltlich natürlich völlig richtig ist.)

        • Ja, Ultramontanus, da hast Du vollkommen Recht. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass ich ziemlich aufgebracht war, als ich den Artikel geschrieben habe. Er ist natürlich ein Erzbischof, und nicht ein beliebiger „Herr“.

  2. Werter Catocon, zu dem Zitat kommen mir 2 Gedanken in den Sinn:

    1. Die Weigerung des Hl.John Cardinal Fisher den Suprematseid zu unterzeichnen, womit die Anerkennung der Oberherrschaft des englischen Königs über die anglikanische Kirche dokumentiert wurde, und die Haltung des Hl.Thomas Morus der einen ähnlichen Eid bzgl. der Ablehnung jeder fremden Autorität einschl. des Papstes nicht leistete. Beide bezahlten ihren Ungehorsam bekanntlich mit dem Märtyrertod.
    2. Stichwort „Ultramontanismus“ im 19. Jahrhundert, ich zitiere Wikipedia: „Die Auffassung, Katholiken müssten in Konfliktfällen „papsttreu“ sein, setzte sich im frühen 19. Jahrhundert durch, vor allem im Verlauf des Kölner Kirchenstreits, nachdem die deutsche Reichskirche in den Jahrhunderten zuvor oft ihre Eigenständigkeit gegenüber Rom betont hatte. Der Ultramontanismus stellte zu jener Zeit die herrschende Strömung im Katholizismus dar. Als Schlagwort wurde „ultramontan“ in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch im so genannten Kulturkampf gebraucht.“

    Ich bin einerseits der Meinung, dass man natürlich einem Bischof Gehorsam schuldet. Man sollte nicht vergessen, dass er eine Person ist, die die Bischofsweihe empfangen hat, d.h. eine außerordentliche Gnade, die nicht vielen Menschen zuteil wird. Andererseits, wenn dieser Bischof öffentlich Meinungen vertritt, die nicht mit der Lehre der Kirche übereinstimmen, muß ihm ganz entschieden widersprochen werden. Ich glaube auch, dass irgendwann der Punkt in Deutschland gekommen ist, an dem ein (lokales) Schisma unausweichlich wird. Dann muß man sich entscheiden, und ich weiß schon heute wofür ich mich entscheiden werde. Dies könnte dann sehr wohl ein formaler Akt des Ungehorsams gegenüber einem lokalen Bischof sein.

    • wk1999, das sehe ich ganz ähnlich. Wenn es wirklich einen eindeutigen Widerspruch zwischen dem Lehramt und der Meinung eines lokalen Bischofs gibt, muss man im Zweifel lehramtstreu sein, und damit dem Papst und Rom statt dem lokalen Bischof folgen – auch wenn das Ungehorsam bedeutet. Im Falle eines formalen Schismas entfällt die Verpflichtung zum Gehorsam gegen den schismatischen Bischof (oder anderen Oberen) vollständig – wie in Ihrem Beispiel mit den Anglikanern. Doch selbst einem in manchen Fragen häretischen Bischof schuldet man in den Fragen, in denen er sich nicht im Widerspruch mit Papst und Lehramt befindet, noch Gehorsam.
      P.S. Ihr Kommentar war der 100. auf diesem Blog! Einen Preis gibt es dafür aber nicht…
      Catocon.

  3. Bin in der Sache ganz bei Ihnen, im Stil nicht ganz, kann Ihren Ärger über die Äußerungen von EB Zollitsch aber auch gut verstehen (geht mir genauso).

    (Anmerkung von Catocon: Hier folgte im ursprünglichen Kommentar der freundliche Hinweis auf zwei Rechtschreibfehler, die sich eingeschlichen hatten, welche ich sodann zu korrigieren unternommen habe – bei einem habe ich mindestens eine Minute draufgestarrt, und erst dann gesehen, dass bei „formulierte“ ein „r“ fehlte… Blindheit ist eine meister größten Stärken!)

    Gottes Segen
    Frischer Wind
    http://frischer-wind.blogspot.com/

    • Frischer Wind,
      der Stil resultierte einerseits natürlich aus allgemeinem Ärger über die Äußerungen des Erzbischofs, andererseits wird der Gewohnheitsleser meines Blogs schnell feststellen, dass ich, um es einmal vorsichtig zu formulieren, nicht der größte Diplomat der Weltgeschichte bin. Ich bin auch der Überzeugung, dass in dem großen Konzert katholischer Stimmen manchmal zu wenig Klarheit herrscht – selbst wenn diese Klarheit dann teilweise auf Kosten der diplomatischen Ausdrucksweise geht. Aber beide Herangehensweisen, die diplomatische und die etwas brachialere Art, haben ihre Berechtigung im großen Konzert der katholischen Stimmen.

  4. Pingback: Kontrastprogramm | Kreuzfährten: Wahrheit statt Mehrheit

  5. Das Problem ist meiner Meinung nach, wie alle kontroversen „Streitpunkte“ immer zweigeteilt. Da ist die Frage der Theologie und die Frage der Pastoral. Es ist immer leicht, mit dem Ott aus der Hüfte zu schiessen, als selbst betroffen zu sein. Das Problem sind weniger die Scheidungen, sondern die Vorraussetzungen der Eheschließung. In der heutigen Zeit ist die Austauschbarkeit bei „nicht-genügen“ eine bequeme Lösung. Aber es gibt schon einen Unterschied zwischen dem erfolgreichen 50´er, der seine 48-Jährige Ehefrau gegen eine 19-Jährige eintauscht und dem 50´er, dessen Frau nach einer Krankheit verstorben ist. Oder was ist, wenn ein Ehepartner untreu wurde ? Da haben wir schon unterschiedliche Situationen und vor allem Menschen, die mit „Ihr seid noch ein Fleisch“ etc. erstmal dumm dastehen. Wenn zusätzlich noch Kinder hinzukommen, wird es noch komplizierter.

    Zollitsch überrascht mich hier nicht, er erinnert mich ein bisschen an Luther und den Prinz von Hessen. Die Bibel wurde schon einmal umgeschrieben um einem gewissen König gewisse Privilegien zuzugestehen. Was ich viel interessanter finde ist, ob sich EB Zollitsch hier wirklich um Otto-Normal-Schäfchen aus der Ortsgemeinde sorgt, oder ob es viel mehr um die Lobby der, nennen wir sie mal, „Politiker und Großverdiener“ geht, deren Lebensstile hier salonfähig werden sollen…

    • German Papist, Deinem zweiten Absatz stimme ich zu, mit dem ersten habe ich aber ein paar Probleme:
      1. Pastorale Fragen müssen immer im Rahmen der Lehre der Kirche abgehandelt werden. Im Namen der „Barmherzigkeit“ oder des „pastoralen Umgangs mit den Betroffenen“ die Lehre der Kirche zu verfälschen ist schlicht unpastoral. Schließlich lehrt die Kirche dies alles nicht, um die Menschen unbarmherzig zu drangsalieren, sondern weil dies ihrem ewigen Heil dienlich ist. Das ist der Inbegriff des „Pastoralen“. Der „Pastor“ ist der „Hirte“ – er führt seine Schäfchen über den Abgrund zum ewigen Leben. Auf der korrekten Theologie zu bestehen ist also nicht, wie Du das ausdrückst, mit „dem Ott aus der Hüfte schießen“, sondern schlicht die Voraussetzung des Pastoralen.
      2. Daher gibt es auch keine „Zweiteilung“ zwischen Theologie und Pastoral. Der pastorale Umgang mit solchen Fällen ist natürlich mehr als bloß Theologie und Dogmatik, darf aber NIEMALS weniger sein. Er darf niemals die dogmatischen Wahrheiten leugnen, verwässern oder vertuschen.
      3. Das Problem ist sehr wohl die Scheidung. Aus sehr naheliegenden Gründen gäbe es nämlich keine wiederverheirateten Geschiedenen, wenn es keine Scheidung gäbe. Auch viele weitere Probleme gehen letztlich auf die Scheidung zurück. Sie ist gar eines der Grundübel der Moderne, angefangen von Luther über Heinrich VIII. bis zum Zerfall der Familienstrukturen und damit der Gesellschaft im 20. und 21. Jahrhundert – immer war die Scheidung eine der Hauptschuldigen. Auch ist die „Austauschbarkeit“, wie Du das nennst, keine „bequeme Lösung“, sondern gar keine Lösung – zumindest aus katholischer Sicht, eine Sicht, die man ja vielleicht beim einem Erzbischof erwarten könnte, oder?
      4. Wenn, wie in Deinem obigen Beispiel, die Ehefrau nach Krankheit verstorben ist, dann kann der Witwer ja sogar wieder heiraten, ohne dabei von der Kommunion ausgeschlossen zu sein. (Die Ehe geht eben, bis der Tod sie scheidet.) Im Falle von Ehebruch seitens eines Partners liegt eine schwierige Situation vor, doch kann keinesfalls die Lösung für einen Ehebruch ein weiterer Ehebruch (wie durch ein zivileheliches Konkubinat) sein. Die Lösung für ein durch Sünde entstandenes Problem ist nie eine weitere Sünde, sondern immer Vergebung und Umkehr.
      5. Man steht mit „ihr seid ein Fleisch“ möglicherweise in den Augen der Welt dumm da. Doch entweder ist es die Wahrheit, oder es ist nicht die Wahrheit. Wenn es die Wahrheit ist, dann spielt es nicht den Hauch einer Rolle, ob man damit dumm oder intelligent dasteht. Ebenso ist es dann völlig irrelevant, ob es schwer zu vermitteln ist, oder nicht. Wenn es schwer zu vermitteln ist, dann muss man eben sein Bestes geben, und wird vielleicht scheitern. Dasselbe gilt für die betroffenen Menschen. Entweder sie sind noch immer „ein Fleisch“ mit ihrem betrügerischen, ehebrecherischen Partner, oder sie sind es nicht. Wenn sie es sind, dann ist ihnen nicht damit geholfen, dass man ihnen suggeriert, ein weiterer Ehebruch sei doch irgendwie entschuldbar oder verständlich nach dem was ihnen angetan worden ist. Wenn sie es nicht sind, dann erübrigt sich die ganze Debatte, die Lehre der Kirche ist falsch, und wir sollten die charakterliche Integrität besitzen, das dann eben ehrlich zu sagen.
      6. Ähnliches gilt im Falle von Kindern. Auch ihnen ist nicht damit gedient, dass man ihnen Lügen ins Ohr säuselt, wie gut doch Ehebruch in bestimmten Fällen sei.
      Meine ganze Antwort kann man wohl in einem Satz zusammenfassen: Wenn die Lehre der Kirche wahr ist, dann ist sie wahr und bleibt sie wahr – und dann müssen sich alle pastoralen Erwägungen an dieser Wahrheit orientieren. Die Lüge ist ebenso unpastoral und unbarmherzig wie das missverständliche Gesäusel populär klingender Phrasen. Zumindest das sollte uns das gescheiterte Experiment der evangelischen „Kirche“ in Deutschland gelehrt haben, wenn es nicht schon für sich genommen unmittelbar einsichtig gewesen sein sollte.
      7. Diese Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit und den dogmatischen Fragen der kirchlichen Lehre ist tatsächlich eines der Grundprobleme, das die Kirche seit Jahrzehnten heimsucht. Wäre man doch endlich in der Lage, den Leuten zu sagen, was die Kirche glaubt und warum sie es glaubt, ohne sich ständig darum zu sorgen, ob die Meinungsumfragen ungünstig stehen! Wie ein befreiendes Gewitter wäre dies für die Kirche in Deutschland! Endlich könnten die Menschen eine informierte Entscheidung zwischen der Kirche und anderen religiösen Gruppen bzw. dem Atheismus treffen – was ihnen seit Jahrzehnten durch die fast schon systematische Verschleierung der Glaubenswahrheiten und Dogmen praktisch verunmöglicht worden ist.

      • :)…ei…das wäre ja fast schon einen Artikel wert. Ne, ich antworte Dir hier mal:
        1. Es geht mir hier weniger um die Umdeutung von Wahrheit zugunsten einer falsch verstandenen Barmherzigkeit, da bin ich völlig bei Dir. Es geht mir um die Art der Kommunikation dieser Wahrheit und eben um die individuellen Situationen, die manchmal in der Hitze des Gefechts unter die Räder geraten. Der Ton macht ja bekanntlich die Musik. Das gleiche Stück kann völlig anders klingen (obwohl es identische Noten sind), wenn ich die Betonungen ändere.
        2. Unter Berücksichtigung von meiner Antwort zu 1. meine ich schon, das es einen Differenz in der jeweiligen Kommunikationsart geben kann, ohne das dabei die Wahrheit auf der Strecke bleibt. Ich kann z.B. einem Kind auf verschiedene Arten zeigen, das es falsch ist, ein anderes Kind zu hauen.
        3.Ich wollte hier mehr darauf hinaus, das, wenn die Ehe als Sakrament und im Kontext der (caritas) Liebe gedeutet und erklärt werden würde, würde es überhaupt erst weniger Scheidungen geben. Ich meinte, hier müsse man an der Wurzel ansetzen und nicht nur bei der Auswirkung.
        4. Absolut, aber in Deiner Antwort siehst du ja, das es eben wichtig ist zu differenzieren (Mischehen haben wir völlig aussen vor gelassen, oder Konvertiten etc.).
        5. Auch hier stimme ich völlig zu und anstelle aufzuweichen muss die Katechese wieder stimmen. Das tut sie aber in der eindeutigen Form nicht mehr.
        6. Ich bezog das eher auf Alleinerziehende und Mischehen, wo die Kinder dann nur einen Elternteil haben. Die EKD…no comment. 😀
        7. Ja natürlich. Wahrheit ist wahr und setzt sich auch immer durch, wenn sie wirklich wahr ist. Aber unsere Kirche bzw. die Verantwortlichen vermitteln im Moment keine eindeutige Wahrheit und verursachen in ihrem Experiment „Kirche attraktiv machen“ mehr Schaden als alles andere. Die Leidtragenden sind aber, wie so oft, die einfachen Gläubigen.

  6. German Papist, ich fange mal einen neuen Kommentarstrang an, da der alte immer „schmaler“ geworden ist. Ich kann Dir in den meisten deiner Punkte zustimmen, daher nur einige Anmerkungen zu einigen Details:
    1. Ja, der Ton macht die Musik, und hier unterscheiden sich theologischer und pastoraler Blickwinkel natürlich. Wenn Du das gemeint hast, dann stimme ich Dir vollkommen zu (wie auch schon aus meinem Artikel zu erkennen ist, wo ich unter Punkt 4 genau diesen Punkt eigens betont habe). Bei mir war allerdings während der Lektüre Deines Kommentars der (wahrscheinlich falsche) Eindruck entstanden, durch Deine Worte würden Pastoral und Theologie entgegengesetzt, gar gegeneinander ausgespielt (mit dem Ott aus der Hüfte schießen versus Barmherzigkeit)
    2. Man kann einem Kind auf verschiedene Weisen zeigen, dass es falsch ist ein anderes Kind zu hauen. Keine dieser Weisen funktioniert aber ohne gründliche Fundierung in der Wahrheit, dass es eben wirklich falsch ist, das andere Kind zu schlagen. Daher muss jeglicher pastorale Ansatz immer auf der Wahrheit fußen, darf diese nicht verschleiern oder herunterspielen usw. Aber ich glaube, da sind wir uns einig.
    3. Ja, natürlich muss man beim Eheverständnis ansetzen. Erkennen Katholiken die wahre Natur der sakramentalen Ehe, so wird es praktisch keine Scheidung unter ihnen mehr geben. Das ist, wie Du richtig sagst, aber nur durch vernünftige Katechese möglich. Aber diese falsche „pastorale“ Barmherzigkeit erweckt eben genau den Eindruck, dass es auf die Wahrheit letztlich nicht ankomme, dass sie irgendwie beliebig ist. Die Äußerungen des Erzbischofs Zollitsch und die mangelnde Katechese entspringen eben derselben Quelle, einem latenen Indifferentismus, der seine Gleichgültigkeit und seinen Relativismus hinter einer Maske aus besorgter Barmherzigkeit versteckt. Wenn man auf pastoraler Ebene nicht wirklich unzweideutig deutlich macht, worin die Wahrheit besteht, dann wird man genau diese katechetische Orientierungslosigkeit ernten. Daher plädiere ich für Klarheit und Deutlichkeit auch und gerade im pastoralen Umgang mit schwierigen Fällen.
    4. Ja, man muss differenzieren. Aber auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, sind alle diese notwendigen Differenzierungen nichts als die Anwendung der dogmatischen Wahrheiten auf konkrete Situationen. Bei der dogmatischen Wahrheit muss man nicht differenzieren.
    5. Wir sind uns einig (auch wenn ich Deinen Satzbau nicht so ganz verstanden habe… :-))
    6. Kinder, denen durch eine zivilrechtliche Scheidung ein Elternteil geraubt wurde, haben es freilich immer ganz besonders schwer. Die pastorale Situation ist hier besonders verschärft. Die Notwendigkeit einer gewissen Sanftheit im Umgang mit dem Problem ist noch drängender. Zugleich ist es aber um der Kinder Willen auch noch wichtiger als sonst, dass nicht der Eindruck entsteht, Scheidung sei irgendwie normal, verständlich oder akzeptabel, wenn nicht gar richtig. Was überkonfessionelle Mischehen betrifft, nun ja, die Kirche verbietet sie nicht, aber man sollte von ihnen doch eher abraten. Besonders wenn einer der Partner eine dem Christentum sehr fern stehende Religion hat, wie etwa EKD-ismus 😉
    7. Volle Zustimmung. Das Problem geht auf mangelnde Katechese zurück und der Schaden trifft größtenteils die noch verbliebenen einfachen Gläubigen. Umso wichtiger ist es, dass man die Gelegenheiten zur Katechese auch nutzt – etwa wenn man Interviewantworten zum Thema der Wiederverheiratet-Geschiedenen gibt, wie so mancher Erzbischof…

    • Catocon,

      1. Genauso meinte ich es, es geht nicht darum Dogma vs. Barmherzigkeit im Sinne zwei unterschiedlicher Ansätze. Es geht um Dogma IN Barmherzigkeit. Leider hat das II Vatikanum ja gerade den Eindruck erweckt, das als Barmherzigkeit getarnte Indifferenz das Dogma ersetzt hätten.
      2.+4+5 Da sind wir uns absolut einig.
      3.“…der seine Gleichgültigkeit und seinen Relativismus hinter einer Maske aus besorgter Barmherzigkeit versteckt.“ Exakt ! Bezüglich der Katechese siehe ja auch Deine Antwort zu 7. Ich frage mich jetzt nur, worauf diese Gleichgültigkeit und Relativismus gründen…
      6. „Zugleich ist es aber um der Kinder Willen auch noch wichtiger als sonst, dass nicht der Eindruck entsteht, Scheidung sei irgendwie normal, verständlich oder akzeptabel, wenn nicht gar richtig.“ Und das ist es doch gerade. Die Kinder leider zuerst unter einer Scheidung und werden dann noch gewissentlich geschädigt, dies als normal anzusehen (Siehe auch Sexkoffer-Aufklärung), weil das heute eben so sei.
      7. Stimmt, wobei es mir lieber wäre, wenn die Erwachsenenkatechese ebenfalls wieder (bzw. überhaupt wieder) stattfinden würde anstelle „Interreligiöser Vorträge oder Quatsch im Dienste des horrenden „Konzilgeistes“.

      • German Papist, ich stimme Dir in allen Punkten zu, besonders was die zusätzliche (und teils vorsätzliche) Schädigung von Kindern bei der sogenannten „Sexualaufklärung“, die zeitgeisttreue Mentalität, und den Geist des Konzils betrifft. Eine gute Zusammenfassung unserer kleinen freundschaftlichen „Kommentarschlacht“ könnte vielleicht so lauten: Wir sind uns in den zugrundeliegenden inhaltlichen Fragen (Eucharistieverständnis, Unauflöslichkeit der Ehe, Nichtzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion) einig, und stimmen auch darin überein, dass auf der gegebenen sicheren Basis der dogmatischen Wahrheit eine pastorale Herangehensweise erforderlich ist, die deutlich macht, worin die Wahrheit besteht, warum sie so ist wie sie ist, und zugleich auf die Probleme der Betroffenen individuell eingeht. Worin besteht also überhaupt der Unterschied? Soweit ich das sehe, bist Du der Auffassung, man müsse den pastoralen Aspekt stärker betonen, als ich es getan habe, da meine, um einmal ein hässliches Wort zu prägen, „hardcore-dogmatische“ Herangehensweise in der Praxis aufgrund schwieriger Einzelfälle nicht ausreichend sei. Im Gegensatz dazu (obwohl der Unterschied wirklich nicht besonders groß ist) betone ich eben die dogmatische Seite in meinem ursprünglichen Artikel stärker und begnüge mich mit einem kurzen Verweis auf pastoralen Umgang. Was vielleicht auch an meinem sprichwörtlichen „Eifer des Konvertiten“ liegen könnte.
        Eine letzte Anmerkung noch zu einer von Dir gestellten Frage (ich liebe lange Kommentare!):
        Worauf gründen sich dieser Relativismus und die Gleichgültigkeit? Gedanklich stammen sie aus der Vorstellung, Religion gründe sich auf der „religiösen Erfahrung“, die immer subjektiv und individuell geprägt ist. Wenn Religion sich bloß auf die Erfahrung der Religiösen gründet, dann kann sie natürlich keine unfehlbaren Dogmen haben, keine dauerhaften Wahrheiten, und es kann auch nicht nur einen Weg geben – denn es gibt ja tausende Erfahrungen, alle individuell verschieden, die dann alle als irgendwie gültig und richtig angesehen werden müssen. Die Reduktion des Glaubens auf die religiöse Erfahrung zieht also notwendig eine relativistische Einschätzung anderer Religionen nach sich – die klassische Vorstellung von den vielen Pfaden, die den Berg zu Gott hinaufführen, und auf denen die diversen Weltreligionen letztlich austauschbar seien, da die Gläubigen dieser Religionen alle auf demselben Weg zu Gott sind, wenn auch auf verschiedenen religiösen Pfaden. Eine vorzügliche Erklärung dieses Sachverhalts (und verwandter Phänomene des Modernismus) findet sich im ersten Teil der Enzyklika Pascendi Dominici Gregis über den Modernismus von Papst Pius X. (Nr. 5 bis 43)
        (Link: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Pascendi_dominici_gregis_(Wortlaut))

        • Der Unterschied unserer Ansätze besteht lediglich in der Betonung des gleichen Liedes. 🙂 Zu deiner Ausführung kann ich nur sagen, das da absolut etwas dran ist. Man sucht heute nicht das „Andersartige“, sondern nur eine Art spirituellen Kick als Bestätigung des Vorhandenen. Es geht nicht um Vervollständigung des Menschseins, sondern um Unterstreichung des Halben. Ich könnte das jetzt nocht weiter ausführen, aber prinzipiell ist die Ansage gegen den Modernismus schon richtig, aber eben nicht, weil es gar nichts Neues geben könnte. Es geht nicht um eine grundsätzliche Ablehnung neuer Erkenntnisse (Wie auch in einer pilgernden Kirche), sondern eben um die Verteidigung des Bewährten.

          • German Papist, ich gebe Dir voll und ganz Recht. Ich werde jetzt weitgehend der Versuchung widerstehen, Deine letzte Aussage haarspalterisch zu untersuchen (das ist eine Krankheit besonders thomistischer Philosophen, und solcher, die es noch werden wollen, wie der Autor dieses Blogs). Also nur eine einzige Anmerkung dazu: Die Ablehnung des Modernismus bedeutet nicht, wie Du richtig betont hat, eine grundsätzliche Ablehnung von Neuerungen, sondern vielmehr:
            1. Eine Ablehnung von Neuerungen hinsichtlich der (dogmatischen) Glaubenswahrheiten.
            2. Anerkennung von Neuerungen in Bereichen, die nicht mit Glauben und Sittenlehre verbunden sind, wie etwa bei der wissenschaftlichen Forschung, sofern sie sich als wahr und brauchbar herausstellen.
            3. Große Skepsis gegenüber Neuerungen, die zwar Glauben oder Sittenlehre betreffen, aber nicht dogmatischer Natur sind. Die meisten liturgischen Fragen sind hier gute Beispiele: Neuerungen sind nicht generell falsch, aber aufgrund der langen Entwicklungsgeschichte steckt in den alten Formen meist mehr Weisheit und Sinn als auf den ersten Blick erkennbar ist.
            Ich nehme an, dass Du so etwas ungefähr in dieser Art gemeint hast, auch wenn ich als typischer Philosoph wieder einmal nicht zum Schluss kommen kann…

            • Du erinnerst mich an einen Freund, der dem dominikanischen Charisma sehr verbunden ist, der ist ähnlich detailverliebt 🙂 Ich weiß nicht, wo ich da hingehöre, aber bei fängt es mit dem Gedanken an, der dann durchgekaut wird und hört mit dem Fühlen auf. Bei den Thomisten fängt es oft mit dem groben Gefühl an, welches dann im Denken mündet.

              😀 Ja so etwas ungefähr in der Art.

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