Werden alle Menschen gerettet? Und worauf es wirklich ankommt:

„Der Herr hat uns alle mit dem Blut Christi erlöst, nicht nur die Katholiken. Alle! ‚Pater, und die Atheisten?’ Auch sie. Alle! Und dieses Blut macht uns zu Kindern Gottes erster Klasse! Wir sind als Kinder nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen worden und das Blut Christi hat uns alle erlöst!“

Papst Franziskus, 22. Mai 2013

Sind wir also tatsächlich alle erlöst? Egal ob wir glauben? Sind die Atheisten tatsächlich, einfach so, ohne weiteres, wie der Papst das hier darstellt, erlöst? Das kommt darauf an, was man genau meint. Ich bin natürlich kein renommierter Theologie, sondern nur ein einfacher Konvertit, der sich in den letzten vier bis fünf Jahren mit diesen Fragen ziemlich oft „herumgeschlagen“ hat. Soweit ich das verstanden habe, sagt die katholische Kirche zu der Frage, wer denn nun erlöst wird, folgendes:

1. Christus ist für alle Menschen gestorben, d.h. jedem einzelnen Menschen ist das Tor in den Himmel, der Weg der Umkehr zurück zu Gott, offen. Niemand, absolut niemand, ist von dieser Chance ausgeschlossen. Jeder kann die von Christus angebotene Erlösung annehmen. Sie ist ein Geschenk, und wie alle Geschenke erhält man es „gratis“, also aus Gnade. In diesem Sinne kann man sagen, dass Christus sein Blut für alle Menschen vergossen hat, auch für die Atheisten. [Das bedeutet auch, dass man die Worte des Heiligen Vaters nicht so heterodox auslegen muss, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, auch wenn sie mindestens unglücklich gewählt bleiben.]

2. Doch es reicht nicht, wenn Christus uns dieses „Geschenk“ macht. Wir müssen das Geschenk auch annehmen.

3. Die Taufe ist heilsnotwendig. Wer nicht getauft ist, kann nicht erlöst werden. Jemand, der unverschuldet keine Gelegenheit zu einer „normalen“ Taufe hatte, sich aber hätte taufen lassen, wenn er die Chance gehabt hätte, der kann erlöst werden (Begierdetaufe). Ebenso auch der nicht getaufte Märtyrer, dessen Martyrium eine wahre Taufe des Blutes ist.

4. Außerhalb der Kirche ist kein Heil. Mit Kirche ist hier die von Christus gestiftete Kirche gemeint, die die katholische Kirche ist, und nicht irgendeine nebelhafte, unsichtbare, faserige Gemeinschaft, die nur in den Herzen der Menschen existiert. Auch hier gilt wieder, dass es einige Menschen geben kann, die nicht Mitglied der sichtbaren katholischen Kirche sind, die aber diesen Mangel nicht verschuldet haben, und dem ihnen gegebenen göttlichen Licht gefolgt sind, so gut sie konnten. Auch diese können prinzipiell das ewige Heil erlangen.

5. Alle Menschen, die gerettet werden, werden durch Christus, und damit durch Seinen mystischen Leib, die katholische Kirche, gerettet. Auch diejenigen Erlösten, die außerhalb der sichtbaren Einheit der Kirche (Papst, Glaube, Sakramente) versterben, werden durch Christus und damit durch die Kirche erlöst.

6. Die falschen Religionen sind also keine Mittel des Heils. Allerdings finden sich in allen Religionen gewisse wahre Bruchstücke inmitten der Irrtümer. Christus selbst ist die Wahrheit. Insofern eine falsche Religion also die Wahrheit lehrt, hilft sie ihren Anhängern praktisch zur Wahrheit, und damit zu Christus zu gelangen. Doch wer durch so ein Trümmerstück der Wahrheit gerettet wird, der wird nicht durch die Irrlehren gerettet, mit denen das Trümmerstück in der falschen Religion vermengt worden ist, sondern durch Christus, und das heißt durch seinen mystischen Leib, also durch die katholische Kirche. Alle Wahrheit ist katholische Wahrheit. Niemand wird durch die falsche Religion erlöst, sondern, wenn überhaupt, trotz der falschen Religion, durch die wahre.

7. Wir wissen nicht, welche individuellen Menschen gerettet werden, abgesehen von den kanonisierten Heiligen. Einerseits reicht die sichtbare Gemeinschaft der Kirche nicht aus – man kann auch als Katholik die ewige Verdammnis erleiden, trotz aller Heilsmittel, die man hätte in Anspruch nehmen können – andererseits kann man auch außerhalb der sichtbaren Gemeinschaft der Kirche erlöst werden – man kann z.B. auch als Atheist dem göttlichen Licht so gut wie möglich folgen und dadurch implizit die Entscheidung für das universelle Heilsangebot Gottes treffen, die dann durch die Gnade Gottes zur Rettung genügt.

8. Aus den genannten Gründen ist es theoretisch kein Widerspruch in sich, wenn man annehmen würde, dass alle Menschen erlöst würden. Jedoch sagt Gott selbst in der Bibel eindeutig, dass viele nicht den schmalen Pfad in den Himmel, sondern den breiten Weg in die Hölle nehmen. Dies allein reicht schon aus, um jegliche Allerlösungslehre kategorisch auszuschließen. Zudem haben wir das konstante Zeugnis der gesamten Überlieferung bis zu dem Pastoralkonzil der 60er-Jahre, und das überwältigende Zeugnis der Heiligen. Diese Zeugnisse sagen praktisch übereinstimmend, dass die Zahl der Verdammten gewaltig und die Zahl der Auserwählen gering ist.

9. Diese Zeugnisse geben uns keine „Bevölkerungsstatistik“ von Himmel und Hölle an die Hand. Wir können nicht sagen, „90% werden verdammt und 10% werden erlöst“ (oder umgekehrt). Wir kennen die Zahlen nicht und es ist müßig, zu viel über sie zu spekulieren. Was wir jedoch wissen, ist dass nicht alle Menschen gerettet und nicht alle verdammt werden.

10. Aus dem, was man über die Heilsnotwendigkeit von Taufe, Kirche, wahrem Glauben sagen kann, folgt eindeutig, dass jemand, der ungetauft, fern der Kirche und ungläubig verstirbt, eher schlechte Chancen hat (auch wenn wir es nie genau wissen können), während ein Katholik, der nach besten Kräften der Kirche und dem wahren Glauben gefolgt ist, die besten Chancen haben wird (auch wenn man es nie mit Sicherheit wissen kann).

Zusammenfassung: Gott will alle Menschen erlösen, doch der Mensch hat Freien Willen. Er ist wirklich in der Lage, zu Gott „ja“ oder „nein“ zu sagen. In letzter Konsequenz akzeptiert Gott die freie Entscheidung des Menschen.

Jeder Mensch, und sei er noch so verdorben, kann durch das „ja“ zu Gott erlöst werden.

Jeder Mensch, und sei er noch so vortrefflich, kann durch das „nein“ zu Gott verdammt werden.

Und das ist es letztlich, worauf es wirklich ankommt: Ob wir das ewige Heil oder die ewige Verdammnis erlangen, hängt von unserer Willensentscheidung für oder gegen Gott, für oder gegen Christus, seinen Sohn, ab.

Wir werden nicht alle erlöst, weil nicht alle „ja“ zu Gott sagen.

Daraus folgt ganz klar: Sagen wir hier und heute „ja“ zu Gott, ja zu Christus, ja zu der einen, wahren von ihm eingesetzten Kirche, ja zum ganzen überlieferten Glauben, ja zu den Sakramenten, ja zum Papst, ja zu einem heiligmäßigen Leben nach den Geboten Gottes, kurzum „ja“ zu dem Erlösungsangebot, das Christus uns durch Sein Blut zum Geschenk gemacht hat.

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Anlässlich des Todes von Margaret Thatcher…

… möchte ich auf die bekannte Tatsache hinweisen, dass Frau Thatcher hinsichtlich ihrer moralischen Überzeugungen, insbesondere ihrer Haltung zum Thema Abtreibung, entsetzliche Positionen vertreten hat, die mit dem Christentum überhaupt nicht vereinbar sind. Thatcher war eine durch und durch anti-christliche Premierministerin. Ihr Ziel war eine Deregulierung der britischen Wirtschaft und des britischen Arbeitsmarktes, was ihr teilweise gelungen ist. Man mag diese Wirtschaftspolitik gut oder schlecht finden – darum geht es hier nicht. Doch Wirtschaftspolitik, so wichtig sie auch sein mag, muss bei der Einschätzung eines Politikers immer hinter den grundsätzlichen moralischen Fragen zurückstehen. Und in diesen Fragen hat Thatcher nicht nur katastrophal versagt (wie Reagan, der die Entsittlichung der USA nicht aufhalten konnte, obwohl er selbst z.B. pro-life war), sondern spielte schlicht auf der falschen Seite.

Dass der Papst Thatcher, wie kath.net berichtet, nun mittels eines Beileidstelegramms lobt, mag in seiner Position als Staatsoberhaupt des Vatikans aus Gründen von Diplomatie und Höflichkeit unumgänglich sein. Doch Frau Thatchers Politik „christliche Werte“ zu unterstellen, wie er es laut kath.net getan hat, kommt einer völligen Sinnentleerung dieses Begriffs gleich, die selbst in der Diplomatensprache nicht so freizügig eingesetzt werden sollte.

Es bleibt dabei, dass sie die Tötung der Unschuldigen befürwortet hat, und das allein genügt, um den Begriff „christliche Werte“ in Verbindung mit ihr völlig ungeeignet werden zu lassen.

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Persönliche Anmerkung:

[Eine Frage hätte ich als Konvertit noch an erfahrene Katholiken: Wie ist das eigentlich mit dem Gebet für eine Seele, von der man vermuten muss, dass sie die ewige Verdammnis erlangt hat? Darf man für solche Seelen beten, wie man es für die Seelen im Fegefeuer tut? Soweit ich weiß, betet die Kirche ja nicht für die Seelen der Verdammten in der Hölle. Andererseits können wir niemals genau wissen, ob eine Seele nun gerettet worden ist, es sei denn, die Kirche spricht sie heilig. Wie ist es also mit dem Gebet für eine solche Seele, wie der von Frau Thatcher, einer Häretikerin und Befürworterin der Tötung der Unschuldigen? Das ist eine der praktischen Fragen des katholischen Lebens, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe.]

Apathie und Blasphemie

Vor einigen Tagen machte ich darauf aufmerksam, dass im Thalia-Theater von Hamburg bald ein nicht nur schreckliches, sondern auch pornographisches und vor allem auf krudeste Weiese blasphemisches Theaterstück namens Gólgota Picnic seine deutsche Uraufführung erhalten sollte, und dass es dagegen Proteste gab, an denen friedlich sich zu beteiligen ich aufrief. Ich wies darauf hin, dass die Piusbruderschaft zum großen Teil für diesen Protest verantwortlich sei, aber dies niemanden daran hindern sollte, seinem Entsetzen über die Blasphemien friedlich Ausdruck zu verleihen, da es hier nicht um theologische oder sonstige Streitfragen gehe, sondern um ein klares Bekenntnis zur Würde des Herrn im Angesicht einer westlichen Kultur, die mehr und mehr nur noch einer Barbarenkultur gleicht, die in den Ruinen von etwas lebt, das sie nicht mehr verstehen kann, zu dessen Verständnis ihr die kulturelle Reife fehlt. Es folgt ein Überblick über Entwicklungen hinsichtlich des Stücks und der Proteste dagegen:

Bischöfe

Nun haben wohl auch deutsche Bischöfe reagiert – wie kath.net berichtet. Als Gólgota Picnic in Frankreich aufgeführt wurde, haben einige Bischöfe sich wenn nicht an den Aktionen der Piusbruderschaft beteiligt, so doch eigene Proteste organisiert. Wie sieht es in Deutschland aus? Die deutsche Bischofskonferenz leitete Anfragen an das „zuständige“ Bistum Hamburg weiter.

Viele Katholiken in Deutschland fragen sich, was eigentlich die katholische Kirche zu der Vorstellung sagt. KATH.NET hat dazu die Deutsche Bischofskonferenz angefragt und wurde von dort an das Erzbistum Hamburg verwiesen. (Wir wollen auch ja nicht in irgendeiner Form den Eindruck erwecken, als sei Blasphemie etwas anderes als ein weiterer Anlass zum Hin-und-herschieben von Kompetenzen, oder?) Diese hat bereits gegenüber der KNA mitteilen lassen, dass man hier „ganz gelassen“ (natürlich! Warum sollte Blasphemie einen auch aufregen? Geht doch nicht um etwas Wichtiges, wie eine um 0,2% gestiegene Armutsquote, oder?) bleibe. „Wir wollen versuchen, diese Produktion in angemessener Weise zu begleiten und entsprechend darauf zu reagieren“ (Wenn man die bisherige Stellungnahme sieht, dann ist klar, wie man darauf reagieren wird: Nämlich in keiner wahrnehmbaren Weise gegen Blasphemien protestieren. Sonst könnte man ja als katholisch gelten…) , sagte der Sprecher des Erzbistums, Manfred Nielen, auf Anfrage. Konkret heißt das, man sucht nach einer geeigneten Person, die sich aus katholischer Sicht am Publikumsgespräch im Anschluss an die Aufführung beteiligt. (Damit legitimiert man die Blasphemieorgie „Golgóta Picnic“, es sei denn diese Beteiligung fällt sehr kritisch, sehr deutlich und völlig unmissverständlich aus. Aber selbst dann ist der Verzicht auf Protestaktionen jeder Art immer noch ein typisches Zeichen der Zahnlosigkeit der deutschen Bischöfe. Außer jemand ist konservativ wie Pfarrer Oblinger oder Bischof Mixa. Dann werden natürlich die Messer gewetzt…)

Nichts Neues im Bistum Hamburg also. Man will über alles reden, mit allen reden, und dabei die Substanz des katholischen Glaubens – zu der so weiß ich ziemlich sicher auch das Blasphemieverbot gehört – immer weiter in Vergessenheit geraten lassen.

Blogger und das Theater selbst

Der von mir sehr geschätzte Alipius schreibt ebenfalls über Gólgota Picnic, die Reaktion von Kritikern dieses Stücks (wozu offenbar die deutschen Bischöfe nicht zu zählen sind, zumindest nicht in wahrnehmbarer Weise) und ähnliche Themen. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass er zwar im Prinzip die Ablehnung dieser Blasphemien teile, diese aber „nicht ober-schockierend (Christus kann das ab und meinem Glauben tut’s auch keinen Abbruch)“ seien. Nun ja, wenn man Blasphemie nicht mehr schockierend findet – wie abgestumpft ist man dann? Ferner schreibt er:

[Dass das Thalia-Theater sich als Opfer radikalkonservativ-fundamentalistischer Kreise sieht, weil es von Protestnoten überschwemmt werde], ist kein starkes Stück, sondern erstens eine exakt aufgegangene Rechnung (Wir Skandal = Die Protest) und zweitens einfach nur die Art und Weise, auf die man in diesen Kreisen seinem Gott huldigt, welcher das wahlweise „Ego“, „Mammon“ oder „Rampenlicht“ heißt.

In einem gewissen Sinn hat Alipius natürlich Recht. Wer solche Theaterstücke aufführen lassen will, der verfolgt damit in der Regel genau diese Absicht. Doch eine derartige Verharmlosung der Situation, mit der wohl die deutschen Bischöfe völlig einverstanden wären, allein schon um nicht als „konservativ“ oder „fundamentalistisch“ gelten zu müssen, trifft meines Erachtens nicht den Kern der Sache.

Argumentation gegen die Apathie

Natürlich trifft es unseren christlichen Glauben nicht, wenn jemand anders Blasphemien begeht. Natürlich legen andere ihre Blasphemien in der heutigen Zeit gern darauf an, Christen zu schockieren oder lächerlich zu machen – das ist eine der wesentlichen Zeitströmungen des 20. und 21. Jahrhunderts gewesen. Das alles ist richtig – übersieht jedoch den absolut entscheidenen Punkt:

Es geht hier nicht um den subjektiven Glauben der Christen, sondern um die objektive Gotteslästerung, an der sich alle beteiligen, die mit diesem Theaterstück in irgendeiner Form zu tun haben. Solange die Beteiligten nicht bereuen – und wie sollen sie dazu kommen, wenn die Reaktion darauf so apathisch ist, wie sie allgemein außerhalb der bösen „fundamentalistischen Kreise“ zu sein scheint – und umkehren, werden sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die ewige Seligkeit erlangen können, und ihre Seelen werden den ewigen Tod in der Hölle sterben. Natürlich mag die unermeßliche Gnade Gottes den einen oder anderen Menschen vor diesem Schicksal bewahren – aber auch hierzu ist ein Annehmen der Gnade Gottes erforderlich, und dieses Annehmen kann nicht echt sein, wenn es mit der fortgesetzten unbereuten „Teilnahme“ an Blasphemien einhergeht.

Das ewige Schicksal eines Menschen können wir nicht kennen – deshalb sollen wir nicht richten. Aber objektiv gesehen, nach menschlichem Ermessen, nach den Informationen, die wir aus Schrift und Überlieferung haben, ist kaum zu sehen, wie ein Gotteslästerer erlöst werden kann, solange er nicht umkehrt.

Und zur Buße für diese Gotteslästerung und zum Gebet für die Umkehr der verlorenen Söhne, die sich an diesem Theaterstück beteiligen, sind auch diese Protestaktionen gedacht.Deshalb richtet z.B. die Piusbruderschaft auch eine Gebetsvigil und einen Bußgottesdienst als wesentliche Teile ihres Protests am Tag der ersten Aufführung aus.

Zudem geht es um die Verteidigung der Rechte Gottes in der Welt, zu denen auch das Recht nicht beleidigt zu werden gehört. Auch dieser Aspekt wird leider immer wieder vergessen, wenn eine gelangweilte oder apathische Reaktion erfolgt, weil diese Blasphemien ja ungefährlich für den eigenen Glauben seien. Und mehr noch: Wie viele Menschen werden durch diese Theaterstücke auf den Weg des Verderbens geführt?

Kurz gesagt ist der Protest gegen Gólgota Picnic notwendig und richtig,

1. um für die Umkehr der Gotteslästerer zu beten,

2. um für die Beleidigung der objektiven Rechte Gottes Buße zu tun,

3. um darauf aufmerksam zu machen, dass die Seelen der Beteiligten (auch der Zuschauer!) durch diese diabolischen Aufführungen in Gefahr des ewigen Todes sind,

4. um die Ausbreitung dieser Aufführungen zu verhindern, damit nicht noch mehr Menschen in den Orkus der Gotteslästerung hineingezogen werden.

Wenn das „radikalkonservativ“ und „fundamentalistisch“ ist, dann ist zumindest dieser Blogger, der diese Worte hier schreibt, schuldig. Ich nehme diese Begriffe gern an. Ich gehe gern an die Wurzel (radix) der Probleme, setze mich für die Bewahrung (conservatio) des Glaubens ein, und bestehe auf den Fundamenten, also den Grundlagen und Grundfesten, des wahren katholischen Glaubens, wie die Kirche ihn immer gelehrt hat.

Auch meinen Glauben schwächen solche Blasphemien nicht. Aber es geht hier nicht um meinen Glauben. Es geht überhaupt nicht um mich. Apathie bedeutet hier die stillschweigende Duldung der Blasphemie.

Beichten gehen!

Im Anschluss an eine gute Tradition auf Father Z’s Blog möchte ich meine Leser einfach dazu aufrufen, beichten zu gehen.

Eine gute Beichte löst selbst die schlimmsten Sünden besser auf, als Wasser eine Brausetablette. In „meiner“ Heimatgemeinde (sie gehört mir natürlich nicht…) haben wir gut 3000 Mitglieder, aber kaum jemand geht in den Beichtstuhl.

Ich kann aus eigener Erfahrung garantieren: Wenn es Schlangen sind, die Euch von der Beichte abhalten – es besteht keine Gefahr. Innerhalb des Beichtstuhls gibt es keine giftigen Tiere, und außerhalb steht niemand an.

Beichten tut auch nicht weh – jedenfalls nicht mehr als eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt ohne Anästhesie… Und deutlich weniger, als wenn man im Stande der schweren Sünde verstirbt. Das, so habe ich mir sagen lassen, soll höllisch schlimm sein und sollte um jeden Preis vermieden werden.

Ist zu schaffen, glaubt es mir, Leute!

Und nicht vergessen: Wer zur Messe geht, ist nicht verpflichtet auch zur Kommunion zu gehen. IM GEGENTEIL: IM STANDE SCHWERER SÜNDE ZUR KOMMUNION ZU GEHEN IST SELBST WIEDER EINE SCHWERE SÜNDE. ALSO: VORHER BEICHTEN!

Die Kirche hat in ihrer Weisheit als Gebot ausgegeben, wenigstens einmal jährlich, vor Ostern, zu beichten. Doch beichten ist kostenlos. Hier gibt’s was umsonst. Ein echtes Schnäppchen.

Zweiter Frühling – Neues Pfingsten

Aus der persönlichen Korrespondenz eines Teufels mit einem Arbeitskollegen:

Lieber Untersekretär Mückenwurm!

Du hast mich in deinem letzten Brief gefragt, ob ich es für sinnvoll hielte, das letzte Konzil der Kirche weiter zu verteidigen, oder lieber eine Gegenreaktion ins entgegengesetze Extrem anzustreben. Du warst der Auffassung, eine solche Gegenreaktion sei ohnehin erwartbar, weil selbst die Menschen erkennen würden, wie sehr das Konzil samt Folgen die Kirche geschwächt hat, und unsere beste Chance sei daher, diese Reaktion zu pervertieren, indem wir ihren Eifer ins Eiferertum überführen, ihre Traditionalisten zu Reaktionären machen. Ich muss sagen, dass dies in Zukunft nötig werden könnte. Doch bisher haben die Menschen noch immer nicht erkannt, wie erfolgreich wir wirklich waren. Die meisten, man glaubt es kaum, erkennen nicht einmal unsere Existenz!

Ich will dir daher kurz sagen, warum ich es für wichtig halte, die Früchte des Konzils so lange wie möglich auszukosten. Einen Strategiewechsel können wir später immer noch bedenken.

Die Geschichte der Kirche seit dem letzten Konzil ist eine wirkliche Erfolgsgeschichte. Noch nie ist es unseren Mächten gelungen, ein Konzil der Kirche so vollständig zu unseren Zwecken zu pervertieren. Ich persönlich kann mir einen wichtigen Teil dieses Erfolges in der Hierarchie der Hölle anrechnen lassen, war ich doch für die Delegation von Teufeln zuständig, die die Konzilsbischöfe bearbeiten musste. Meine Beförderung kann also, wenn ich die Früchte des Konzils heute anschaue, nicht mehr weit weg sein.

Noch nie ist es uns gelungen, mehr als 90% der Gläubigen in den Stammländern der Kirche vom Pfad des Glaubens wegzuführen, ohne dass diese es überhaupt merken. Und der Geist des Konzils – direkt aus der Manufaktur „Inferno“ meines geschätzten Handwerkerkollegen von Nebenan – ist wohl die nützlichste Idee seit dem (leider fürchterlich gescheiterten) Kreuzigungsplan.

Ich habe nicht die Zeit, hier alle Früchte des Konzils aufzulisten, doch die meisten dieser Früchte sind inzwischen überreif und fallen bald in unsere wartenden, gierigen Hände. Ich möchte mich nur auf das eine Land konzentrieren, indem ich persönlich gewirkt habe, und in dem ich aufgrund meiner unvergleichlichen Verführungsfähigkeiten besonders erfolgreich war. Die Früchte innerhalb dieses Landes, das die Erdlinge „Deutschland“ nennen, sind so reich, dass es mir unmöglich wäre, auch nur an der Oberfläche zu kratzen, wollte ich sie alle hier aufzählen.

Daher nur einige wenige Beispiele aus der jüngsten Zeit.

Der Papst, der schon viele unserer Pläne erfolgreich verhindert hat, traf dort auf eine völlig verhärtete Öffentlichkeit, die er niemals hätte überzeugen können, und diese Art der Rezeption war sogar innerhalb der katholischen Kirche erfreulich häufig. Zwietracht innerhalb der von Gott eingesetzten Hierarchien ist immer gut für uns, es sei denn es handelt sich um wirkliche dogmatische Streitigkeiten – diese sind extrem gefährlich für uns, weil es da um Wahrheitsfindung geht. Meist streben wir ja nach Pöstchengerangel und Karrierismus, da dies die optimale Mischung von Zwietracht, Misstrauen und Egozentrismus bietet, doch wenn es uns gelingt, eine ideologische Barriere innerhalb der Kirche aufzubauen, dann ist das noch besser. Überraschenderweise (selbst ich hätte das nicht zu hoffen gewagt), ist uns in der Kirche von Deutschland beides gelungen: Wir haben überzeugte Karrieristen, die sich nicht als Karrieristen, sondern als Träger einer reformerischen oder revolutionären Ideologie sehen, und zudem behaupten, sie seien gegen dogmatische oder ideologische Streitigkeiten. Ein Maß an Selbsttäuschung, das ich selbst von den bekannt dummen Menschentieren nicht erwartet hätte.

Der Besuch des Papstes war eine riesige Bedrohung für unsere Stellungen. Wir haben bereits in England gesehen, welchen Einfluss ein Papst auf die öffentliche Meinung in einem skeptischen Land haben kann, welchen Eindruck dieser alte Mann in weiß machen kann, wenn man ihn lässt. Die offensichtliche Strategie wäre gewesen, die Reise entweder ganz zu verhindern (es lassen sich immer passende Viren in unserem Arsenal finden), oder unter einem Haufen offen anti-katholischer Hetze untergehen zu lassen. Letztere Strategie, samt öffentlicher Petition für die Verhaftung des Papstes wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, ist in England leider gescheitert. In meinem unendlichen Genius habe ich daher die Strategie „Teilen statt Heilen“ verwendet. Ich beschreibe sie hier nur kurz (eine ausführliche Explikation kann man wie üblich in unserem Lehrbuch für Junge Teufel, Kapitel 3047, Sektion 119, nachlesen). Wir haben innerkirchliche Verbündete (gar nicht mehr so rar gesät, heutzutage) eingesetzt, die vorher und nachher gezielt Provokationen an die Öffentlichkeit gebracht haben, um zu verhindern, dass der Papst seine Agenda anbringen kann, und dafür zu sorgen, dass sein Besuch ganz im Zeichen der üblichen, von uns herausgegebenen Diskussionsleitfäden steht, die heute in den Köpfen vieler kirchlicher Mitarbeiter zirkulieren. Wir haben dafür gesorgt, dass unsere vielen Verbündeten in den Medien ebenfalls fast nur diese Themen ansprechen, und dass sie alle Worte des Papstes, die nicht in dieses Muster passen, einfach ignorieren, oder schlicht uminterpretieren.

Schließlich haben wir versucht, die Reden und Ansprachen des Papstes zu pervertieren. Das ist uns aber nicht gelungen – er hat sich unseren Nachstellungen widersetzt. Sein Schutzengel war immer um ihn herum, wir kamen einfach nicht durch. Und eine starke Frauenhand drängte uns immer zur Seite – ich habe das schreckliche Gefühl, es könnte diese Maria gewesen sein, die uns seit vielen Jahrhunderten große Sorgen bereitet. Nur an einem kleinen Detail haben wir drehen können und eine Formulierung in seine Rede im Bundestag eingebaut, die für den oberflächlichen Betrachter nach einem Lob der Grünen Partei klingt – unserem treusten Verbündeten seit mindestens 25 Jahren im deutschen Parlament. So haben wir den Eindruck der sonst extrem gefährlichen Papstrede im Bundestag komplett verändert. Alle sprachen vom „Lob an die Grünen“ oder „an die Umweltbewegung“ und kaum noch jemand hörte, was er wirklich gesagt hat.

Der Papstbesuch war also eine riesige Bedrohung für uns, die wir haben abwenden können. Ich erwähne dies als Beispiel für meine These, dass es sinnvoll ist, die Früchte des Konzils weiter zu kultivieren, statt jetzt schon den von dir angeregten Strategiewechsel zu vollziehen. Die Früchte des Konzils sind so fest verankert, dass wir ohne große Mühe mit etwas Geschick fast alle Menschen im Westen von Gott, der Kirche und dem Papst abschirmen konnten.

Wir haben es durch die geschickte Manipulation der liturgischen Praxis geschafft, die Besucher der katholischen Messe trotz wirklicher Gegenwart ihres Erlösers und Gottes praktisch vollständig von den Gnaden abzuschirmen, die sie sonst dort empfangen können, und den Glauben an die Realpräsenz praktisch zum Erlöschen gebracht.

Wir haben es durch die geschickte Manipulation von Glaubensvermittlung und kirchlichen Medien und Schulen geschafft, dass heute kaum noch etwas über den christlichen Glauben bekannt ist, selbst unter sich selbst als „religiös“ sehenden Menschen. Und dass sie ihren Glauben nicht mehr vermitteln, weil er ja nur einer unter vielen ist.

Wir haben die kirchlichen Apparatschiks so vollständig im Griff, dass wir selbst eine ernste Bedrohung wie den Papstbesuch vollständig haben sublimieren können. Schon eine Woche nach der Abreise des Papstes war wieder „business as usual“, alles vergessen, was er gesagt hatte.

Die Liste der Erfolge ist schier endlos, und die Erfolge sind sehr robust. Viele von ihnen werden selbst das Abtreten der Generation, die uns diese Erfolge ermöglicht hat, überleben. Man bekommt die Zahnpasta eben leichter aus der Tube als wieder hinein, wie manche dieser Erdlinge zu sagen pflegen. Noch auf viele Jahrzehnte hinaus können wir uns sicher sein: Im Sektor Europa, besonders in Untersektion 13 (Deutschland), haben wir die Lage für den Fürsten der Unterwelt fest im Griff.

Es besteht sogar die Chance, wenn wir einige kleinere Wolken, die sich derzeit in der jüngeren Generation zu bilden scheinen, auch noch zerstreut bekommen, dass wir die Kirche in dieser Untersektion praktisch direkt an unsere Administration angliedern können – wie es uns schon mit weiten Teilen der Lutheraner gelungen ist. Dann werden wir wahrhaft gesiegt haben.

Das einzige Problem, das ich bei dieser Strategie sehe, ist, dass schon heute der Heilige Geist und die Mutter Gottes an einigen Ecken und Enden zu sägen begonnen haben. Doch die Minderheit, die diese Sägearbeiten ermöglicht und unterstützt, haben wir momentan unter Kontrolle.

Und das alles, nachdem derselbe Geist es uns verunmöglicht hatte, direkte Häresien in die Konzilstexte zu schreiben.

Ein Erfolg unserer Taktik auf ganzer Linie – und weil sie so erfolgreich war, sollten wir die Taktik beibehalten.

Gezeichnet:

Dein Generalsekretär Brutzel

Heilige Abtreiber?

Können Frauen, die abgetrieben haben, heiliggesprochen werden? Aus christlich-katholischer Perspektive ist diese Frage sehr leicht: Natürlich können sie, aber nur wenn sie die schwere Sünde der vorgeburtlichen Kindstötung ehrlich bereuen und das Bußsakrament empfangen. Gott vergibt in Seiner unendlichen Barmherzigkeit jede Sünde, wenn der Sünder es nur zulässt, wenn er die Barmherzigkeit nicht durch Unbußfertigkeit aus seinem Herzen verstößt. Gott will jeden von uns, egal welche Missetaten auf unser Konto gehen, jeden von uns auf ewig bei sich haben. Doch da Gott uns freien Willen gegeben hat (ohne freien Willen könnten wir weder einander noch Gott lieben, da wir dann nur mechanische Konstrukte wären, ohne Fähigkeit zur eigenen, unabhängigen Entscheidung), können wir uns gegen die Annahme dieses unendlichen Gnadengeschenks der Erlösung von unseren Sünden zur Wehr setzen. Es ist dem Menschen möglich, das Geschenk der Erlösung abzulehnen, indem er nicht bereut, seine sündhaften Wege nicht mit der Hilfe Gottes zu verlassen sucht, sondern in ihnen persistiert bis zum Ende seines Lebens. Gott gibt viele Chancen, aber am Ende ist es unsere Entscheidung, ob wir erlöst werden wollen oder nicht. Die Tore der Hölle sind von innen abgeschlossen. Niemand, der dorthin kommt, wird, wenn er erst einmal dort ist, die Gerechtigkeit des Urteils bestreiten.

Also kann selbstverständlich auch der schlimmste Abtreiber, der schlimmste Mörder, und, um es erst recht auf die Spitze zu treiben, selbst ein Stailn oder Hitler, die Erlösung erlangen. Natürlich tilgt selbst die beste, ehrlichste und tiefste Reue samt Bußsakrament nicht die zeitlichen Folgen der Sünden, so dass die genannten Schwerverbrecher wahrscheinlich sehr ausführliche Bekanntschaft mit den bereits erlösten, aber noch im Prozess der Reinigung befindlichen Seelen im Fegefeuer machen werden. Aber in letzter Konsequenz steht keinem Menschen etwas anderes auf dem Weg in den Himmel im Wege als er selbst. Und wer erlöst ist, wer bei Gott ist und Sein Angesicht auf ewig schaut, der ist bereits heilig. Daher kann die Kirche natürlich auch schwerste Sünder heiligsprechen – immer Reue und Buße vorausgesetzt.

Alle Menschen sind Sünder – nicht alle Sünden sind natürlich gleich schwer, aber wir alle haben Reue und Buße wahrhaft nötig. Die Sünden mancher Menschen sind größer als die anderer Menschen. Doch Gott ist in der Lage selbst die tiefste Wunde zu heilen. Das alles ist vollkommen klar aus der Sicht der christlichen Theologie.

Dennoch liest man dann Artikel wie diesen, in dem Mark Shea mit diesen und ähnlichen Argumenten systematisch die unbedachten und ignoranten Argumente zerlegt, die auf der Religionsseite von CNN verzapft worden sind. Auch der Religionskommentator bei CNN kommt zu dem Ergebnis, eine Abtreiberin könne heiliggesprochen werden. Er begründet dies auch: Das habe zwei Gründe, erklärt er. Erstens habe es etwas mit der Christlichen Lehre der Vergebung zu tun, aber vor allem liege es daran, dass viele Katholiken „von der offiziellen Parteilinie“ in Fragen wie Homosexualität, Verhütung und Abtreibung abweichen. Diese Argumentation wird von Shea wie gesagt systematisch zerlegt, was auch das einzige ist, das man mit solch ignorantem Unfug tun kann. Aber dass ein solcher Artikel ernst genommen wird, zeigt wie wenig selbst in einem relativ religiös geprägten Land wie den USA über den Katholizismus im Speziellen und das Christentum im Allgemeinen bekannt ist. Die elementarsten Informationen fehlen den Religionskommentatoren – und sicherlich auch den einfachen Leuten, denen die Unsinnigkeit des Arguments gar nicht auffällt.

Solange jemand nicht einmal den Unterschied zwischen Vergebung und Entschuldigung von Sünden verstanden hat, kann er eigentlich nichts hinsichtlich des Christentums sagen oder schreiben, ohne sich lächerlich zu machen. Wenn ich eine Sünde entschuldige, dann sage ich: „War schon nicht so schlimm“. Vergebe ich sie, dann sage ich fast genau das Gegenteil: „Es war schlimm, aber ich vergebe dir.“ Dieser fundamentale Unterschied kann einer interessierten und halbwegs intelligenten Person selbst heutzutage eigentlich nicht entgehen.

In seinem lesenswerten Artikel verweist Shea dann auf die vielen Abtreibungsärzte und Frauen, die abgetrieben haben, nur um später ihr Unrecht einzusehen und umzukehren. Sie alle sind mit offenen Armen empfangen worden, sie alle sind vollauf akzeptiert worden, auch und gerade von den traditionellsten und konservativsten Elementen in der Kirche und der weiteren Pro-Life-Bewegung. Die einzigen, die vielleicht etwas weniger gut reagiert haben, sind genau die „Katholiken“, die Abtreibung nicht für sündhaft halten, und deshalb dachten, es gebe gar nichts zu bereuen. Die also, wie der umwissende Religionskommentator und Soziologe auf CNN es formulieren würde, nicht der offiziellen Parteilinie folgen. (Natürlich folgen auch traditionelle Katholiken keiner „Parteilinie“, da die Kirche keine Partei ist. Doch Ideologen und Soziologen – oft genug tragen beide Worte dieselbe Bedeutung – können nur von sich auf andere schließen, und wer alles politisiert hat, wird überall Parteien sehen. Katholiken hingegen folgen keiner Partei, sondern Gott und Seiner Kirche.)

Abschließend lässt sich also sagen: Natürlich kann NUR derjenige, der die Lehre der Kirche über die Vergebung der Sünden akzeptiert, für die Heiligsprechung einer Frau sein, die abgetrieben hat. Denn wer nicht glaubt, dass es da Sünden zu vergeben gäbe, der wird auch in einer entschlossenen Umkehr keinen besonderen Wert sehen. Die Heiligen sind eben nicht in erster Linie „perfekte Menschen“, sondern fehlerhafte Menschen, die sich Gott zugewandt und ihn und den Nachsten wirklich zu lieben versucht haben.